Der 8. Mai soll nicht nur der Muttertag sein, sondern eine Erinnerung an das Kriegsende von 1945. Nationalistisches Denken ist nämlich erneut gegenwärtig und hat gerade heute, auch in der Kirche, fatale Folgen. Doch wie auch damals sind es auch heute wieder die vielen unscheinbaren, oft nur geringschätzig wahrgenommenen Ereignisse, die in ihrer Summe den Weg in die Katastrophe unumkehrbar machen könnten. Belanglosigkeiten, deren Tragweite sich erst in der Rückschau als fatal erweisen werden. Die Erlösung heisst Erinnerung. Wer will denn immerwährend an eigene Unterlassungen, an ein begangenes Unrecht, an Knebelvertrag, Kirchenbetrittsverbot, Rayonverbot oder einfach an den Missbrauch von Macht, erinnert werden? Weiterlesen



