Die Abspaltung grosser Teile der Christenheit von der Einheit der katholischen Kirche, hat ihren Grund in dem dogmatischen Vorurteil Luthers, dass die katholische Lehre die hl. Messe als zusätzliches Opfer zum Kreuzesopfer Christi verstehen würde. Das eucharistische Opfer der Kirche ist aber nichts anderes als die Einbeziehung der Gläubigen in die Hingabe Christi an den Vater und die Anteilhabe an der Liebe der drei göttlichen Personen. Vom Dienst der Priester (in den beiden Stufen Bischof und Presbyter) sagte aber schon lange vor Luther der hl. Thomas von Aquin ganz klar: „Die Priester des Neuen Bundes können Mittler genannt werden zwischen Gott und den Menschen, insofern sie Diener des wahren Mittlers sind, an dessen Statt sie die heilbringenden Sakramente den Menschen darbieten… Sie üben den Dienst des Mittlers also nicht principaliter et perfective aus, sondern nur ministerialiter et dispositive,“ (S.th. III q. 26 a.1 ). Weiterlesen



