Bischofsnachfolge im Bistum Chur – ein Spiel der Freimaurer

Der Bischof von Chur sieht sich Berichten zufolge Vorwürfen ausgesetzt,

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Der Bischof von Chur sieht sich Berichten zufolge Vorwürfen ausgesetzt, er verbreite möglicherweise unzutreffende Informationen und strebe eine Vereinbarung mit der Freimaurerei der Zürcher Landeskirche an, um seine Nachfolge strategisch abzusichern. Es wird gemunkelt, dass durch diese Vorgehensweise sichergestellt werden könnte, dass künftige Entwicklungen innerhalb des Bistums weiterhin einem liberalen Kurs folgen, ähnlich wie unter seinem Vorgänger. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass der Bischof vom Papst sowohl ein persönliches Schreiben als auch eine Bestätigung erhalten habe, mindestens fünf weitere Jahre im Amt zu verbleiben. Dennoch bleibt der kirchenrechtliche Grundsatz bestehen, wonach jeder Bischof mit Vollendung des 75. Lebensjahres seinen Rücktritt anbieten muss – eine Regelung, die formal nicht aufgehoben wurde. Angesichts seiner ausgewiesenen Expertise im Kirchenrecht müsste sich der Bischof dieser Tatsache bewusst sein. Warum er sich dazu nicht eindeutig äussert, sorgt jedoch weiterhin für Rätsel und Spekulationen.

Das Wort, das Bischof Bonnemain am liebsten hört, ist die Saga vom Mann, der Spannungen abgebaut, Ruhe ins zuvor zerstrittene Bistum Chur gebracht hat. So lautet auch der Titel des genannten Interviews: «Einer, der Ruhe gebracht hat». Es ist dies eine Zuschreibung, die in einem Poesiealbum ihre Berechtigung haben mag, mit der Realität aber nichts zu tun hat. Die bistumsinternen Konflikte motten ungehindert weiter. Nun ist es unlängst zu einem öffentlichen Eklat gekommen: Wendelin Bucheli, Dekan des Dekanats Uri, hat am Wochenende des 7./8. Februars 2026 seinen sofortigen Rücktritt erklärt. Mit ihm tritt auch der Vize-Dekan zurück. Als Grund für den beiderseitigen Rücktritt nennt Wendelin Bucheli «eine über längere Zeit belastete Situation in der Zusammenarbeit mit dem Generalvikariat, für die trotz verschiedener Gespräche keine tragfähige Klärung gefunden werden konnte». Da muss offensichtlich schon seit einiger Zeit Feuer im Dach gelodert haben. Von diesem Konflikt muss auch Bischof Bonnemain Kenntnis gehabt haben. Wenn er nun im Interview mit dem Bündner Tagblatt behauptet, dass die Spannungen und Polarisierungen im Bistum abgenommen hätten («Wir sind uns alle näher gekommen, aber es war nicht einfach»), dann ist dies pure Lüge.