Der im Bistum Basel inkardinierte Priester Andreas Gschwind hat ein Buch „Als-Giesskannenpfarrer-unterwegs“ geschrieben, in dem er eine vernichtende Kritik an den Pastoralräumen ausübt. Ebenfalls erwähnt er, dass der damalige Bischof und jetzige Kardinal Kurt Koch offen gegenüber seinen Vorschlägen gewesen wäre, währenddem Generalvikar Thürig auf keine Vorschläge eingeht.
Die Einführung der Pastoralräume war ursprünglich eine Idee, um eine Neuevangeliserung zu wagen. Heutzutage stellt man fest, dass es dabei nur um die Festigung der Bürokratie geht. Es ist gut, dass Priester wie Andreas Gschwind nicht mehr schweigen, sondern offen darlegen, wie schlecht die Pastoralräume umgesetzt wurden und dass Priester darin keine Heimat finden. Und dies nicht nur Priester aus fremden Ländern, sondern auch einheimische Priester. Oft – leider auch in unserer Kirchgemeinde – wird das rassistische Argument vorgebracht, dass Priester und Laien aus anderen Ländern eine andere Kultur hätten und deshalb Mühe mit den Gepflogenheiten im Bistum. Das Beispiel von H.H. Andreas Gschwind zeigt, dass nicht die Herkunft, sondern die Glaubenseinstellung das Problem darstellt. Wer redlich nach dem Evangelium und der Lehre der Kirche handeln möchte, hat es im Bistum Basel zurzeit sehr schwer.



