Die Honigproduktion in der Schweiz hat im vergangenen Jahr neue Höhen erreicht. Eine Umfrage des Dachverbands der Schweizer Imker, Apisuisse, zeigt, dass pro Bienenvolk durchschnittlich 23,6 Kilogramm Honig gesammelt wurden – das ist ein Anstieg um 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Diese beeindruckende Zunahme ist auf günstige Wetterbedingungen zurückzuführen, die den Bienen ideale Voraussetzungen für die Nektarsuche boten. Der Frühling startete ungewöhnlich mild und sonnig, was zu einer verfrühten Obstblüte führte. Auch die Sommermonate trugen mit Hitze und Trockenheit zur reichen Honigernte bei. Trotz des regnerischen Julis war das Jahr im Großen und Ganzen für die Bienen positiv.
Regionale Unterschiede sind deutlich erkennbar, wobei die Bienen im Jura mit über 38 Kilogramm Honig pro Volk die fleißigsten waren. Diese Zahlen basieren auf Daten von über 800 Imkern und mehr als 9800 Bienenvölkern. Obwohl viele Imker die Bienenhaltung als Hobby betreiben, wird die nationale Honigproduktion grob auf über 4200 Tonnen geschätzt.
Trotz dieser erfreulichen Ernte mahnt Martin Schwegler, Zentralpräsident von BienenSchweiz, zur Vorsicht. Die hohe Honigproduktion sei kein Indikator für die Gesundheit der Bienenbestände, die weiterhin von verschiedenen Bedrohungen wie Pestiziden und Krankheiten beeinträchtigt werden. Die Imkergemeinschaft bleibt daher wachsam und setzt sich für den Schutz und die Förderung der Bienengesundheit ein.



