Durch den technologischen Fortschritt verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr. In unserem modernen Arbeitsleben stellt sich die Frage: Können wir Arbeit und Privatleben noch effektiv trennen, oder müssen wir lernen, neue Grenzen zu ziehen? So geht es aber nicht in jedem Berufsleben.
Die zunehmende Vermischung von Berufs- und Privatleben wirft die Frage auf: Wie wichtig ist es im kirchlichen Bereich, klare Grenzen zwischen diesen beiden Bereichen zu ziehen? Es scheint in den Berufen, wo eine moralische Autorität von Bedeutung zu sein scheint, diese Trennung unmöglich ist. Man kann nicht das Eine leben und das Andere predigen. Ein Balanceakt zwischen Beruf und Privatleben im kirchlichen Bereich endet mit dem Verlust der Glaubwürdigkeit und macht die Moraltheologie zur Farce.
Gerade in Zeiten von ständiger Erreichbarkeit durch digitale Tools und Kommunikationskanäle ist es umso wichtiger, klare Grenzen zu setzen. Arbeitnehmer, die bewusste Pausen vom Job einlegen und sich in ihrer Freizeit erholen, berichten von höherer Zufriedenheit und weniger Stress. Dies gilt aber nicht im kirchlichen Bereich, denn dies verlangt von dem Amtsinhaber ganze Hingabe d.h. gantes Leben. Wer die Hand an den Pflug legt, wie Hedus den Jüngern ans Herz legt, und zurück schaut, ist mich nicht würdig.





