Versicherungsnehmer sehen sich im kommenden Jahr mit steigenden Prämien konfrontiert, die nicht nur die Krankenkassen betreffen, sondern auch die Autoversicherungen. Diese Entwicklung deutete sich bereits im Herbst an, doch das genaue Ausmaß war unklar. Mit den neuen Versicherungsunterlagen wird nun deutlich, dass viele Versicherte tiefer in die Tasche greifen müssen.
Ein Beispiel dafür ist Othmar*, dessen Prämien bei der Generali für Haftpflicht- und Teilkaskoversicherung seines Cadillac XT4 von 851,40 auf 1020,50 Franken steigen sollen – ein Anstieg von rund 20 Prozent. Othmar, der seit 2016 keine Schäden gemeldet hat und seit über 30 Jahren treuer Kunde der Generali ist, zeigt sich erstaunt und verärgert über die Erhöhung. Er sieht keinen nachvollziehbaren Grund für den Preisanstieg und kritisiert, dass Versicherungen sich auf Kosten der Kunden bereichern.
Die Generali verweist bei Anfragen auf den individuellen Kundenberater, betont jedoch, dass das Solidaritätsprinzip gelte und alle Schäden gemeinsam getragen werden. Obwohl genaue Zahlen zu den Schadensausgaben fehlen, nennt Generali die hohen Kosten für Reparaturen und Ersatzteile als Hauptgrund für die Prämienanpassungen.
Harry Büsser, Finanzexperte vom Vergleichsdienst Comparis, erklärt, dass neben dem persönlichen Schadensverlauf auch andere Faktoren wie Fahrzeugtyp, Wert und Alter des Fahrzeugs sowie die allgemeine Schadenshäufigkeit bei bestimmten Automodellen entscheidend für die Prämienberechnung sind. Dies könnte erklären, warum selbst unfallfreie Fahrer wie Othmar von den Erhöhungen betroffen sind.



