Die Schweiz und die Vereinigten Staaten arbeiten an einem neuen Handelsabkommen, das bedeutende Änderungen bei den Zöllen vorsieht. Der Bundesrat hat kürzlich ein Verhandlungsmandat verabschiedet, das auf einer gemeinsamen Absichtserklärung basiert. Ziel ist es, die derzeitigen Zusatzzölle von 39 Prozent auf einen einheitlichen Satz von 15 Prozent zu senken.
Der nächste Schritt im Prozess ist die Stellungnahme der Parlamentskommissionen und der Kantone zu dem Verhandlungsmandat. Die Hoffnungen sind groß, dass die hohen Zölle noch im Dezember fallen könnten. Außenminister Ignazio Cassis äußerte sich optimistisch über bevorstehende Entwicklungen, ohne jedoch ein genaues Datum zu nennen.
Schweizer Unternehmen planen, in den nächsten fünf Jahren beträchtliche Investitionen in den USA zu tätigen, die sich auf insgesamt rund 200 Milliarden Dollar belaufen. Insbesondere die Pharma- und Finanzmärkte sind an diesen Vorhaben beteiligt. Die Schweiz gehört bereits zu den größten Investoren in den Vereinigten Staaten und möchte diese Position weiter stärken.
Das Verhandlungsmandat enthält auch Regelungen zu Zollkonzessionen und zur digitalen Zusammenarbeit. Die Schweiz plant, auf eine Digitalsteuer zu verzichten und weiterhin keine Zölle auf elektronische Übermittlungen zu erheben. Zudem wird angestrebt, die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Bereichen wie Investitionsschutz und Exportkontrollen auszubauen. Der Bundesrat betont, dass die Souveränität und Neutralität der Schweiz in diesen Verhandlungen unberührt bleiben sollen.



