Die Beichte ist für viele Katholiken seit langem tabu. Seit den nachkonziliaren Jahren (ab 1965) ist ein starker Rückgang der Beichten zu verzeichnen. Die lange praktizierte „Mode der Versöhnungsfeiern der Moderne“ existiert kaum noch.
Nachdem die Kirche auf den „Missbrauch der Generalabsolution“ hingewiesen und die Einschränkung der Generalabsolution auf echte Notsituationen wiederholt hat, finden auch fast keine Versöhnungsfeiern mehr statt. Auch mit Beichte nicht.
Aber die Adventszeit ist wohl eine Zeit der Busse (vgl. Matthäus 3,1-3). Was also jetzt tun? Wohin beichten gehen?
Das Bistum Basel sprach von Beichtzentren, als es die Beichte abschaffen wollte. Über viele Jahre und Jahrzehnte wurde jedoch nichts eingerichtet, was an ein Beichtzentrum erinnern könnte. Stattdessen werden Medienzentren subventioniert, die die Beichtpraxis kritisieren.
Die Herrscher dieser Welt mussten Jesus kreuzigen, weil sie ihre eigene Gerechtigkeit, ihre Sünde liebten. Das ist alles.
Und wir? Lieben wir unsere eigene Gerechtigkeit und kreuzigen wir Jesus erneut? Oder beeilen wir uns zur Beichte und erkennen die Gerechtigkeit Christi auf dem Gnadenthron des Beichtstuhls an?



