Montag, Oktober 19, 2026
10.7 C
Zürich
Start Blog Seite 3

Klage zu europäischen Klimazielen scheitert vor EU-Gericht

0

Ändern sich nun europäischen Klimaziele? Niederschlag fürs Klimaideologie.

Eine Klimaklage von zwei Umweltorganisationen ist vor dem Gericht der Europäischen Union gescheitert. Es wies die Klage am Mittwoch in Luxemburg ab und gab damit der EU-Kommission Recht. Die Organisationen Climate Action Network Europe (CAN) und Global Legal Action Network (Glan) wollten erreichen, dass die EU ihre Klimaziele für 2030 verschärft. Vor der Klage riefen sie vergeblich die EU-Kommission dazu auf, nationale Klimaziele für die Mitgliedsländer bis 2030 zu erhöhen.

Die Kommission wies ihren Antrag zurück, den entsprechenden Beschluss noch einmal zu überprüfen. Dagegen klagten die Umweltaktivisten von CAN und Glan. Das Gericht bestätigte aber nun den Kommissionsbeschluss. Es stellte fest, dass sich die Kritik in Wirklichkeit auf die Klimaziele bezog – nicht auf Unregelmäßigkeiten in dem Beschluss. Die Kommission habe sich aber an die Ziele halten müssen, die der Gesetzgeber vorgab. Sie habe diese nicht ändern dürfen, erklärte das Gericht. Die Kommission dürfe Entscheidungen, die das Europaparlament und der Rat trafen, nicht indirekt revidieren.

Gegen die Entscheidung des Gerichts kann noch vor dem Europäischen Gerichtshof als nächsthöherer Instanz vorgegangen werden. Anfang dieses Jahres beschloss die EU bereits neue Klimaziele für 2040. Die Treibhausgasemissionen sollen demnach bis 2040 um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken.

(Quelle: APA/AFP)

Drohnenangriff am Flughafen Leipzig

0

Deutschland gibt Russland die Schuld

Wochenlang wurde der Vorfall in der vorsichtigen Sprache laufender Ermittlungen beschrieben: ein “verdächtiger Gegenstand”, ein “Sicherheitsvorfall”, eine Drohne unbekannter Herkunft. Am Dienstag ließ Deutschland die Zurückhaltung fallen. Vor Journalisten in Berlin erklärte Innenminister Alexander Dobrindt, die im vergangenen Monat am Flughafen Leipzig/Halle gefundene Sprengstoffdrohne trage die Handschrift des Kremls – das erste Mal, dass Berlin einen versuchten Anschlag auf einen deutschen Flughafen offiziell Moskau zuschreibt.

Das Urteil macht aus einem rätselhaften Spätsommerfall etwas weitaus Ernsteres: einen mutmasslichen Sabotageakt auf deutschem Boden, der sich gezielt gegen die Luftbrücke richtete, über die militärische Güter in die Ukraine transportiert werden. Und es fällt in eine Zeit, in der Europas Geduld mit einem Sommer voller Drohnenalarm, durchtrennter Kabel und brennender Lagerhäuser endgültig am Ende ist.

Kurzinfo

  • Vorfall: Nacht vom 4. auf den 5. August 2026
  • Standort: Flughafen Leipzig/Halle (LEJ), Sachsen, Deutschland
  • Ziel: Ein geparkter ukrainischer Antonov An-124 Schwergutfrachter
  • Waffe: Eine kleine Drohne, die eine Sprengladung (angeblich Semtex) transportierte, die nicht detonierte
  • Quellenangabe: Am 1. September 2026 beschuldigte die deutsche Regierung Russland öffentlich.
  • Antwort: Berlin erwägt Ausweisung von Diplomaten und Schliessung russischer Einrichtungen; EU kündigt neue Sanktionen an

