Immer wieder wird in kirchlichen Kreisen der Schweiz behauptet, der Grund, weshalb so wenige Menschen in die Gottesdienste gehen, sei darin zu suchen, dass es den Menschen zu gut geht. Damit entschuldigen kirchliche Verantwortungsträger die fehlende Partizipation an der Kirche. Diese Woche ist eine Studie publiziert worden, die etwas empirisch beweist, was im Grunde schon jedem klar war, der sich die Situation der Schweizer Gesellschaft anschaut. Fast die Hälfte der Bevölkerung hat psychische Probleme und leidet darunter. Umso tragischer ist es, dass die Kirche im Bistum Basel es nicht schafft, all diese Menschen zu erreichen und sie mit der Fülle des Lebens zu bereichern, die der Glaube an Jesus Christus den Menschen bietet. Anstatt das Sakrament der Versöhnung und vor allem die Eucharistie anzubieten, werden die Menschen der Sakramente beraubt. Kürzlich hat Bischofsvikar Koledoye einen Diakon zweimal 100 Kilometer nach Gebenstorf und Turgi reisen lassen, damit dieser einen Wortgottesdienst anbietet, obwohl Priester in der Nähe wären, um mit den Menschen die Eucharistie zu feiern.
Unser Bistum ist seelisch krank, unsere Gesellschaft ist seelisch krank. Wir müssen wieder zurückkehren zu den Sakramenten und zum Glauben an Jesus Christus, damit dieser uns heilen kann.



