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Priesterbild nicht „verwässern“

Benedikt-Privatsekretär Erzbischof Gänswein sagt zu Pfingsten: „Gott mit Bitten um Berufungen bestürmen“. Um in Mitteleuropa wieder mehr geistliche Berufungen zu wecken, dafür wisse er kein Rezept. Das Jesuswort „Die Ernte ist gross, aber es gibt nur wenig Arbeiter“ zeige: Offensichtlich gab es schon zu Zeiten des Neuen Testaments Not mit den Berufungen. Als „wegweisend und hilfreich“ erachtet der Kurienerzbischof, wie er sagte, den biblischen Nachsatz: „Bittet den Herrn der Ernte, und er wird euch Arbeiter senden.“ Es gelte, Gott mit Bitten um Berufungen zu bestürmen. „Beten, beten und nochmals beten: Das ist die erste und wichtigste Antwort auf den Mangel an geistlichen Berufungen.“ Wie lange die gegenwärtige Durststrecke andauert, sei ungewiss, wie Gänswein meinte. „Aber Christus hat sich nicht einfach aus dem Staub gemacht, auch wenn es manchmal so aussieht.“ Der Erzbischof warnte zugleich davor, das Priesterbild zu „verwässern“. Ein junger Mann auf dem Weg zum Priestertum müsse wissen, worauf er sich einlässt. „Wir müssen den Mut aufbringen, voll und ganz zum Glauben der Kirche und zum Zölibat zu stehen“, betonte Gänswein. Dieser sei „kein lästiges Hindernis, sondern ein Geschenk Christi“.

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