Schwieriges Erbe Deutschlands

0

In den letzten Jahren sind in Deutschland mehrere wissenschaftliche Arbeiten entstanden, die auf die Bedeutung der NS-Funktionsleiter in verschiedenen Lebensbereichen in der Bundesrepublik hinweisen. Diese Tatsache wird zwar mit einer gewissen Beschämung beschrieben, doch geht man davon aus, dass die ehemaligen Aktivisten des NS-Regimes keinen übergroßen Einfluss auf die politische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland hatten. Das vorliegende Buch zeigt, dass diese Annahme falsch ist. Die Konsequenzen des politischen Einflusses der ehemaligen NS-Aktivisten wurden am Beispiel der Nachkriegsschicksale der Gegner des NS-Regimes und deren Familien gezeigt. Die Widerstandskämpfer waren Menschen, die in schwierigen Zeiten ihre politische und moralische Unabhängigkeit bewahrt haben. Menschen, die meistens bewusst das Risiko auf sich genommen haben, sich mehr oder weniger aktiv dem Regime zu widersetzen. Und viele von ihnen wurden ermordet. Nach 1945 wurden die Aktivitäten der NS-Gegner nachträglich kriminalisiert. Die ehemaligen Widerstandskämpfer und deren Familien mussten die Konsequenzen der früheren politischen Tätigkeit Jahrzehnte lang tragen. Das deutsche Recht legte fest, dass Menschen, die mit rechtskräftigen Urteilen belastet waren, nur sehr eingeschränkt Anspruch auf soziale Leistungen haben konnten. Schlimmer noch – diese Einschränkung galt auch für die Familienangehörigen und sogar dann, wenn die Widerstandskämpfer während der NS-Zeit ermordet worden waren. Es dauerte fast 60 Jahre, bis der Deutsche Bundestag alle Gegner und politische Opfer des NS-Regimes rehabilitiert hat. Mit der Aufhebung der Urteile wegen Kriegsverrat hat man bis 2009 gezögert. Mit Kriegsverrat bezeichneten NS-Richter meistens die den Juden, Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeitern geleistete Hilfe, oder auch andere Formen der politischen Unabhängigkeit. Die Aufhebung dieser Urteile hat die SPD-Abgeordnete Christine Lambrecht am 2. Juli 2009 immer noch verlangt. Im Bundestag sagte sie damals: „Wie viele Frauen hat es gegeben, die in der Nazizeit und auch danach damit leben mussten, dass sie von ihrem Umfeld, den Nachbarn, dem Kaufmann, dem örtlichen Polizisten oder vielleicht sogar eigenen Verwandten geschnitten und verachtet wurden, weil ihr Mann als «Kriegsverräter» galt? Wie viele Kinder haben in dieser Zeit erleben müssen, dass sie von den Kindern der Nachbarschaft, in der Schule gedemütigt wurden, vielleicht sogar geschlagen und bespuckt, weil die Eltern der anderen Kindern über sie sagten, der Vater sei ein «Kriegsverräter» gewesen“. Es dauerte sehr, sehr lange, bis die Gegner des NS-Regimes bei Stammtischgesprächen nicht mehr verspottet und beleidigt wurden. Es mussten Jahrzehnte vergehen, bis der deutsche Widerstand den gebührenden Platz im Bewusstsein der Deutschen gefunden hat. Das hatte mehrere Gründe. Der entscheidende war wahrscheinlich die pragmatische Politik von Konrad Adenauer. Für ihn war der Wiederaufbau des Landes wichtig und nicht die Abrechnung mit der Vergangenheit. Als er sich bereit zeigte, den Widerkehr der NS-Funktionsleiter zu billigen, erkaufte er damit nicht nur ihre Loyalität, aber auch das Engagement für das Land. Dank der Personalpolitik Adenauers erhielten sehr viele ehemalige Funktionäre ihre alten Stellungen zurück. Das betrifft zum Beispiel die NS-Richter, die fast alle ihre alten Stellungen zurückbekamen. Von den ehemaligen Funktionseliten waren gerade sie vielleicht am meisten daran interessiert, dass die ehemaligen NS-Gegner kriminalisiert werden. Die Rehabilitierung der NS-Gegner wäre gleichzeitig eine Anklage der Juristen, die sie früher verfolgt haben. Daher haben sich in der Bundesrepublik die Richter viel Mühe gegeben, die NS-Gegner nachträglich dort zu kriminalisieren. Andere frühere Aktivisten haben ihre Untaten meistens mit der Behauptung begründet, dass sich alle dem NS-Regime fügen mussten und zu den Verbrechen gezwungen worden waren. Die Tätigkeit aktiver NS-Gegner war aber ein klarer Beweis dafür, dass diese Behauptung nicht der Wahrheit entsprach. Es war also im Interesse der ehemaligen NS-Aktivisten die Widersacher in Misskredit zu bringen. Daher wurde auch die Behauptung der Juristen, die NS-Gegner seien Kriminelle, mit Freude akzeptiert. Diese Erkenntnisse führten zu der Hauptthese des Buches, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen dem Wirtschaftswunder der Bundesrepublik und der andauernden Benachteiligung der ehemaligen NS-Gegner gibt. Diese Behauptung wurde anhand von Protokollen verschiedener Gremien des Deutschen Bundestages aus den Jahren 1949 bis 2009 aufgestellt. In der Abhandlung wird auch eine Reihe von Dokumenten aus dem Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes, dem Bundesarchiv Koblenz und dem Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg zitiert. Eine wichtige Quelle sind die Urteile der bundesdeutschen Gerichte. Es werden ebenfalls Pressestimmen zitiert, die nicht nur als Informationsquelle dienen, aber auch Zeichen der Stimmung jener Zeit sind. In dem Buch wird auch gezeigt, wie zur politischen Kultur der Bundesrepublik die fast rituale Pflicht gehört, sich von der NS-Wirklichkeit zu distanzieren. Ein Kontrast zu dieser Haltung bilden aber die zahlreichen politischen Vorbehalte, Klischees und Gewohnheiten, noch aus der NS-Zeit.

