Die Staatsanwaltschaft München hat 40 Fälle von Missbrauch gegen Verantwortliche im Erzbistum München und Freising strafrechtlich geprüft. Jetzt sind die Ermittlungen, in denen der verstorbene Papst Benedikt XVI. zeitweise als Beschuldigter geführt wurde, eingestellt worden. Das ist gute Nachricht für die Kirche.
Der Paukenschlag des vor etwas mehr als einem Jahr in München vorgestellten Missbrauchsgutachtens ist verhallt. Zurück bleibt – für die Opfer – Medienschrei, denn die meisten Täter leben nicht mehr. Vieles ist strafrechtlich verjährt.
Die hierarchischen Strukturen der katholischen Kirche, die Männerbünde und die Scham der Opfer deckten lange den Mantel des Schweigens über Verbrechen und ermöglichten den fortgesetzten Missbrauch von Kindern. Erst als die Opfer über ihr Martyrium redeten und die Kirche sie nicht mehr zum Schweigen bringen konnte, begriffen die Bischöfe, welches Unrecht unter Kirchendächern geschehen ist.



