Das Fest der Heiligen Agatha und das dazugehörende Segnen des heilkräftigen „Agathabrotes“ ist ein alter Brauch. Agatha galt den Bauern früher als mächtige Schutzpatronin gegen Feuer. Hintergrund ist ihre Geschichte: Agatha war eine sizilianische Frauenfigur, die im 3. Jahrhundert mit glühenden Kohlen gemartert wurde. Nach ihrem Tod drohte der Ausbruchs des Ätnas mit der völligen Zerstörung ihres Orts Catania, woraufhin die Bürger in ihrer Not mit dem Schleier der toten Agatha gegen den Lavastrom des Vulkans zogen und das Unglück für die Stadt abwenden konnten. Seit diesem Wunder wurde sie verehrt und später heilig gesprochen.
Bauern stellten ihren Hof unter Agathas Schutz und weihten ihn mit Wettertafeln mit ihrem Gebet. Die Heilige wurde zu einer Schutzpatronin gegen die Angst vor Naturgewalten, Krankheiten und Tod.



