Der neue Weihbischof von Basel könnte unterschiedlicher nicht sein als der Bischof von Basel. DDR. Felix Gmür nützt merklich zwei Doktortitel, der designierte Weihbischof stellt diesbezüglich keine Konkurrenz dar. Obwohl immer wieder gesagt wird, das dritte Konzil sei angebracht, fehlt es an hochkarätigen Theologen, die in der Lage sind, theologische Fragen der Gegenwart zu beantworten. Wir brauchen keine Lobbysten in den Kirchengremien, wir brauchen ernsthafte Geistliche und Theologen. Religiöse Fragen werden von einem Volksseelsorger anders verstanden als von einem Theologen. Kein Wunder also, dass sich der frisch designierte Bischof alles vorstellen kann, wie er in einem Interview sagte, „sowohl das Priestertum der Frau als auch die Segnung gleichgeschlechtlicher Ehen“. Leider darf es in der Kirche nicht um Mainstream gehen, sondern um Grundüberzeugungen-Glaubenslehre.
Priestertum und Eucharistie dürfen nicht männlich oder weiblich ideologisch verwässert werden, sondern theologisch begründet sein. Ideologie ohne Theologie ist ein sehr gefährlicher Weg der Kirche.
Heute braucht die Kirche Theologen, damit die Bischöfe wieder theologische Pastoralbriefe schreiben können.
Dies gilt bedingt für Botschaften zur Weihnachtszeit oder zu Ostern. Wir müssen lernen, die Kirche und ihre Herausforderungen mit den Augen der Kirchenlehre zu sehen. Denn heute wird diese Kirchenlehre durch eine missverstandene Volkslehre bedroht, die von einigen Körperschaften unterstützt wird. Der heutige Medienareopag ist nicht nur ein Ort des Meinungsaustauschs, sondern auch ein Ort des Kampfes. Also beten wir für starke Hirten.



