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8. Juni 2024: Das Fest „Unbeflecktes Herz Maria“ – Ausdruck von Reinheit & Heiligkeit

Das Fest Herz Maria (auch Herz Mariä) wurde in der katholischen Kirche früher am 22. August gefeiert. Im Zuge der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde das Fest in einen nichtgebotenen Gedenktag umgewandelt und auf den Samstag nach dem Herz-Jesu-Freitag (dritter Samstag nach Pfingsten) gelegt.

Die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariä gehört zu den Ausdrucksformen der katholischen Spiritualität. Ihr Herz symbolisiert hierbei einzigartige Reinheit, Heiligkeit und Vollkommenheit des innerlichen Lebens.

Als biblische Grundlagen dienen die Texte aus dem Lukas-Evangelium (Lk 2,19) und (Lk 2,51 f.), wo es wie folgt heisst: »Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.«

Bereits bei den Kirchenvätern sind einzelne Elemente einer Herz-Mariä-Verehrung nachweisbar, so z. B. bei Augustinus, Johannes Chrysostomos, Ephräm dem Syrer u. a.
Später kamen im 13. Jahrhundert neue Impulse zur Herz-Maria-Verehrung von dem Spanier Ricardo de San Lorenzo, sowie durch die beiden Mystikerinnen Mechthild von Hackeborn und Gertrud von Helfta.

In den darauffolgenden Jahrhunderten gab es immer wieder einzelne Impulse von bedeutsamen Mystikern und Heiligen wie Birgitta von Schweden, Bernhardin von Siena, Petrus Canisius oder auch Franz von Sales. Im 17. und 18. Jahrhundert nahm die Entfaltung der Herz-Maria-Verehrung in Europa dann weiter an Fahrt auf.

Die Herz-Maria-Verehrung steht in engem Zusammenhang mit der Herz-Jesu-Verehrung. So feierte der Oratorianer Johannes Eudes seit 1646 neben dem Herz-Jesu-Fest auch ein Herz-Mariä-Fest. Unter Papst Pius VII. wurde das Fest zu Beginn des 19. Jahrhunderts dann auch offiziell anerkannt.

Für die gesamte Kirche führte das Fest aber erst Papst Pius XII. verbindlich ein (unter dem Einfluss der Marienerscheinungen in Fatima/Portugal im Jahr 1917). Das Fest wurde zunächst am 22. August, dem Oktavtag von Maria Himmelfahrt, gefeiert. Mit der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde aus dem Fest ein nichtgebotener Gedenktag, der auf den Samstag nach dem Herz-Jesu-Fest verlegt wurde.

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