Samstag, Oktober 24, 2026
9.1 C
Zürich
Start Blog Seite 116

Momente der Konfrontation

0

Die Predigt von Papst Franziskus bei der feierlichen Messe mit den neuen Kardinälen zum Abschluss des Konsistoriums am 30.August ín der Petersbasilika…

Die Lesungen dieser Feier – die dem Formular „für die Kirche“ entnommen sind – bringen ein doppeltes Staunen zum Ausdruck: das Staunen des Paulus angesichts des Heilsplans Gottes (vgl. Eph 1,3-14) und das Staunen der Jünger, zu denen auch Matthäus gehört, bei der Begegnung mit dem auferstandenen Jesus, der sie aussendet (vgl. Mt 28,16-20). Tauchen wir ein in diese beiden Szenarien, in denen der Wind des Heiligen Geistes kraftvoll weht, damit wir aus dieser Feier und aus dieser Kardinalsversammlung gestärkt hervorgehen, um „allen Völkern die Wunder des Herrn zu verkünden“ (vgl. Antwortpsalm).
Der Hymnus, mit dem der Epheserbrief beginnt, entspringt der Betrachtung des Heilsplans Gottes in der Geschichte. So wie wir beim Anblick des uns umgebenden Universums fasziniert sind, so ergreift uns auch ein Staunen, wenn wir die Heilsgeschichte betrachten. Und wie sich im Kosmos gemäß der nicht greifbaren Schwerkraft alles bewegt oder stillsteht, so hat nach Gottes Plan mit der Zeit alles seinen Ursprung, seinen Bestand, seine Bestimmung und sein Ziel in Christus.
Im paulinischen Hymnus ist dieser Ausdruck – »in Christus« oder »in ihm« – das Scharnier, das alle Phasen der Heilsgeschichte miteinander verbindet: In Christus sind wir vor der Schöpfung gesegnet worden; in ihm sind wir berufen worden; in ihm sind wir erlöst worden; in ihm sind alle Geschöpfe wieder vereint, und wir alle, die Nahen und die Fernen, die Ersten und die Letzten, sind dank des Wirkens des Heiligen Geistes zum Lob der Herrlichkeit Gottes bestimmt.
Angesichts dieses Plans ziemt es sich für uns – wie die Liturgie sagt – »Gott zu loben« (Resp. Laudes Montag, 4. Woche): Lobpreis, Anbetung, Dankbarkeit in Anerkennung des Wirkens Gottes. Ein Lob, das vom Staunen lebt und nicht Gefahr läuft, gewohnheitsmäßig zu werden, solange es sich aus dem Staunen speist, solange es von dieser Grundhaltung des Herzens und des Geistes genährt wird: dem Staunen. (…)
Das also ist das Klima, das wir spüren, wenn wir uns in den paulinischen Hymnus vertiefen.
Wenn wir uns dann in das kurze, aber dichte Evangelium hineinversetzen, wenn wir zusammen mit den Jüngern dem Ruf des Herrn folgen und nach Galiläa gehen, auf den von ihm genannten Berg, erleben wir ein neues Staunen. Diesmal ist es nicht der Heilsplan selbst, der uns fasziniert, sondern die noch überraschendere Tatsache, dass Gott uns in diesen seinen Plan miteinbezieht: das aber geschieht bei der Sendung der Apostel mit dem Auferstandenen. Man kann sich kaum vorstellen, in welcher Verfassung die »elf Jünger« die Worte des Herrn hörten: »Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe« (Mt 28,19-20); und dann die abschließende Verheißung, die Hoffnung und Trost spendet: »Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (V. 20). Diese Worte des Auferstandenen haben auch zweitausend Jahre später noch die Kraft, unsere Herzen zu bewegen. Die unergründliche göttliche Entscheidung, die Welt ausgehend von dieser armseligen Gruppe von Jüngern zu evangelisieren, die – wie der Evangelist anmerkt – noch voller Zweifel waren (vgl. V. 17), lässt uns immer wieder staunen. Aber genau betrachtet ist das Staunen, das sich einstellt, wenn wir auf uns schauen, die wir heute hier versammelt sind und denen der Herr dieselben Worte gesagt und dieselbe Sendung übertragen hat, nicht anders!
