Bistum Basel unter Felix Gmür verbannt erneut Priester – in Aargauer Gemeinde brodelt es

Das Bistum Basel hat den Priester Luis A. Reyes Gomez verbannt.

0
751
Schock im Vatikan.
Schock im Vatikan. Päpstlicher Zeremonienmeister nach Beleidigung von Mitarbeitern der Römischen Kurie entlassen.

Bistum Basel gerät erneut in die Kritik

Ein Priester steht unter Beschuss, das Bistum wird als provokativer Akteur wahrgenommen, und der Präsident der Kirchenpflege erhebt schwerwiegende Vorwürfe wirtschaftskrimineller Handlungen – in Menziken-Reinach AG entfaltet sich ein intensiver Kulturkampf.

Schock im Vatikan.
Schock im Vatikan.

Newseck fasst zusammen

Das Bistum Basel hat dem Priester Luis A. Reyes Gomez jegliche seelsorgerische Tätigkeit unter Berufung auf das geltende Kirchenrecht untersagt, was in Teilen der Öffentlichkeit zu scharfer Kritik geführt hat. Die Entscheidung wird von einigen als Zeichen für Ignoranz und überzogene Machtausübung des Bistums gewertet. Martin Sigg, Kirchenpflegepräsident, widersetzt sich diesem Verbot und beruft sich auf gültige Gesetze, die seiner Auffassung nach vom Bistum Basel missachtet werden. Er wirft dem Bistum und der Landeskirche vor, eine durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen belastete Gemeinde weiter zu destabilisieren, obwohl Priester Reyes dort dringend gebraucht würde. Der Konflikt offenbart grundlegende Spannungen innerhalb der Leitung des Bistums und der Landeskirche, die unter anderem durch laufende Strafanzeigen und Vorwürfe gegen Mitglieder der Kirchenführung verschärft werden. Dabei scheinen nicht nur lokale, sondern auch strukturelle Fragen im Zentrum der Diskussion zu stehen. Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten zwei dezente Meldungen im Pfarrblatt „Lichtblick“ der römisch-katholischen Kirchgemeinde Menziken-Reinach AG. Die Berichte werfen ein Schlaglicht auf ein anhaltendes Drama in der kirchlichen Gemeinschaft des Wynentals, das laut der „Aargauer Zeitung“ schon länger für Unruhe sorgt. Das vom Bistum erlassene offizielle Dekret untersagt Luis A. Reyes Gomez „jegliche pastorale oder betreuerische Tätigkeit“ auf ihrem Gebiet. Kritiker bemängeln die Kompetenzüberschreitung dieser Entscheidung und argumentieren, dass kein Bischof über die Grundrechte eines Priesters bestimmen kann, der nicht in seinem Dienst steht. Diese Maßnahme wird von einigen als Ausdruck von veraltetem Denken im Bistum Basel gewertet, begleitet von Vorwürfen gegen den Bischof selbst, der bereits früher ähnliche Entscheidungen treffen musste und hierbei letztlich erfolglos blieb. Ihm wird Inkompetenz und fehlendes Lernvermögen vorgehalten. Als Hintergrund teilt die Bistumsleitung mit, dass Reyes weiterhin Gottesdienste abhielt, Taufen und Beerdigungen leitete, obwohl seine offizielle Anstellung bereits im Sommer 2024 endete. Demnach hätte er längst nach Lugano zurückkehren sollen. Doch Kritiker behaupten, dass diese Angelegenheiten lediglich in den Zuständigkeitsbereich seines direkten Vorgesetzten fallen, was seit dem Sommer 2024 nicht mehr der Bischof von Basel sei. Die Vorwürfe gegen das Bistum beinhalten zudem den Einsatz manipulativer Medien wie „Lichtblick“ und „Kathch“, um Falschinformationen zu verbreiten und die öffentliche Wahrnehmung zu beeinflussen.

Kirchenpflegepräsident Sigg stellt sich zurecht

Direkt unter der offiziellen Mitteilung im umstrittenen Fakeblatt Lichtblick folgt eine unerwartete Gegenansage – diesmal von höchster Stelle innerhalb der Kirchenleitung. Präsident Martin Sigg, ein entschlossener und standhafter Katholik in innerkirchlichen Konflikten, appelliert in aller Offenheit an den Bischof. Sein Anliegen: Das kirchenrechtlich fragwürdige Verbot gegen den Priester Luis Reyes solle zurückgenommen werden. Siggs Begründung ist deutlich: Die Gemeinde sei dringend auf Padre Reyes angewiesen, um die Schäden zu beheben, die mutmaßlich durch eine Gruppe von Wirtschaftskriminellen verursacht wurden. Dieser Sachverhalt beleuchtet nicht nur einen berechtigten Vorwurf, sondern deckt auch tiefe Risse zwischen der lokalen Kirchenleitung und dem Bistum Basel auf. Letzteres gerät seit geraumer Zeit immer wieder mit Negativschlagzeilen in die öffentliche Kritik, die auf erhebliche Führungsprobleme hindeuten. Auch Sigg selbst steht in der Kritik: Aufgrund seiner couragierten Haltung musste er bereits eine Disziplinarmaßnahme der freimaurerisch geprägten Landeskirche Aargau hinnehmen – ein Gremium, das innerhalb der katholischen Kirche für Zwist sorgt. Zusätzlich sieht er sich wegen einer emotional aufgeladenen Gemeindesitzung einer weiteren Untersuchung durch die Landeskirche ausgesetzt. Dabei liegt der Kern des Anstoßes bei einer ungewohnten Entwicklung: Eine neue und nicht-liberale Mehrheit innerhalb der Kirchenpflege verfolgt gegen den ausdrücklichen Willen des Bistums das Ziel, Priester Reyes dauerhaft einzustellen. Der Konflikt mit dem Bischof von Basel spitzt sich weiter zu. Es heißt, der Bischof habe dem Pfarrer mit einer Entlassung gedroht, sollte er Reyes offiziell als Aushilfspriester anfragen. Sigg zeigt sich dennoch überzeugt: Seit Anfang August habe Luis Reyes mehrfach als Vertretung gedient, was seiner Ansicht nach völlig legitim ist. Ein offizielles Schreiben des Generalvikars soll diese Position demnach untermauern. Das Bistum Basel hingegen scheint seine Haltung geändert zu haben und distanziert sich nun von früheren Erklärungen. Das Tauziehen offenbart nicht nur die Konflikte innerhalb der katholischen Kirche, sondern zeigt auch, wie sehr interne Machtkämpfe das Gemeindeleben belasten können – ein Zustand, der nach klarer Führung verlangt.

