Kardinal Rainer Maria Woelki verlässt den synodalen Weg der Deutschen

Kardinal Rainer Maria Woelki verlässt den synodalen Weg der Deutschen

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Kardinal Rainer Maria Woelki verlässt den synodalen Weg der Deutschen

Kardinal Rainer Maria Woelki aus Köln hat angekündigt, dass er nicht an der sechsten Sitzung des sogenannten Synodalen Weges teilnehmen wird, die am Donnerstag in Stuttgart beginnt. Ziel dieses Treffens ist es, den seit 2019 in Deutschland andauernden Reformprozess zusammenzufassen und die Grundlage für eine Synodalkonferenz zu legen. Diese soll aus Bischöfen und Laien bestehen und dauerhaft als Entscheidungsgremium der Kirche in Deutschland agieren. Allerdings wurde eine solche Einrichtung bisher vom Heiligen Stuhl nicht genehmigt. Laut einer Erklärung gegenüber domradio.de sieht Kardinal Woelki den Synodalen Weg als abgeschlossen an. Er betonte, dass er an allen ursprünglich vorgesehenen Treffen teilgenommen habe, doch halte er es nun für dringend notwendig, die theologischen Grundlagen und Ergebnisse dieses Prozesses zu klären und auszuarbeiten. Aus seiner Sicht hat sich der Fokus des Synodalen Weges zunehmend auf die Durchsetzung bestimmter politischer Positionen innerhalb der Kirche verlagert. Dabei stellte er jedoch klar, dass er keinem Beteiligten mangelnden guten Willen unterstellen möchte. Kardinal Woelki verwies zudem auf frühere Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Kirche, beispielsweise beim Apostelkonzil in der frühen Kirchengeschichte. Damals habe jedoch letztlich Einigkeit darüber geherrscht, was Petrus als Garant der Einheit entschieden habe. Diese Selbstverständlichkeit sei heute nicht mehr gegeben und stelle womöglich einen der Hauptgründe für die aktuellen Herausforderungen dar. Abschließend betonte der Kardinal, dass nun abzuwarten bleibe, wie der Heilige Stuhl über die mögliche Einführung eines neuen Entscheidungsgremiums für die Kirche in Deutschland entscheiden werde.