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Nun geht es los – lukratives Geschäft am Verkauf der Kirchgengüter

Verschuldete Solothurner Kirchgemeinde verkauft Pfarreizentrum und Pfarrhaus
Die Kirchgemeinde Selzach im Kanton Solothurn ist hoch verschuldet. Dazu geführt hat die Renovation der denkmalgeschützten Pfarrkirche. Nun hat die Kirchgemeinde ihr Pfarreizentrum und das Pfarrhaus verkauft – an die Einwohnergemeinde. Naives und unveratwortliches Handeln, denn wer nichts hat, hat keine Bedeutung.

Die römisch-katholische Kirchgemeinde Selzach ist mit 755 Franken pro Person die am höchsten verschuldete Kirchgemeinde im Kanton Solothurn. Monika Hubler bestätigt auf Anfrage eine entsprechende Information der «Solothurner Zeitung». Hubler ist Präsidentin des Kirchgemeinderates in Selzach. Der Kirchgemeinde gehören rund 1000 Personen an.
Die neu gestaltete römisch-katholische Kirche von Selzach (SO).
Die Gesamtschulden der Kirchgemeinde belaufen sich auf 1,3 Millionen Franken. Ursache der Verschuldung ist laut Hubler die Sanierung und Neugestaltung der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Das Gotteshaus, dessen Turm und Chorraum im Mittelalter gebaut wurden, steht unter Denkmalschutz. Die Restaurationsarbeiten fanden zwischen 2018 und 2021 statt. «Weil die Eigenmittel dafür nicht ausreichten, war die Kirchgemeinde – nebst Spenden – auch auf ein Darlehen der Einwohnergemeinde angewiesen», teilt Monika Hubler kath.ch mit.
Im vergangenen Jahr habe man erkannt, dass die Kirchgemeinde das Darlehen nicht würde zurückzahlen können. «Gleichzeitig hätte sie auch notwendige Investitionen fürs Pfarreizentrum tragen müssen. Eine drastische Steuererhöhung wäre unumgänglich gewesen. Dieses Szenario wollte ich auf jeden Fall verhindern.
Die Kirchgemeinde suchte deshalb in enger Zusammenarbeit mit der Einwohnergemeinde von Selzach nach einer anderen Lösung. So verkauft die Kirchgemeinde das Pfarreizentrum und das Pfarrhaus an die Einwohnergemeinde.
Das Pfarreizentrum der Kirchgemeinde Selzach wird an die Einwohnergemeinde verkauft.
Das Geschäft ist beschlossene Sache
Das Geschäft ist bereits unter Dach und Fach: Die Kirchgemeindeversammlung hat dem Verkauf der beiden Liegenschaften bereits am 4. Dezember zugestimmt. Anfang dieser Woche folgte die Einwohnergemeinde, wie Monika Hubler mitteilt. Der Verkauf sei «mit überragender Mehrheit» angenommen geworden. «Ich bin sehr erleichtert darüber und dankbar, dass diese Lösung ermöglicht werden konnte.»

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