Das Tagesevangelium ist ein Ausschnitt aus der Hirtenrede, die uns Johannes im 10. Kapitel seines Evangeliums überliefert. Der Herr bezeichnet sich selbst als den guten Hirt (Joh 10,11). Das Bild ist von einer ungebrochenen Kraft der Suggestion und Faszination. Unser Auge sieht den Hirten mit dem verlorenen Schaf auf den Schultern, wie es uns der hl. Lukas schildert (Lk 15,5) und wie es die frühchristliche Kunst in den Katakomben eindrucksvoll ins Bild gesetzt hat. In unserem Ohr erklingt die Kantate „Ich bin ein guter Hirt“, die Johann Sebastian Bach im Jahr 1725 eigens für den Sonntag „Misericordias Domini“ komponiert hat. BWV 085 // zu Misericordias Domini – hier zum Anhören



