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Macht des Gebets

Viele Heilige haben immer wieder darauf hingewiesen, wie gross die Macht des Gebets ist. Das Gebet ist das wirksamste Werkzeug der Welt. Im Gebet reden wir mit unserem himmlischen Vater und bitten ihn, für uns zu sorgen. Das Gebet entlastet uns nicht davor, selber zu handeln. Im Gebet vertrauen wir aber darauf, dass Gott unser Handeln segnet und uns zeigt, wie wir wirken sollen, um seinen Willen zu erfüllen. Die früheren Generationen haben immer gewusst, dass alles menschliche Streben nur Früchte tragen kann, wenn Gott uns beisteht. Wenn heute sich selbst als Katholiken bezeichnende Menschen behaupten, dass Gebet helfe nur dabei, seine Gedanken zu ordnen und sich besser konzentrieren zu können, dann stehen solche Aussagen diametral zur kirchliche Lehre und zu den Erfahrungen grosser Theologen und Heiliger. Gott kann natürlich durch das Gebet uns ermöglichen, uns besser zu fokussieren, aber das ist nur die halbe Wahrheit. Gott kann durch das Gebet auch Wunder wirken, wie es in der Geschichte des Christentums immer wieder vorkam. Die Tendenz, alles Religiöse ins Innere zu verbannen, führt in die Irre. Gott ist ein handelnder Gott, Gott ist ein Gott, der mit uns ist (Immanuel). Er wird die Naturgesetze nicht immer aufheben, sondern uns meistens einfach die Kraft geben, Probleme selbständig zu lösen. Wenn es aber sein muss, dann kann er auch die schwierigsten Probleme lösen. Der italienische Priester und Ordensmann Don Dolindo hat das absolute Gottvertrauen und die unbegrenzte Hoffnung, dass Jesus auch die schwierigsten Probleme lösen werde, als grösste Andacht zu Ehren Gottes bezeichnet. Jedes Gebet, wenn es mit diesem Gottvertrauen beseelt ist, hat eine unglaubliche Kraft in sich. Hören wir daher auf die Worte früherer Heiliger und beten wir weiterhin beharrlich, dass Gott uns in jeder Lebenssituation helfen möge.

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