„Jetzt müsse man dringend die richtigen Schritte unternehmen“, sagt Bischof Felix Gmür auf katholisch-de. Es ist nicht klar, wer dieser „man“ sein soll. Doch zunächst muss man die Verursacher der Missstände loswerden, denn ohne „Aufräumen“ kann es keinen Neuanfang geben. Denn „niemand legt ein Stück neuen Stoff auf ein altes Kleidungsstück; denn der neue Stoff reisst wieder ab und es entsteht ein noch grösserer Riss“ (Matthäus 9,16). Bischof Gmür möchte wohl nicht wahrhaben, dass er ein altes Gewand – seine Diözese mit aktiven Priestern – misshandelt, um einen „Flickstoff“ – die Laien – zu Gemeindevorsteher zu ernennen, die laut Kirchengesetznur in Ausnahmefällen die Zuständigkeit für die Leitung der Seelsorge in Anspruch nehmen dürfen. Auch wird das Frauenpriestertum angesichts dieser biblischen Aussage ad absurdum geführt.
„Das Wichtigste ist, so fuhr Gmür fort, dass alles, was wir tun, gut für die Betroffenen des Missbrauchs sein muss“ für den ein Scheitern in dieser Hinsicht zu einem medialen Untergang geworden ist.
Das Entsetzen der Gläubigen mache deutlich, dass ein Punkt erreicht sei, „an dem das Fass überläuft“. Ein Schritt zur Verbesserung der Situation könnte die Professionalisierung des Personalwesens sein, sagte Gmür. Doch wer ist der Personalleiter im Bistum? Der Bischof selbst, der nun angeblich einen Katalog seiner eigenen Sünden im Personalbereich verkündet. „Wir müssen genauer prüfen, ob Menschen, die im kirchlichen Dienst arbeiten wollen, dafür wirklich geeignet sind.“ Wer wir? Meint er sich selbst? Der Fisch stinkt am Kopf, nicht wahr?
„In einer späteren Zeit werden einige vom Glauben abfallen; sie werden sich zu betrügerischen Geistern und den Lehren der Dämonen bekehren“ (2. Tim. 3,1) „Wisse vor allem, dass in den letzten Tagen Spötter kommen werden, die verächtlich sind und ihren eigenen Begierden folgen.“2 Petrus (3,3)
Zu Protestaktionen von Gemeinden, die den Diözesen im Rahmen des dualen Systems in der Schweiz vorübergehend Kirchensteuern einbehalten wollen, sagte Gmür, er könne die Wut verstehen, halte die Aktion aber für nicht wirksam. Möchte er diese seine eigenen Mitarbeiter in der Seelsorge, welche protestieren, besser belehren, wie es eine wirksame Aktion gestartet werden müsse?
„Alle in der Kirche müssen jetzt zusammenarbeiten, um einen schnellen Wandel zu gewährleisten.“ Rasche Veränderungen sind in der Kirche aber ungewöhnlich, in Sekten jedoch möglich.



