Papst Franziskus hat den Karfreitag wegen der Corona-Krise komplett anders begangen, als es seit Jahrzehnten Tradition ist.
Die Zeremonie war vom antiken Colosseum in den abgesperrten Vatikan verlegt worden. Bei der Feier wurden traditionell das Leiden Jesus‘, sein Weg in den Tod am Kreuz und ins Grab in 14 Stationen nachstellt. Die Meditationstexte, die verlesen wurden, stammten diesmal unter anderem von Häftlingen des Gefängnisses „Due Palazzi“ aus dem norditalienischen Padua. Die Menschen berichteten von schwierigen Phasen ihres Lebens. Zwölf Menschen gingen mit vier Fackeln und einem Kreuz über den dunklen Petersplatz. Auch in der Gruppe befanden sich Menschen, die im Strafvollzug tätig sind.
Der Platz wurde von Kerzen am Boden beleuchtet. Das Gotteshaus und der Platz sind seit Wochen wegen der Corona-Krise abgesperrt. Alle Karfreitags- und Osterfestlichkeiten muss diesmal ohne Gläubige stattfinden. In anderen Jahren kommen die Pilger in Massen zu Ostern nach Rom. Es ist das wichtigste Fest gläubiger Christen.



