Soziale Kürzungen wegen fehlender Kirchensteuern? „Im Moment noch nicht, und ich hoffe, das bleibt so“- kann man im Netz lesen. Die katholische Kirche ist sozialpolitisch ein ganz grosser Player. Ihr droht in Zukunft allerdings, das Geld auszugehen. Es wäre auch gut so. Denn doppelt so viel Geld verspeisst die Landeskirche selbst. Der Steuerzahler könnte mehr soziales Denken und Beteiligung aufbringen und soziale Einrichtungen ohne zweifelhafte Vermittler seitens Landeskirchen, direkt unterstützen.
„Die Kirchenaustritte nehmen zu. Noch sind die Kirchensteuereinnahmen stabil. Doch das könnte sich ändern. Unter einem finanziellen Aderlass würden auch soziale Einrichtungen leiden, die von der Kirche unterstützt werden“ – schreibt Landeskirche selbst. Die Tatsache ist aber, dass die Landeskirche mit solcher Auslegung der Situation, nur eigenes Geld sichern will. Sonst wird sie bedeutungslos werden. Denn kein Geld heisst keine Macht haben.
Man braucht keine Zweifel zu haben. Es stellt einen durchdachten Strategiewechsel dar. Einmal hat diese Strategie schon funktioniert. Als vor paar Jahren das Thema von „Kirchensteuer für juristische Personen“ unter Abstimmung kam, hat die Landeskirche den „sozialen Aspekt“ des Glaubens vermarktet und die Abstimmung gewonnen, d.h. Milionengeld abgesichert. Das Problem aber ist, dass die Aufgabe der Kirche nicht in der Förderung der sozialen Werke in erster Linie haben darf, sondern in der Verkundigung des Glaubens verankern werden muss. Dies wird aber systemisch von der Landeskirche bekämft, Priester werden diffamiert, Glaubenslehre verwässert, Katechese infantilisieet, usw. Soziales Wirken muss zwingend eine Frucht des Glaubens sein, damit sie als kirchlich gelten kann. Solange also die Neuevangelisierung von den Landeskirchen abgeleht und umstritten bleibt, sollten sie kein Geld bekommen und sogar schnell verschwinden mit ihrer beispiellosen sozialen Manipulation und Instrumentalisierung der Kirche.



