Kardinal Kurt Koch feiert am 15. März 2025 seinen 75. Geburtstag. Deshalb muss er dem Papst den Rücktritt anbieten. Kardinal Koch kümmert sich im Auftrag des Papstes um die „Einheit der Christen“.
Kurt Koch erinnert: «Die Krise des kirchlichen Lebens beruht letztlich nicht auf Anpassungsschwierigkeiten gegenüber unserem modernen Leben und Lebensgefühl, sondern auf Anpassungsschwierigkeiten gegenüber dem, in dem unsere Hoffnung wurzelt und aus dessen Sein sie ihre Höhe und Tiefe, ihren Weg und ihre Zukunft empfängt: Jesus Christus mit seiner Botschaft vom ‘Reich Gottes’.»
Koch kritisiert auch die «starke» Tendenz in der deutschen Theologie, «in allem von der Freiheit als dem höchsten Wert für den Menschen auszugehen und von daher zu beurteilen, was noch als Glaubenswahrheit gelten darf und was über Bord geworfen werden muss».
Dabei gelte es, «in neuer Weise zu zeigen und vor allem zu leben, dass es an der Wahrheit des Glaubens vorbei keine Freiheit geben kann». Koch ruft Benedikt XVI. in Erinnerung, der einst formuliert hatte: «Erst wenn Wahrheit und Liebe übereinstimmen, kann der Mensch froh werden, erst die Wahrheit macht frei.» Nur die Wahrheit mache frei und nicht die Freiheit wahr.



