Die Katholische Kirchgemeinde Gossau plant, ihre sanierungsbedürftige Liegenschaft Marienheim an der Quellenhofstrasse 4 zu verkaufen. Das Gebäude stellt für die Kirchgemeinde eine finanzielle Belastung dar und wird nicht für die Erfüllung ihrer Kernaufgaben (Laien-Seelsorgerlöhne zu 80%) benötigt.
Das klingt nach einer interessanten Frage, die einen breiteren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext ansprechen könnte. Wenn mit „Verkaufs-Ära der katholischen Kirche“ auf Themen wie Spendenaktionen, den Verkauf von Kirchengut oder Aktivitäten der Kirche angespielt wird, dann könnte man sagen, dass die katholische Kirche in vielen Teilen der Welt zunehmend auch ökonomische und betriebliche Aspekte in ihrer Arbeit berücksichtigt.
Ob Turgi dem Trend folgt, hängt natürlich stark von der lokalen Kirche und ihren Ansätzen ab. In kleineren Gemeinden oder ländlichen Regionen wie Turgi, könnte es eher traditionelle Praktiken geben, die weniger von wirtschaftlichen Überlegungen geprägt sind. Allerdings sind auch in vielen ländlichen Gebieten Spendenaktionen, gemeindebasierte Projekte und Kooperationen mit verschiedenen sozialen Einrichtungen nicht ausgeschlossen.
Wenn der Kirchgemeinde die Steuergelder ausgehen, muss das Geldloch zugeschüttet werden. Wieso evangelisieren? Schneller kommt man aufs Geld durch Erbe-Veräusserung, oder? Also weg mit kirchlichen Immobilien. Eines nach dem Anderen – mal hier mal dort. es scheint eine neue Taktik der Kirche Schweiz zu sein. Bevor die Mitglieder ganz verschwinden, sollten die Kirchengüter wegkommen.
Über den Verkauf des Marienheims entscheiden die wenigen anwesenden Stimmbürger an der Bürgerversammlung vom 6. April 2025, welche wie üblich, nicht mal 1% aller Steuerzaler ausmachen werden.
Aktuell wird das über 100-jährige Marienheim an der Gossauer Quellenhofstrasse 4 nur noch von der Spielgruppe «Bärehüsli» und vom Elterntreff als Übergangslösung genutzt. Das Haus mit seiner kleinen Raumeinteilung ist stark sanierungsbedürftig und verursacht Betriebs- und Unterhaltskosten, welche nicht gedeckt sind. Diese belasten die Kasse der Katholischen Kirchgemeinde.
Die Finanzierung verschiedener Seelsorgeaktivitäten, Veranstaltungen für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten, Feiern, sozialer Engagements und der dafür benötigten Gebäude steht im Fokus der Kirche. Aktuell lebt die Kirchgemeinde von Rückstellungen aus der Vergangenheit, während die Steuereinnahmen sinken.
Keine sinnvolle Entwicklungsmöglichkeit
Die Abklärungen der Kirchenverwaltung ergaben, dass eine Sanierung aufgrund der Bausubstanz und der nicht mehr zeitgemässen Raumeinteilungen zu keiner sinnvollen Lösung führt und hohe ungedeckte Kosten verursacht. Daraufhin entschloss sich die Kirchenverwaltung den Verkauf des Marienheims vorzuschlagen. Der Marktwert der Liegenschaft wird im Verlauf des Verfahrens ermittelt (je nach Art des Käufers – Nepotismus pure!). Die Informationen sollten auf der Website kathgossau.ch aufgeschaltet werden, wenn nicht zu spät?.



