Bundesaußenminister Johann Wadephul hat während seines zweitägigen Besuchs in Peking die Bedeutung fairer Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China hervorgehoben. Nach einer verschobenen Reise im Oktober traf Wadephul nun mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wentao zusammen, um die bilateralen Wirtschaftsverbindungen zu stärken.
Wadephul betonte in den Gesprächen die zentrale Rolle Chinas als Deutschlands wichtigster Handelspartner. Er unterstrich, dass die Bundesregierung trotz bestehender Differenzen in Handelsfragen die Kooperation mit China weiter ausbauen wolle. Ein Hauptanliegen sei der Abbau von Handelsbarrieren sowie die Sicherstellung, dass staatliche Einflüsse nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führten.
Die EU kritisiert China seit langem für die umfangreiche Subventionierung seiner Unternehmen, die zu ungleichen Wettbewerbsbedingungen führen könnten. Wadephul hob die Notwendigkeit fairer Rahmenbedingungen für deutsche und europäische Unternehmen hervor und machte deutlich, dass dies nicht nur im bilateralen Interesse liege, sondern auch für den Zugang zum europäischen Markt entscheidend sei.
Währenddessen verzeichnet die chinesische Wirtschaft nach einem Rückgang der Exporte im Oktober wieder positive Entwicklungen im November, mit einem Anstieg der Ausfuhrquote um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklungen unterstreichen die wechselseitige Abhängigkeit der beiden Volkswirtschaften und die Relevanz offener und fairer Handelsbeziehungen.



