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Liturgischer Missbrauch

Endlich wird in der Schweiz über die Missbräuche geredet, die in der Liturgie stattfinden. Im Bistum Chur wird darüber diskutiert, was mit einer Gemeindeleiterin geschehen soll, welche die Heilige Messfeier simuliert hat und unerlaubterweise bei einer Messe konzelebrierte. Im Bistum Basel, in dem noch viel mehr Missbräuche stattfinden, braucht es ebenfalls diese Diskussion. In vielen Pfarreien werden die liturgischen Vorgaben nicht eingehalten. Der österreichische Kirchenrechtler Feulner hat es in einem Interview mit kath.ch richtig gesagt: Die Heilige Messe ist keine Privatangelegenheit. Jeder Katholik hat das Recht, einer ordentlichen Messfeier beizuwohnen. Der grösste Missbrauch, der in unserem Bistum Basel stattfindet, ist die Ersetzung der Eucharistiefeier durch Wortgottesdienste. In der Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi, in der zwei Jahre lang auch während der Woche nur Eucharistiefeiern gefeiert wurden und fünf Jahre lang am Wochenende nur die Eucharistie gefeiert wurde, damit Katholiken ihrer Sonntagspflicht nachkommen können, werden nun wieder vermehrt Wortgottesdienste gefördert. Bischofsvikar Koledoye und der Präsident der Landeskirche, Luc Humbel, sind die Hauptbefürworter dieser Entwicklung. Es ist das Recht jedes Katholiken, diese Missbräuche in Rom zu melden und dagegen zu protestieren.

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