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Gott sei Dank

Die Katholische Landeskirche Aargau um ihren Präsidenten Luc Humbel hat das Projekt „Kirchensteuer sei Dank“ lanciert. Mit dem Projekt soll aufgezeigt werden, wofür im Kanton Aargau Kirchensteuergelder verwendet werden. Humbel erhofft sich damit, Menschen zu überzeugen, weiterhin in der Kirche zu bleiben. Seit zehn Jahren treten sehr viele Menschen aus der Kirche im Aargau und den anderen Bistumskantonen aus. Ganz offensichtlich ist der Gedanke leitend, das Bild eines Kulturkatholizismus zu vermitteln, welcher die Menschen motivieren soll, Kirchensteuern zu zahlen, auch wenn sie die Glaubenslehre der Kirche nicht teilen und am Pfarreileben nicht partizipieren. Im Bistum Basel ist der Prozentsatz derjenigen Menschen, die religiöse Angebote nutzen, im Vergleich zu anderen Bistümern extrem niedrig.Die fehlende Partizipation der Gläubigen und die Tatsache, dass es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen ist, jüngere Menschen für die Kirche zu begeistern, wird in den kommenden Jahren unweigerlich zu noch mehr Austritten führen. Das Projekt „Kirchensteuer sei Dank“ ist daher ein hilfloser Versuch, eine Entwicklung zu stoppen, die im Bistum Basel selbstverschuldet ist. Die Tatsache, dass in vielen Pfarreien kein sakramentales Leben stattfindet und der Glaube an Jesus Christus eine untergeordnete Rolle spielt, führt seit Jahrzehnten zum Niedergang der Kirche im Bistum Basel.
Neben rein weltlichen Überlegungen, die nahelegen, dass dieses neu lancierte Projekt zum Scheitern verurteilt ist, sind es aber vor allem auch theologische Gründe, die es einem Christen verunmöglichen, solche Kampagnen zu unterstützen. Die Christen, aber auch die Juden und Moslems, danken seit Jahrhunderten Gott für das Gute, welches in ihrem Leben geschieht. Dieser Dank ist das Verbindende aller Religionen. Wo diese Dankbarkeit besteht, gedeiht der Glaube. Im Katholizismus wird dies vor allem in der Eucharistie deutlich, die ja auf Griechisch Danksagung bedeutet. Wo der Name Gottes durch „Kirchensteuer“ ersetzt wird, verletzt ein Christ das zweite Gebot, da er den Namen Gottes mit dem Wert des Geldes gleichstellt. Welchen Segen erwartet eine Landeskirche durch solche Aktionen? Es ist nicht verwunderlich, dass die untergeordnete Rolle, welche die Eucharistie in der Landeskirche Aargau spielt, einhergeht mit solchen undurchdachten Kampagnen. In keinem Kanton der Schweiz wird die Eucharistie seltener gefeiert. (s.a. Graphik)
Lassen Sie uns an diesem Sonntag, dem Eidgenössischen Dank-,Buss- und Bettag, wieder dem Herrn danken. Dort, wo Gott gedankt wird, entsteht Segen. Dort wird Gottes Kirche auch wieder aufblühen. Gott sei Dank!

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