Die EU-Kommission sieht sich auf der Plattform von Elon Musk mit neuen Einschränkungen konfrontiert. Aufgrund eines angeblichen Regelverstoßes darf die Behörde keine Anzeigen mehr auf dem Dienst X, ehemals Twitter, schalten. Laut dem Produktchef Nikita Bier habe die Kommission gegen die Richtlinien verstoßen, um einem Beitrag über eine Strafe von 120 Millionen Euro zusätzliche Sichtbarkeit zu verleihen.
Elon Musk selbst hatte zuvor in einem Beitrag auf X die Abschaffung der Europäischen Union gefordert. Der Konflikt zwischen der EU und Musk eskaliert seit der Übernahme der Plattform durch den Tech-Milliardär im Oktober 2022. Ein zentraler Kritikpunkt der EU war die Änderung des Verifikationssystems durch Musk. Während früher nur nach einer gründlichen Überprüfung Verifikationssymbole vergeben wurden, können nun zahlende Abonnenten diese Symbole ohne Identitätsnachweis erhalten.
Die europäische Behörde verliert durch die Schließung ihres Anzeigen-Accounts die Möglichkeit, ihre Inhalte gegen Bezahlung breiter zu streuen. Nikita Bier warf der Kommission vor, in einem Beitrag einen Link veröffentlicht zu haben, der die Nutzer in die Irre führte. Obwohl der Beitrag ein 40-sekündiges Video zur EU-Entscheidung enthielt, sei dies laut Bier als Versuch gewertet worden, die Reichweite unrechtmäßig zu steigern.
Trotz dieser Vorwürfe blieb Bier Antworten auf konkrete Nachfragen zu den Details des angeblichen Verstoßes schuldig. Er äußerte lediglich, dass die Kommission eine Schwachstelle der Plattform ausgenutzt habe, die mittlerweile behoben sei. Die Auseinandersetzung wirft ein Schlaglicht auf die zunehmenden Spannungen zwischen Technologieunternehmen und Regulierungsbehörden.



