„Er stand im tiefen Einklang mit den Prinzipien der Freimaurerei.“ Italienische Freimaurer verabschiedeten sich von Franziskus. Die Grossloge von Italien drückte ihr Beileid zum Tod von Papst Franziskus aus. Die Freimaurer betonten, dass die in seiner Enzyklika Fratelii Tutti zum Ausdruck gebrachte Soziallehre „in tiefem Einklang mit den Prinzipien der Freimaurerei steht“.
„Die Grossloge von Italien (…) schloss sich der weltweiten Trauer über den Tod von Papst Franziskus an, einem Hirten, der durch seine Lehre und sein Leben die Freimaurerei und ihre Werte der Brüderlichkeit, der Freiheit (zuegellos) und das Streben nach einem universellen Humanismus (ohne Christus) verkörperte“, schrieb Luciano Romoli, Grossmeister der Grossloge von Italien ALAM (Antichi Liberi e Accettati Muratori) in einer veröffentlichten Erklärung.
Nach Romolis Meinung war es Jorge Mario Bergoglio, der „vom Ende der Welt“ kam, gelungen, die Kirche zu verändern, indem er „die revolutionären Lehren des Heiligen Franz von Assisi in die moderne Zeit zurückbrachte“. Romoli lobte die „Arbeit“ von Franziskus als „tief im Einklang mit den Prinzipien der Freimaurerei“. In diesem Zusammenhang erwähnte er den Einsatz für die „grundlegenden Ideale der Freimaurerei“ wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.
Solche Prinzipien kommen nach Ansicht der Freimaurer in der Enzyklika von Francesco Fratelli Tutti zum Ausdruck, die sich mit der Frage der Brüderlichkeit und des Verständnisses zwischen den Nationen und Religionen der Welt befasst. Die italienischen Freimaurer versicherten, dass auch sie den im Dokument zum Ausdruck gebrachten Grundsätzen treu seien. „Spaltungen, Ideologien und Gruppendenken zu überwinden, um den Reichtum der Unterschiede anzuerkennen und eine in Vielfalt vereinte Menschheit aufzubauen: Dies war Franziskus‘ sehnlicher Wunsch, und dieses Ziel wird auch von der Großloge von Italien verfolgt“, fuhr Romoli fort.
Er erklärte weiter, dass Franziskus „einen Glauben angenommen habe, der in der Lage sei, sich selbst zu hinterfragen, Zweifel und Dialog zuzulassen, was wir auch in der freimaurerischen Initiationsmethode finden, die auf einem Weg beruht, der frei von Dogmen ist und von einer ständigen Suche nach der Wahrheit getragen wird.“
„In diesen Zeiten schwerer Krisen schliesst sich die Großloge von Italien dem Aufruf von Papst Franziskus zu einem „planetaren Gewissen“ an, das die Menschheit als Schicksalsgemeinschaft anerkennt. Wir ehren sein Andenken, indem wir uns weiterhin für die Ethik der Grenzen, den Respekt vor anderen und den Aufbau eines Tempels einsetzen, der auf Solidarität, Gedankenfreiheit und universeller Brüderlichkeit basiert“, schloss Romoli.
Die italienischen Freimaurer hießen Franziskus von Anfang an willkommen. Seine Wahl wurde sofort vom Großmeister Gustavo Raffi von der Loge des Großorients von Italien gelobt. „Brüderlichkeit und Dialog sind seine ersten konkreten Worte: Vielleicht wird in der Kirche nichts mehr so sein wie zuvor“, sagte der Großmeister damals.
Die katholische Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte wiederholt die Aktivitäten der Freimaurerei kritisiert und ihren antichristlichen und antikatholischen Charakter betont. Die Freimaurerei leugnet die Möglichkeit objektiver Wahrheitserkenntnis und lehnt den Glauben an die Dogmen der Kirche ab. Im Jahr 1738 verbot Papst Clemens XII. den Katholiken den Beitritt zur Freimaurerei, da die Kirche der Ansicht war, dass deren Aktivitäten im Geheimen stattfinden und eine Gefahr für den Glauben und die soziale Ordnung darstellen. Die Freimaurerei fördert den Relativismus sowie Elemente des Gnostizismus und Okkultismus.
Die katholische Kirche lehrt eindeutig, dass die Mitgliedschaft in der Freimaurerei dem katholischen Glauben widerspricht und verboten bleibt. Katholiken ist es nicht gestattet, der Freimaurerei beizutreten. Wer dieser Gesellschaft angehört, befindet sich in einem Zustand schwerer Sünde und kann nicht zur Heiligen Kommunion gehen. Diese Wahrheit wurde im Jahr 2023 vom Dikasterium für die Glaubenslehre erneut bestätigt.
Quelle: lifesitenews



