Neuausrichtung des Fatima-Apostolats der Deutschschweiz: Trennung von Benjamin Aepli und Wiederaufnahme des „Fatima-Boten“
Im Jahr 2025 vollzog das Fatima-Apostolat der Deutschschweiz eine tiefgreifende organisatorische und publizistische Wende: Der Verein trennte sich von Benjamin Aepli und beschloss die Wiederaufnahme der traditionsreichen Zeitschrift „Fatima-Bote“ ab April 2026. Diese Entscheidung markiert nicht nur einen Bruch mit der jüngsten Vergangenheit, sondern auch die Rückbesinnung auf die eigene Identität und Unabhängigkeit.
Hintergrund: Übernahme durch Benjamin Aepli und Anbindung an die Piusbruderschaft
- 2024:
Nach fast zwei Jahrzehnten Präsidentschaft (2005–2024) trat Georges Inglin zurück. Ihm folgte Benjamin Aepli, der die Leitung des Vereins übernahm – im Kontext einer engen Zusammenarbeit mit Kreisen der Piusbruderschaft (FSSPX).Kurz nach der Übernahme wurden gravierende strukturelle und publizistische Veränderungen eingeleitet:- Die langjährige Vereinszeitschrift „Fatima-Bote“ wurde sistiert.
- Sie wurde ersetzt durch ein neues Heft namens „Ave Maria“, herausgegeben unter alleiniger Verantwortung von Benjamin Aepli.
- Als Trägerstruktur für diese neue Initiative wurde die Stiftung Mission Maria gegründet.
Die bestehende Kundendatenbank des Vereins, inklusive Abonnenten des „Fatima-Boten“, wurde für den Versand des neuen „Ave Maria“ genutzt. So konnte Aepli die etablierte Leserschaft des Vereins nutzen, um eine neue, eigenständige Publikation zu etablieren – ohne ausdrückliche Zustimmung aller Betroffenen und ohne institutionelle Transparenz zwischen Verein und Stiftung.Dies führte zu einem faktischen Übergang der Kommunikationskanäle und Mitgliederkontakte in private bzw. stiftungsnahe Hände – ein Schritt, der rückwirkend als Instrumentalisierung des Vereinsvermögens kritisiert wird.
Trennung und Neuanfang: Ausserordentliche Versammlung 2025
- 5. Juli 2025:
Bei einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung ergriff der Verein die Initiative zur Korrektur. Nach eingehender Reflexion kam man zum Schluss, dass die Entwicklung unter Aepli die Eigenständigkeit und satzungsgemässe Zielsetzung des Apostolats gefährdet habe.Der Verein beschloss daher:- Die Trennung von Benjamin Aepli,Die Wiederherstellung der Autonomie des Fatima-Apostolats,Und die Vorbereitung eines Neustarts mit neuem Vorstand und eigener Publikation.
- Sicherstellung der laufenden Geschäftstätigkeit,
- Moderation des Prozesses zur Wahl eines neuen Vorstands,
- Klärung der rechtlichen und organisatorischen Folgen der vorangegangenen Phase,
- Vorbereitung der Wiederaufnahme des „Fatima-Boten“.
Zeichen der Erneuerung: Rückkehr des „Fatima-Boten“ ab April 2026
Ab April 2026 soll die traditionsreiche Zeitschrift „Fatima-Bote“ erneut erscheinen – als offizielles Organ des wieder unabhängigen Fatima-Apostolats der Deutschschweiz.
Dies ist mehr als eine redaktionelle Wiederauflage: Es ist ein symbolischer und praktischer Akt der Selbstbehauptung. Mit der Rückkehr des „Fatima-Boten“ kehrt das Apostolat zu seiner eigenen Stimme zurück – frei von äusseren Einflüssen, getragen von der Gemeinschaft seiner Mitglieder und treu verbunden mit der Botschaft von Fátima.
Die neue/redaktionell überarbeitete Ausgabe wird unabhängig von der Stiftung Mission Maria und dem Heft „Ave Maria“ erscheinen.
Ungeklärte Fragen und ethische Bedenken
Bis heute bleibt kritisch anzumerken:
- Die Weiterverwendung der Vereinsdatenbank durch die Stiftung Mission Maria erfolgte ohne angemessene Rechenschaftspflicht oder Entschädigung.
- Der Übergang der Abonnenten vom „Fatima-Boten“ zum „Ave Maria“ geschah faktisch durch Nutzung bestehender Strukturen, was als missbräuchliche Aneignung von Vereinsressourcen gewertet werden kann.
- Weder finanzielle noch datenschutzrechtliche Klärungen wurden öffentlich bekannt gegeben.
Der Verein bemüht sich nun, diese Lücken zu schliessen und rechtlich wie moralisch die Basis für einen neuen, transparenten Aufbau zu legen.
Chronologie der Leitung
| Zeitraum | Leitung | Ereignisse |
|---|---|---|
| 2005–2024 | Georges Inglin (Präsident) | Langjährige, stabile Führung; regelmässige Herausgabe des „Fatima-Boten“. Prägung durch kirchentreue, mariologische Verkündigung. |
| 2024–2025 | Benjamin Aepli | Übernahme im Umfeld der Piusbruderschaft. Sistierung des „Fatima-Boten“, Einführung des „Ave Maria“ via Stiftung Mission Maria. Vermischung von Verein und privater Initiative. |
| ab 5. Juli 2025 | Edith Koch (Interims-Administratorin) | Trennung von Aepli. Organisation des Neuanfangs, Neuwahl des Vorstands, Vorbereitung der Wiederauflage des „Fatima-Boten“. |
| ab April 2026 | (Neuer Vorstand auf fatima.ch) | Geplante Wiederaufnahme des „Fatima-Boten“ als offizielles Organ des unabhängigen Apostolats. |
Bedeutung dieser Entwicklung
Die Krise und anschliessende Erneuerung verdeutlichen:
- Wie empfindlich traditionelle katholische Vereinigungen gegenüber externen Machtverschiebungen sind.
- Dass Vertrauen, Transparenz und klare Strukturen entscheidend für den Fortbestand solcher Initiativen sind.
- Dass die Identität eines Apostolats nicht delegiert oder ersetzt werden darf – schon gar nicht durch instrumentelle Neuformate, die den ursprünglichen Zweck verlassen.
Mit der Rückkehr des „Fatima-Boten“ bekennt sich der Verein erneut zu seiner Berufung: die Botschaft von Fátima treu, unabhängig und gemeinschaftlich weiterzutragen – im Geist der Kircheneinheit und Marienfrömmigkeit.
Update vom 5.5.2026:
Dicke Wolken liegen über der angekündigten Rückkehr der einst eingestellten Zeitschrift Schweizer Fatima Bote, die von zahlreichen Unklarheiten begleitet wird. Laut Google-Archiv sollte die Rückkehr ursprünglich im Mai erfolgen, doch die Webseite fatima.ch hat diesen Hinweis inzwischen aus ihrem Kalender entfernt. Könnte es sich wieder um einen Täuschungsversuch handeln?
„Ein Apostolat lebt nicht von Publikationen allein, sondern von Treue, Gemeinschaft und missionarischem Gehorsam.“
Hinweis: Offizielle Stellungnahmen des Vereins sind nicht veröffentlicht worden. Diese Zusammenfassung basiert auf den bislang bekannten Fakten und dokumentierten Entwicklungen.


