Das komplexe regionale Schmerzsyndrom (CRPS), früher als Morbus Sudeck bekannt, ist eine ernsthafte neurologische Erkrankung, die häufig nach Operationen oder Verletzungen auftritt. Charakteristisch sind starke Schmerzen, die insbesondere Hände und Füße betreffen. Das Syndrom ist nach dem deutschen Arzt Paul Sudeck benannt, der die Krankheit 1900 erstmals beschrieb.
CRPS entwickelt sich typischerweise einige Tage bis Wochen nach einem auslösenden Ereignis, wie einer Verletzung, und äußert sich durch intensive Nervenschmerzen sowie Bewegungs- und Sensibilitätsstörungen. Betroffene Regionen, darunter Hände, Arme oder Beine, können anschwellen und die Haut verfärbt sich. Die Schmerzen sind so stark, dass jede Belastung oder Bewegung nahezu unmöglich wird. Eine wichtige diagnostische Voraussetzung ist, dass die Symptome nicht mehr durch das ursprüngliche Trauma erklärt werden können.
Die Diagnose von CRPS erfolgt anhand der Budapest-Kriterien, die eine Kombination aus Patientengesprächen und körperlichen Untersuchungen umfassen. Ziel ist es, andere Erkrankungen auszuschließen, bevor die Diagnose feststeht. Typische Anzeichen sind eine ungewöhnlich hohe Empfindlichkeit, zum Beispiel gegenüber einem leichten Pinselstrich, was auf eine signifikante Sensibilitätsstörung hinweist.
Eine rasche Diagnose ist entscheidend, um schnell mit der Therapie beginnen zu können. Die Behandlung umfasst oft Medikamente gegen Entzündungen und Schmerzen, um die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Eine frühzeitige Intervention kann entscheidend sein, um den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.



