Jetzt ist es offiziell: Leo XIV. wird Ende November, Anfang Dezember die Türkei und den Libanon besuchen. Das kündigte das vatikanische Presseamt am Dienstagmittag an. Es ist die erste Auslandsreise des neuen Papstes seit seiner Wahl vom 8. Mai. Leo wird zunächst auf Einladung von Präsident Recep Tayyip Erdogan und der örtlichen Bischöfe die Türkei besuchen, und zwar vom 27. bis 30. November. Dabei wird er auch Iznik besuchen, um an das Konzil von Nizäa vor 1.700 Jahren zu erinnern. Auf dem Konzil, das von Kaiser Konstantin einberufen wurde, formulierte die frühe Christenheit ein Glaubensbekenntnis, in dem die göttliche und menschliche Natur Jesu Christi betont wird.
Reiseprogramm wird später veröffentlicht
Ende November feiert die orthodoxe Kirche das Andreasfest. Die letzten Päpste haben jedes Mal zu Beginn ihres jeweiligen Pontifikats den Ökumenischen Patriarchen an diesem Fest besucht – der Ökumenische Patriarch gilt als Nachfolger des Apostels Andreas – und zum Andreasfest an einer Göttlichen Liturgie in Istanbul teilgenommen. Ob das auch für Leo XIV. ein Programmpunkt sein wird, ist offiziell noch offen; das Presseamt teilt mit, das Reiseprogramm werde „zu gegebener Zeit“ veröffentlicht.



