Bezugnahme auf Gott in der Verfassung

Bezugnahme auf Gott in der Verfassung

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Christentum
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Eine gute Entscheidung im Saarland!

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Beispielfoto: pixabay.com

Im Zeitalter der Säkularisierung sind solche Entscheidungen zu begrüssen. Ein deutsches Bundesland hat beschlossen, eine Präambel in seine Verfassung aufzunehmen. Diese wird einen klaren Bezug zu Gott enthalten.

Dies ist das Saarland, bekannt für seine hochentwickelte Industrie. Seine Hauptstadt ist Saarbrücken, direkt an der französischen Grenze gelegen. Bislang war das Saarland das einzige Bundesland in Deutschland ohne Präambel in seiner Verfassung. Das wird sich nun ändern. Wichtig ist, dass die Präambel einen klaren Bezug zu Gott enthält.

„Im Bewusstsein seiner Verantwortung gegenüber Gott und der Menschheit hat sich das Saarland auf der Grundlage seines religiösen und humanistischen Erbes durch seinen frei gewählten Landtag diese Verfassung gegeben…“ – so lautet der Wortlaut der Präambel. 

Der Inhalt wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen. 46 Mitglieder des Landtags stimmten dafür, nur drei dagegen. Der Appell an Gott fand Unterstützung bei Politikern sowohl der CDU als auch der SPD. 

Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Stephan Toscani, betonte den Zusammenhang zwischen dem Glauben an Gott und dem humanistischen Erbe, das die Inklusion aller, Gläubiger wie Nichtgläubiger, ermöglichen würde. Er fügte hinzu, es sei notwendig, das Handeln des Staates moralisch zu begründen. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Ulrich Commerçon, wies seinerseits auf den engen Zusammenhang zwischen Menschenrechten und der Existenz Gottes hin.

Anders als im säkularen Frankreich beruft sich in Deutschland eine relativ große Gruppe von Politikern der großen Parteien auf Religion und den Glauben an Gott. Selbst die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel tat dies. Die Überzeugung, dass der Glaube an die Existenz Gottes eine ethische Rechtfertigung für menschliches Handeln liefert, ist in Deutschland weit verbreitet. Ohne Gott wäre dies wahrlich riskant.