Vatikan reagiert auf Fall Rupnik mit neuen Massnamen, als bekannt wurde, er sei als Diözesanpriester inkardiniert worden. Dazu gab es an diesem Freitag eine zusätzliche Mitteilung des Presseamtes des Heiligen Stuhls. Rupnik ist vorerst aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen worden, dem der Papst selbst auch gehörte. Im September hatte die Päpstliche Kommission für den Schutz von Minderjährigen den Papst darauf aufmerksam gemacht, dass es ernsthafte Probleme bei der Bearbeitung des Falles des ehemaligen Jesuitenpaters Marko Rupnik und einen Mangel an Kontakten zu den Opfern gebe.
Der Papst hatte nach dem Hinweis der Päpstlichen Kommission das Dikasterium für die Glaubenslehre beauftragt, den Fall zu überprüfen, und beschlossen, die Verjährungsfrist aufzuheben, um einen Prozess zu ermöglichen. Der Papst sei fest davon überzeugt, dass die Kirche aus der Synode vor allem eines lernen müsse, heißt es jetzt in dem Kommuniqué von diesem Freitag: „den Leidenden aufmerksam und mitfühlend zuzuhören, vor allem denen, die sich von der Kirche ausgegrenzt fühlen“.
Der ehemalige Jesuit Marko Rupnik ist ein Mosaikkünstler, der des schweren Missbrauchs von Frauen beschuldigt wird.
(vatican news)



