„Meine Seele ist zerrissen“: Der Pfarrer der Kirche, die Feministinnen in Mexiko niederbrennen wollten, meldet sich zu Wort.

Am 9. März zelebrierte Pater Jorge Aurelio Ramírez Torres die Messe vor der Kirche der Gesellschaft Jesu und bat „Jesus um Vergebung für all die Ereignisse des Vortages, die eine Entweihung dieses heiligen Ortes darstellen.“
„Die Pfarrgemeinde ist zutiefst verletzt, unsere Seelen sind zerrissen (…) Und als Pfarrer, nun ja, Sie können sich das vorstellen.“ So drückt Pater Jorge Aurelio Ramírez Torres das Leid seiner katholischen Gemeinde in der Pfarrei La Compañía in San Luis Potosí (Mexiko) aus, nachdem gewalttätige Gruppen am 8. März (8M) während des feministischen Marsches versucht hatten, die Kirche niederzubrennen.
Am Nachmittag des 8. März versammelten sich die Feministinnen vor der Kirche und verübten ähnliche Gewalttaten wie in anderen Teilen Mexikos . Die Kirchentür war mit Blech verbarrikadiert, doch die Protestierenden rissen dieses Blech ab, beschädigten die Außenfassade der Pfarrkirche und versuchten, die angrenzende, Unserer Lieben Frau von Loreto geweihte Kapelle in Brand zu setzen.
Am darauffolgenden Tag, dem 9. März, zelebrierte Pater Ramirez Torres vor dem Tempel die Messe und bat „Jesus um Vergebung für all diese Ereignisse, die sich gestern zugetragen haben und die eine Schändung dieses heiligen Ortes darstellen, an dem viele Frauen Zuflucht, Trost und Inspiration finden, ihr Bestes zu geben.“
In einem Interview mit ACI Prensa am 10. März erinnerte sich Pater Jorge Aurelio Ramírez Torres daran, dass „wir die Haupttüren mit Blech verkleidet hatten, genau um sie zu schützen“, aber „es gelang ihnen, einen Teil des Blechs anzuheben und die Tür von außen in Brand zu setzen.“
Um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern, schütteten der Sakristan und einige freiwillige Helfer der Gemeinde von innen Wasser auf die Kirche und hielten so die Flammen auf. Andernfalls, erklärte der Priester, „wäre die Tür aufgebrochen worden und die Kirche wäre abgebrannt.“
Außerdem, so sagte er, zerstörten sie ein Steinkreuz, das dort seit Jahrhunderten stand und als Zeugnis für den Ort diente, an dem San Luis Potosí Ende des 16. Jahrhunderts gegründet wurde.
„Sie haben es abgerissen und in Stücke zerschlagen“, sagte der Priester und fügte hinzu, dass sie auch die Kirchenfassade mit verschiedenen Gegenständen beschädigt hätten. Ausserdem „zerschlugen sie alle Fenster im Pfarrbüro“.