Brüder, dieses Staunen ist ein Weg des Heils! Möge Gott es in uns lebendig halten, denn es befreit uns von der Versuchung, dass wir uns „allem gewachsen“ fühlen, dass wir uns in einer falschen Sicherheit wiegen, nämlich dass heute in Wirklichkeit alles anders sei, nicht mehr so, wie am Anfang; dass die Kirche heute groß ist und solide dasteht und dass wir in den höchsten Rängen ihrer Hierarchie stehen… Ja, da ist etwas Wahres dran, aber es gibt auch viel Täuschung, mit der der große Lügner versucht, die Jünger Christi zu verweltlichen und sie unschädlich zu machen. (…)
Wahrhaftig, das Wort Gottes erweckt heute in uns ein Staunen darüber, dass wir in der Kirche sind, dass wir Kirche sind! Und das ist es, was die Gemeinschaft der Gläubigen anziehend macht, zunächst für sie selbst und dann für alle: das doppelte Geheimnis, in Christus gesegnet zu sein und mit Christus in die Welt zu gehen. Dieses Erstaunen wird mit den Jahren nicht kleiner, es wird nicht weniger, wenn unsere Verantwortung in der Kirche wächst. Gott sei Dank ist das nicht der Fall. Es wird stärker, es wird tiefer. Ich bin mir sicher, dass dies auch für euch gilt, liebe Brüder, die ihr nun dem Kardinalskollegium angehört.
Und es macht uns Freude, dass dieses Gefühl der Dankbarkeit uns alle verbindet, alle, die wir getauft sind. Wir müssen dem heiligen Papst Paul VI. sehr dankbar sein, der es verstand, uns diese Liebe zur Kirche zu vermitteln, eine Liebe, die in erster Linie Dankbarkeit ist, dankbares Staunen über ihr Geheimnis und über das Geschenk, in sie aufgenommen zu sein, nicht nur, an ihr beteiligt zu sein, an ihr teilzuhaben, sondern darüber hinaus für sie mitverantwortlich zu sein. Im Prolog der Enzyklika Ecclesiam suam – der programmatischen Enzyklika, die während des Konzils entstand – ist der erste Gedanke, der den Papst bewegte – ich zitiere – »dass dies die Stunde ist, in der die Kirche sich ihrer selbst tiefer bewusst werden muss, […] ihres eigenen Ursprungs, ihrer eigenen Sendung«; und er bezieht sich dabei auf eben diesen Brief an die Epheser, auf den geheimen Ratschluss, der von Ewigkeit her in Gott verborgen war, damit er durch die Kirche kundgetan werde (vgl. Eph 3,9-10).
Das, liebe Brüder und Schwestern, ist ein Diener der Kirche: einer, der über den göttlichen Heilsplan zu staunen weiß und der in diesem Geist die Kirche leidenschaftlich liebt und bereit ist, ihrer Sendung zu dienen, wo und wie der Heilige Geist es will. So war der heilige Apostel Paulus – wir sehen das in seinen Briefen: Der apostolische Eifer und die Sorge um die Gemeinschaften gehen bei ihm immer mit einem Lobpreis voll dankbarer Bewunderung einher, ja, dieser Lobpreis geht allem voraus: „Gepriesen sei Gott …“.
So soll es für jeden von euch sein, liebe Brüder Kardinäle! Möge die Fürsprache der Jungfrau Maria, der Mutter der Kirche, uns diese Gnade erwirken. (…)

