Chinas Exportwirtschaft hat einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt, nachdem die Exporte nach einem Rückgang wieder deutlich gestiegen sind. Die jüngsten Zahlen der Zollbehörde in Peking zeigen, dass die Exporte im November um 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen haben, während die Importe um 1,9 Prozent stiegen.
Der resultierende Handelsüberschuss betrug fast 111,7 Milliarden US-Dollar, was eine beeindruckende jährliche Projektion von über einer Billion US-Dollar für die exportorientierte Wirtschaft des Landes ergibt. Diese Entwicklung zeigt, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China, trotz einiger Fortschritte in den Verhandlungen, das Wachstum im November kaum beeinflusst hat.
Im Gegensatz zu den allgemeinen Exportzahlen ist der Handel mit den Vereinigten Staaten jedoch weiterhin rückläufig. Die Exporte nach Amerika sanken um fast 29 Prozent, während die Importe um etwa 19 Prozent zurückgingen. Diese Disparität verdeutlicht die Herausforderungen, die durch den anhaltenden Zoll- und Rohstoffstreit zwischen den beiden Wirtschaftsmächten entstehen.
Parallel zu diesen Entwicklungen traf Bundesaußenminister Johann Wadephul in Peking ein, um mit Handelsminister Wang Wentao zu diskutieren. Ein zentrales Thema war Chinas Exportkontrolle über seltene Erden, die für die deutsche Industrie von entscheidender Bedeutung sind. Die deutsche Auslandshandelskammer in China erwartet, dass die Interessen der deutschen Wirtschaft in diesen Gesprächen berücksichtigt werden.



