Laut Medienberichten hatte die ehemalige Ordensfrau Sabine de la Valette gegen Kardinal Ouellet vor dem Zivilgericht geklagt, weil sie sich aus ungerechtem Grund aus dem Kirchendienst ausgeschlossen sah. Der Kardinal sei daraufhin durch ein Zivilgericht im bretonischen Lorient in erster Instanz dazu verurteilt worden, Schadensersatz an sie zu zahlen. Als Grund sei angegeben worden, dass die Ordensfrau durch seine (=Kardinals Ouellet) Entscheidungen grundlegend verleumdet und geschädigt worden sei. Kardinal Marc Ouellet, zum Zeitpunkt der Affäre Präfekt der Bischofskongregation, verteidigt sich „nie eine Vorladung vom Gericht in Lorient erhalten zu haben“. Aus Sicht des Heiligen Stuhls wird durch so ein Urteil die Religionsfreiheit und Vereinsfreiheit religiöser Organisationen gefährdet.