Der Gebetsanlass | Sonntag, 4. September 2022 um 15h | Kath. Kirche Gebenstorf

0

Wir laden Sie alle zu einem weiteren Gebetstreffen (Rosenkranz und Eucharistische Anbetung) ein. Nicht Geld, sondern das Gebet macht alles möglich. Mit dem Gebet wollen wir vor allem uns selbst ändern – nicht die Anderen. Das Gebet und der Glaube geben jedem von uns die Kraft, durch die eigene Veränderung die Gesellschaft zu verändern.

Neues Pilger-Portal vorgestellt

0

„Selig, die Menschen, die Pilgerwege im Herzen haben“ (Psalm 84,6). In Walberberg wurde am 24. August das neue Pilgerportal rheinland-pilgern.de vorgestellt….

Ein Rechtssieg!

0

Ein Rechtssieg für Woelki: Landgericht Köln hat BILD-Redakteur Nikolaus Harbusch persönlich und der Verlegerin der BILD, der Axel Springer SE, mit einer weiteren einstweiligen Verfügung falsche Behauptungen zu Lasten des Erzbischofs untersagt.
Kardinal Rainer Maria Woelki hat eine rechtswidrige Meldung im BILD-Bericht vom 05.07.2022 verbieten lassen. Das Landgericht Köln hat BILD-Redakteur Nikolaus Harbusch persönlich und der Verlegerin der BILD, der Axel Springer SE, mit einer weiteren einstweiligen Verfügung falsche Behauptungen zu Lasten des Erzbischofs untersagt (einstweilige Verfügung vom 25.08.2022, Az. 28 O 227/22, noch nicht rechtskräftig). In der Auseinandersetzung mit dem Springer-Verlag obsiegt der Kölner Erzbischof damit erneut.

Strafanzeige eingegangen gegen Andreas Z., Hildegard S., Willy D. L, Bernhard H.

0

In der Strafanzeige heisst es: Ungültige Wahlen hinderten die „Neugewählten“ nicht daran, Missbrauch und Amtsaneignung zu wagen. Seit März 2022 sei immer wieder „die Grenze der Strafbarkeit“ überschritten worden. Die Landeskirche Aargau habe trotz des eingeleiteten Strafverfahrens nicht entsprechend reagiert und den „dubiosen Kirchenbeamten“ kein Hausverbot erteilt. Da sich jedoch mehr als 100 Bürgerinnen und Bürger dieser Wahl mit ihrer Unterschrift widersetzt haben, gibt es kein Schweigen, sondern das Strafverfahren läuft bereits vor der Staatsanwaltschaft und vor dem Verfassungsgerichtshof. Somit darf sich keiner der Angeklagten für angesagten neuen Kirchenpflegewahlen zur Verfügung stellen. Acht Stellen bleiben neu zu besetzen. Ziemlich doof, da fällige Rebellen selbst nicht mehr kandidieren dürfen.
Bischof Gmür verteidigt eigene Entscheidung in Rom und unterstutzt die Rebellen und den Missbrauchsverfahren. Aber auch wegen der im Januar 2021 stattgefundenen Pfarrwahlen wurde eine Beschwerde eingelegt. Zu dem konkreten Fall gibt es mehrere Gutachten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mafia in der Landeskirche Schweiz eliminiert wird, liegt bei 8 auf einer Skala von 1 bis 8. Aber natürlich: Die Zukunft wird es zeigen.»

Unser Sekretariat während den Schulferien

0

Vom 15. Juli 2022 bis 30. Juli 2022 bleibt unser Sekretariat geschlossen.
Bei einem Notfall erreichen Sie einen Seelsorger per Telefon.
Bei allgemeinen Fragen oder Anliegen erreichen Sie das Sekretariat per E-Mail.
Allen Pfarreiangehörigen wünschen wir erholsame und gesegnete Ferien.

