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Schweizer Bischofskonferenz will eigens richten ohne Vatikan

Schweizer Bischofskonferenz richtet Strafgericht ein. Somit werden die Rechte der Katholiken beschnitten, welche ihnen vom Kircherecht her zugesichert sind. In der Tat werden vor allem die Bischöfe geschützt und nicht die Opfer des kirchlichen Missbrauchs.

Die Taktik will bereits schon am Tatort versuchen, jegliche Missbräuche in der Schweizer Kirche unter den Teppich schon zuhause zu wischen, ohne darüber Vatikan informieren zu müssen. Damit will das Kirchenrecht umgegangen werden. So können Bischöfe untastbar bleiben, auch wenn sie falsch oder strafbar gehandelt hätten, wie letzlich der Bischof von Basel. Vorrang hätten weiterhin die zivilen schweizerischen Strafgesetze, ein Trost, das an die Rechtmässigkeit der Kirche Schweiz zweifeln lässt. Kirchliche Mitarbeitende protestieren gegen Umgang mit Missbrauch und fordern Schein-Reformen ein. Schweizer Bischofskonferenz (SBK) will mit Blick auf Missbrauchsfälle im eigenen Bereich ein Straf- und Disziplinargericht für die römisch-katholische Kirche in der Schweiz einrichten. Dies teilte die SBK Samstag früh mit. Den Anstoss dazu habe eine unlängst veröffentlichte Studie der Universität Zürich (UZH) über Missbrauch gegeben.
Vorrang hätten weiterhin die zivilen schweizerischen Strafgesetze und die Strafverfolgungsbehörden würden bei allen Fällen von Missbrauch oder anderen Straftaten, die im kirchlichen Umfeld begangen werden oder begangen worden seien, zwingend eingeschaltet, hielt die SBK fest. Das kirchliche Gericht soll sich jedoch zusätzlich dazu mit Sanktionen befassen, die verhängt werden müssen, wenn ein Verstoss gegen ein Kirchengesetz vorliege. Die Täter aber bleiben untastbar, hiess es weiter, denn selbst die psychologischen Eignungs-Tests werden nicht die angestellten Seelsorgende betreffen, sondern bloss nur Seelsorge-Kandidaten, welche in der Schweizer Kirche kaum mehr gibt. Ein Schutz also der in der Schweizer Kirche angestellten Missbrauchs-Täter.

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