Ein Priester Hoffnungsträger?

Reyes, der seit 2014 zunächst in der spanischsprachigen Mission in Aarau engagiert war und später als Kaplan in Menziken-Reinach tätig wurde, hat sich über die Jahre viel Wertschätzung in der Gemeinde erarbeitet. Diese Anerkennung spiegelte sich auch darin wider, dass 550 Menschen eine Petition für seinen Verbleib unterzeichneten. Allerdings verhallten diese Stimmen ungehört – weder die Landeskirche noch das Bistum gaben der Forderung der katholischen Gläubigen nach. Eine solche Haltung scheint nicht neu, denn der Bischof zeigt sich bekanntermaßen unbeeindruckt von demokratischen Entscheidungen. Ein weiteres Beispiel dafür lieferte er in der Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi, wo er die von den Gläubigen gewählte Pfarrperson schlichtweg nicht bestätigte und damit demonstrativ gegen deren Willen entschied. Eine Entwicklung, die für viele als haarsträubend empfunden wird. Nach dem offiziellen Ende seiner Amtszeit im Sommer 2024 ließ sich Reyes jedoch nicht beirren und arbeitete privat weiter – ein Schritt, der über den Zuständigkeitsbereich des Bistums hinausgeht. Statt sich auf schwerwiegende Probleme innerhalb der Kirche, wie etwa Missbrauchsfälle, zu konzentrieren oder gegen fragwürdige Entscheidungen gewisser Verantwortlicher konsequent vorzugehen, scheint sich die Leitung des Bistums lieber auf Sanktionen gegen ihre eigenen Geistlichen einzuschießen. Dabei trifft es ausgerechnet Priester, die mit der gleichen Weihe und Aufgabe gesegnet sind wie der Bischof selbst. Doch das reicht dem Bistum offenbar nicht. Nun wird offen mit weiteren Maßnahmen gegen Reyes gedroht – und dabei entblößt sich dessen Führung aus Sicht vieler nur noch mehr. Die Heilige Schrift selbst ermahnt uns, keine Angst zu haben, denn Angst ist nicht von Gott gegeben. Diese Worte werfen unweigerlich die provokante Frage auf: Handelt das Bistum Basel überhaupt im Geiste Gottes? Währenddessen versucht Jonas Spirig als Sprecher des Bistums die Situation zu rechtfertigen: „Ein Verbot wiegt immer schwer – zum Glück handelt es sich um eine seltene Maßnahme.“ Doch diese Worte erscheinen leer, wenn man die wiederholten Versuche des Bistums betrachtet, seine Priester zum Schweigen zu bringen – ein Feldzug, bei dem es zuletzt häufiger unterlag. Ein Beispiel, das aufhorchen lässt und viele Gläubige verunsichert zurücklässt. vgl. Fall Nussbaumer, Fall P. Adam, Fall Pfarrblatt-Chefin, usw.

Was steckt hinter dem Kirchenstreit?

Die Kirche Menziken-Reinach sieht sich mit schwerwiegenden Missständen konfrontiert. Über Jahre hinweg soll ein Architekt jährlich 10’000 Franken als Bauberaterhonorar erhalten haben, ohne dass das Bauprojekt öffentlich ausgeschrieben wurde. Kritische Stimmen fanden dabei wenig Gehör. Sigg und Pastoralraumpfarrer Piotr Palczynski sollen versucht haben, die Vorgänge zu stoppen – jedoch ohne Erfolg. Laut Siggs Einschätzung wurde stattdessen durch die Abberufung von Reyes ein unbequemer Mitstreiter aus dem Weg geräumt. In der Folge reichte Sigg Strafanzeige gegen vier Personen ein, darunter der Architekt sowie Mitglieder der Kirchenpflege und der Finanzkommission.

Ein Priester der Armen – oder ein Heiliger?

Präsident der Kirchenpflege Sigg steht weiterhin hinter Reyes, den er als treibende Kraft der Kirchgemeinde bezeichnet. Mit seinem Engagement für die Jugend, seinem Charme, seinem tiefen Glauben und seiner Nähe zu den Bedürftigen sei Reyes unersetzlich. Dennoch bleibt unklar, ob ihm diese Unterstützung am Ende nützen wird. Momentan scheint es wichtig, abzuwarten und gleichzeitig auf die Rücktritte der für das Chaos verantwortlichen Bistumsleiter und deren umstrittenen Mitarbeitenden hinzuarbeiten. Das Sammeln von Unterschriften könnte in diesem Prozess helfen, insbesondere wenn vermittelt werden soll, dass Papst Leo XIV kein Sympathisant der Schweizer Freimaurerei ist.