Die kirchliche Priesterausbildung ist notwendig

0

Im Erzbistum Köln wurde das Zeichen der Zeit erkannt. Die antikirchliche Ausbildung der Theologen und Priesteramtskandidaten der letzten Jahrzehnte sollte nun ein Ende haben. Es geht um die Zukunft der Kleriker-Ausbildung, die kirchliche Lehre verteidigen und lehren. Im Hintergrund geht es um die modernistische Ausbildung an der theologischen Fakultät : erst Mal im Kölnerbistum, in Bonn. Nun steht eine Entscheidung des Kölner Erzbischofs, Kardinal Woelki, an.
Zum Hintergrund: In den letzten Jahrzehnten studierten im Regelfall die künftigen Priester des rheinischen Metropolitan-Erzbistums an der Katholischen Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Der Streitpunkt ist folgender: Die Qualität der theologischen Lehre an der Bonner Theologischen Fakultät (auch im ganz Europa] ist extrem progressistisch. Nur ein Beispiel: Der Priester Martin Ebner, von 2011 bis 2019 Professor für Exegese an der Bonner Fakultät, tingelt gerade mit dem altprotestantischen Ladenhüter, das katholische Priestertum sei eine Erfindung des 3. Jahrhunderts, durch die Kirchenpresse.
An diesem Beispiel verdeutlicht sich vielleicht das „Unbehagen“ des Kölner Erzbischofs, Rainer Maria Kardinal Woelki, mit der Priesterausbildung in seinem Bistum. Schon sein Vorgänger, der 2017 verstorbene Kardinal Meisner, fremdelte mit der Bonner Fakultät. Er holte deshalb die Neo-Katechumenale Bewegung in das Bistum, die ein eigenes Missionspriesterseminar in Bonn errichtete.
Um dem Einfluss des akademischen Modernismus entgegenzuwirken hatte Kardinal Woelki einen weitergehenden Plan ersonnen. 2020 übernahm das Erzbistum die Trägerschaft der in der Nähe von Bonn angesiedelten Ordenshochschule der Steyler Missionare. Denen waren der Nachwuchs und das Geld ausgegangen, um eine eigene akademische Ausbildungsstätte zu betreiben.
Diese seit 50 Jahren staatlich anerkannte Hochschule mit Promotionsrecht wurde von Kardinal Woelki umstrukturiert und nach einem Umzug in die Bistumsstadt in „Kölner Hochschule für Katholische Theologie“ umbenannt.
Im Erzbistum hält sich hartnäckig das Gerücht, mit dieser jetzt in Bischofsnähe angesiedelten hohen Schule der Gottesgelehrtheit sei der Fortbestand der Bonner Theologischen Fakultät gefährdet.
Sollten die Priesteramtskandidaten der Diözese künftig an der Kölner Hochschule und nicht mehr an der Bonner Fakultät studieren, könnte es schnell zum „Aus“ für letztere führen. Und somit könnte man endlich die kirchenfeindliche Fakultät schliessen. Die staatliche Finanzierung der kostspieligen Bonner Fakultät ist nämlich historisch an die Priesterausbildung gekoppelt.
Manche Beobachter meinen, die massiven Angriffe auf Kardinal Woelki seien besser zu verstehen, wenn man diesen Konflikt um den Fortbestand der Bonner Fakultät im Hintergrund sehe. Es stelle sich nämlich die Frage der Orchestrierung der Angriffe auf Kardinal Woelki.
Im Kölner Generalvikariat werden Pläne beraten, dass die Theologiestudenten eben nach vollendetem kirchlichen Theologie-Studium – als Diakone- und Priester – der Kirche und dem Bistum katholischen Dienst machen sollten.

„Du bist mir ein Vorbild“ – Vorbilder in der Kirche oder Idole?

0

Bischof Gmür sagte zum Tod von Ivo Fürer: „Du bist ein Vorbild für mich“. So traurig dieses Bekenntnis auch sein mag, es spiegelt die weltliche Einstellung dieses Kirchenmannes von heute wider. Erfolglose Seelsorge, Frauenpriestertumsforderung, weitgehende Abschaffung der heiligen Messe, Verfolgung der katholischen Priester in der Schweiz, die (noch) die Sakramente spenden, ständiger Widerspruch zur kirchlichen Lehre in Grundsatzfragen – das ist Alltag im Bistum Basel. Es wäre an der Zeit, sich an die Vorbilder der katholischen Kirche zu erinnern, die die theologische Lehre der Kirche über Jahrhunderte geprägt und erfolgreich umgesetzt haben. Thomas von Aquin richtet einen treuen Gruss an den Bischof. Vorbilder sollten mit Idolen nicht verwechselt werden, recht in der Kirche nicht.

