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Pfingstmontag neu gefeiert: Maria, Mutter der Kirche

Am Pfingstmontag hat die Weltkirche ein neues Fest.
Eucharistiefeier in Gebenstorf um 9.00 Uhr.
Neues Marienfest erinnert an gleiche Würde von Mann und Frau. Auf Anordnung von Papst Franziskus hat die Liturgiekongregation mit Datum vom 11. Februar 2017 den neuen gebotenen Gedenktag in den Römischen Generalkalender eingefügt: „Maria, Mutter der Kirche“ (memoria B. Mariae Virginis Ecclesiae Matris). Der bewegliche Gedenktag wird am Montag nach Pfingsten gefeiert. Die Entscheidung, dieses besondere Mariengedächtnis auf den Pfingstmontag zu legen, betone die geistliche Mutterschaft Mariens. Als Trösterin und Lehrerin der werdenden Kirche übernahm Maria ihre mütterliche Sendung im Abendmahlssaal, indem sie mit den Aposteln betete, die das Kommen des Heiligen Geistes erwarteten (vgl. Apg 1,14).

Der Marientitel „Mater Ecclesiae“ ist bereits beim Kirchenvater Ambrosius (339-397) nachgewiesen; er fand seit dem Hochmittelalter breiten Eingang in Theologie und Volksfrömmigkeit. In manchen Diözesen, z. B. in Argentinien oder Polen, sowie in mehreren Ordensfamilien begeht man die Feier Mariens als Mutter der Kirche schon seit einigen Jahrzehnten. An besonderen Orten wie etwa der Petersbasilika, wo die offizielle Ausrufung des Marientitels 1964 durch Papst Paul VI. erfolgte (vgl. Lumen gentium, Art. 53), wird der Gedenktag ebenfalls seit längerem begangen.
Als Messformular für den neuen Gedenktag dient die Votivmesse „Maria, Mutter der Kirche“ im Messbuch (MB II, S. 1141 ff.). Die Texte für die Stundenliturgie liegen noch nicht in deutscher Übersetzung vor. Die Bischofskonferenzen sind nun dazu angehalten, die Texte zu übersetzen, zu approbieren und nach der Bestätigung durch den Vatikan in den liturgischen Büchern ihres Jurisdiktionsbereichs zu veröffentlichen.

In den Ländern, in denen der Pfingstmontag bislang als gebotener Feiertag gefeiert wird, bleibt es dabei, dass für die Eucharistiefeier das Messformular vom Pfingstmontag (MB II² 205) oder die Messe von Pfingsten (MB II² 201) oder eine Votivmesse vom Heiligen Geist (MB II² 1133-1141) mit den jeweiligen Perikopen genommen wird. Damit der neue Gedenktag jedoch auch in Deutschland ins Bewusstsein der Gläubigen gelangen kann, besteht die Möglichkeit, an einem Tag der Woche nach Pfingsten je nach pastoraler Situation eine Votivmesse zu „Maria, der Mutter der Kirche“, zu feiern, sofern der Tag nicht bereits durch einen gebotenen Gedenktag oder ein Gedenken höheren Ranges belegt ist, eventuell aber auch an einem gebotenen Gedenktag, sofern die pastorale Situation dies nach Meinung des Kirchenrektors oder des zelebrierenden Priesters erfordert.
Die Eigentexte sind: Gen 3,9-15.20 oder Apg 1,12-14; Ps 86 (87),1-2.3.5.6-7; Joh 19,25-34.

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