Der christliche Unternehmer Wim Annen (74) hat bereits die vierte nicht mehr genutzte Kirche binnen fünf Jahren gekauft. Er will verhindern, dass Kirchengebäude zu Wohnungen oder Geschäften umfunktioniert werden.
Er wolle die Kirchen, die er kaufe, als Ort der Besinnung erhalten und „zu einem offeneren Ort machen“, sagte Annen dem „Nederland Dagblad“; das sei „schöner als eine Snookerhalle oder ein Teppichzentrum“. Der Kirchenbesuch gehe zwar stark zurück, aber: „der Glaube der Menschen ist nicht verschwunden“, so Annen. Glaube und Kirchenbesuch verliefen in Zyklen.
„Bedarf wird zunehmen“
Durch Pandemie und Krieg entdeckten viele Menschen nun, „dass wir es doch nicht alleine schaffen“, zeigt sich der Unternehmer überzeugt. Und: „Ich glaube, der Bedarf an der Kirche wird wieder zunehmen.“ Leider habe die Kirche die Schwelle in den vergangenen Jahren „ziemlich angehoben“, so der 74-Jährige: „Bei all unseren Gesetzen und Vorschriften wurde viel zerstört und Menschen von aussen abgeschreckt.“
Katholische Kirche in Meddo gekauft
Nach der katholischen Kirche in Meddo, in der seit über einem Jahr kein Gottesdienst mehr gefeiert wird, will Annen nach eigenen Worten in diesem Jahr noch drei weitere Kirchen in der Region Achterhoek kaufen. Er besitzt laut den Berichten bereits die Baptistenkirche in Doetinchem sowie zwei Kirchen in Hoogeveen und Zuidwolde. (kna)