Zum Dienst seid ihr bereit…

0

Zum Dienst seid ihr bereit…sagte
Erzbischof Lackner und weihte drei Diakone zu Priestern: „Generell sehen wir uns einem eher negativ eingestellten Mainstream öffentlicher Meinungen gegenüber. Unter den Stolpersteinen fehlen auch jene von kirchlich-theologischer Art nicht.“ im Bistum Basel hat Bischof Felix Gmür seit mehreren Jahren keine Priester geweiht, mehrere aber im Dienst gehindert. Allein im Jahr 2021 waren es 12 Priester, denen Bischof Felix den Priesterdienst eingeschränkt hat.
Den Neupriestern trug der Erzbischof von Salzburg in seiner Predigt auf, den Mut zu haben, ein geistliches Leben zu führen. Und: „Habt eine liebevolle Aufmerksamkeit für die Seiten eures Lebens, die von Schwächen und Fehler geprägt sind.“ Dann werden die Priester demütig bleiben: „Vergesst nicht: zum Dienst seid ihr bestellt.“
In Zeiten der Krise des Priestertums sei es umso erfreulicher, wenn junge Männer den Weg zum Priestertum bisher treu gegangen sind, betonte der Erzbischof weiter. Nicht nur der Zeitgeist, sondern auch innerkirchliche Spannungen und Meinungen machten es Menschen schwer, sich zum Priestertum zu entscheiden.
Entlang der Lesungen legte Lackner die Bekenntniskraft des Apostel Petrus und seine Vorbildwirkung für Priester aus: „Die Bekenntniskraft eines Petrus schaffen wir nicht aus eigenen Überlegungen. Sie muss von Gott kommen“. Deshalb gelte es, sich diesem Gott ganz zur Verfügung zu stellen. Der Priester des neuen Bundes handle „in persona Christi“. Doch diese Nähe zu Gott bringe auch Gefahren mit sich, so Lackner. „Der Priester, dem es anvertraut ist, der Eucharistie vorzustehen, ist der Versuchung ausgesetzt, zu meinen, die Gottesnähe liege in der je eigenen Mächtigkeit.“
Petrus sei kein „Glaubensexperte“ gewesen, „er war ein von Gott Berührter, der nicht einfach mit sich zufrieden die Hände in den Schoß legen konnte“, erläuterte der Erzbischof. Auch heute seien Priester für den Dienst in der Welt bestellt, wie der Apostel Paulus aufzeige: „Es zeichnet uns aus, dass wir nicht inmitten des Getriebes dieser Welt unser Werk zu vollbringen vermögen“. Der Priester müsse nicht alles wissen, zu allem eine Meinung haben oder alles verstehen und durchschauen können und wollen. Die Aufgabe der Priester sei so einfach wie konkret: „Für die Menschen, die uns anvertraut sind, vor Gott zu stehen, betend, feiernd und opfernd.“ Es sei wahrhaft eine Auszeichnung um des Evangeliums willen, sich nicht überall auskennen zu wollen, so Lackner.
Freilich, so musste der Erzbischof einräumen, gebe es auch Hindernisse, Versuchungen und Probleme für die Priester: „Gott behüte euch davor, es besonders fromm tun zu wollen.“ Der Glaube müsse auch für den Priester immer ein Wagnis, eine Sehnsucht und ein Hören bleiben.
Priester seien zu Menschen Gesendete. „Ihr Leid muss unser Leid sein, ihre Freude unsere“. Deshalb dürften sie nicht der Versuchung verfallen, für sich selbst da sein zu wollen. Vielmehr seien das allgemeine – also das alle getauften Christen betreffende – und das besondere Priestertum „zwei kommunizierende Gefäße“, die gemeinsam „eine Berufung haben“. Keiner solle „über den anderen herrschen wollen“, so der Salzburger Erzbischof abschliessend.

Machtbegrenzung in der Kirche

0

Im Gefolge der Machtmissbrauchsskandale wird gefordert, „Macht“ in der Kirche müsse „geteilt“ werden. Die Kirche ist nicht der Staat. Sie kennt eigene, geistliche Wege, um menschlichem Machtstreben Grenzen zu setzen….weiterlesen…