Ruanda wurde zum Schauplatz eines bedeutenden spirituellen Ereignisses, als sich 45.000 Gläubige im Amahoro-Stadion in Kigali versammelten, um 125 Jahre Christianisierung zu feiern. Diese Feier war nicht nur ein Rückblick auf die Vergangenheit, sondern auch ein Symbol für nationale Einheit und Versöhnung, angeführt von Kardinal Antoine Kambanda.
Kardinal Kambanda, als Hauptzelebrant des Gottesdienstes, hob die historische Bedeutung der ersten Missionare hervor und betonte die fortwährende spirituelle Reise der Versöhnung. Er erinnerte daran, wie das Evangelium im Jahr 1900 den Weg für eine tiefgreifende Veränderung der Herzen öffnete – eine Transformation, die bis heute durch lokale Versöhnungsprogramme und pastorale Initiativen lebendig bleibt. Die kraftvolle Glaubenskultur der Gemeinden spiegelte sich in der liturgischen und gemeinschaftlichen Gestaltung des Jubiläums wider.
Der Premierminister Ruandas, Justin Nsengiyumva, unterstrich die Rolle der Kirchen als entscheidende Partner beim Wiederaufbau des Landes nach dem Genozid von 1994. Er hob hervor, dass Einheit, Heilung und soziale Stabilität durch Opferbereitschaft, Mut und Liebe erreicht wurden. Die gemeinsame Verantwortung von Staat und Religionsgemeinschaften für Bildung und das Wohlergehen der Bevölkerung wurde als Schlüssel zum Aufbau einer besseren Zukunft betont.
Die österreichischen Gäste, darunter der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler und missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner, zeigten sich tief beeindruckt von der Feier. Bischof Glettler teilte seine Eindrücke auf Instagram und beschrieb die bewegende Kraft der Begegnung und des Gebets. Diese Feierlichkeiten in Ruanda sind mehr als nur ein Jubiläum; sie sind eine Einladung zu einer Pilgerreise des Glaubens und der Hoffnung, die Grenzen überwindet und Herzen verbindet.