Wer heute am 1. September schweigt, schweigt über fast sechs Millionen Tote, über ein halbes Million Kunstwerke, über eine Rechnung, die nie beglichen wurde.

0

Wer heute am 1. September schweigt, schweigt nicht nur über 87 Jahre. Er schweigt über fast sechs Millionen Tote, über ein halbes Million Kunstwerke, über eine Rechnung, die nie beglichen wurde. Erinnern ist keine Geste. Es ist eine Schuld, die wir den Toten schulden — und eine Verantwortung gegenüber denen, die noch auf Rückgabe warten.

1. September 1939 — Der Anfang, der nie zurückgezahlt wurde

Der Zweite Weltkrieg war der verheerendste und blutigste Konflikt der Menschheitsgeschichte. Allein Polen verlor fast sechs Millionen Einwohner — rund 17 Prozent seiner Vorkriegsbevölkerung, darunter etwa drei Millionen polnische Juden. Heute, am 1. September, jährt sich der Überfall zum 87. Mal. Es ist der tödlichste Gedenktag des 20. Jahrhunderts — und zugleich einer, über den viele Medien still bleiben.

Der Beginn

Am 1. September 1939, um 4:40 Uhr morgens, fallen die ersten Bomben auf das schlafende Wieluń — eine Stadt ohne militärische Bedeutung. Wenige Minuten später eröffnet das Linienschiff „Schleswig-Holstein“ das Feuer auf die Westerplatte bei Danzig. Der Zweite Weltkrieg beginnt, und Polen wird sein erstes Schlachtfeld und sein erstes Massengrab. Warschau wird zu rund 85 Prozent zerstört. Die Bilanz für Polen: fast sechs Millionen Tote — die höchste relative Opferzahl aller am Krieg beteiligten Staaten.

Doch was neben den Menschen geraubt und vernichtet wurde, ist bis heute nur teilweise beglichen: das kulturelle Gedächtnis einer Nation.

Der Raub der Kulturgüter

Der Kunstraub in Polen war kein Beiprodukt des Krieges, er war geplant. Sonderkommandos wie der „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“, die „Haupttreuhandstelle Ost“ und der Apparat des Generalgouverneurs Hans Frank beschlagnahmten systematisch Museen, Kirchen, Archive, Bibliotheken und Privatsammlungen. Nach polnischen Schätzungen gingen mehr als eine halbe Million beweglicher Kunstobjekte verloren — dazu rund 22 Millionen Bibliotheksbände. Allein die Nationalbibliothek in Warschau verlor etwa 800.000 Bände, darunter unersetzliche Handschriften.

Einiges konnte zurückgeführt werden: der gotische Veit-Stoß-Altar aus der Krakauer Marienkirche, Leonardo da Vincis „Dame mit dem Hermelin“, Rembrandts „Landschaft mit dem barmherzigen Samariter“. Sie überstanden den Krieg und kehrten zurück.

Was bis heute fehlt

Vieles fehlt bis heute. Das berühmteste Beispiel ist Raffaels „Porträt eines jungen Mannes“ aus der Krakauer Sammlung Czartoryski — nach Ansicht vieler Historiker das wichtigste seit 1945 verschollene Gemälde der Welt. Zuletzt gesehen wurde es im Januar 1945 auf dem Wawel; zusammen mit ihm verschwanden 843 weitere Objekte aus Hans Franks Depot. Der leere Rahmen hängt bis heute im Krakauer Nationalmuseum.

Polen führt seit Jahrzehnten eine öffentliche Verlustdatenbank („Dział Strat Wojennych“), mit der geraubte Werke identifiziert und Rückgabeverfahren angestoßen werden. Nach dem Krieg restituierten die Alliierten über die „Central Collecting Points“ in München, Wiesbaden und Marburg bis Mitte der 1960er Jahre rund 80 Prozent der sichergestellten Werke. Doch Hunderttausende Objekte gelten weiterhin als verschollen, in Privatsammlungen oder in Depots — nicht zurückgegeben.

Entschädigung: eine offene Rechnung

Auch die finanzielle Rechnung ist offen — jedenfalls aus polnischer Sicht.

  • 1945 wies das Potsdamer Abkommen Polens Reparationsansprüche dem sowjetischen Anteil zu.
  • 1953 erklärte Polen — unter massivem Druck Moskaus — den Verzicht auf Reparationen von Deutschland.
  • 1990 sieht die Bundesregierung die Frage mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag als „abschließend geregelt“ an.
  • 2022 legte Warschau ein Gutachten vor, das die Kriegsschäden auf 1,3 Billionen Euro beziffert, und übermittelte eine diplomatische Note. Berlin lehnte Anfang 2023 ab und will nicht verhandeln.
  • 2024 bekräftigte Präsident Andrzej Duda die Forderung; 2025 wiederholte sein Nachfolger Karol Nawrocki die 1,3 Billionen Euro bei seinem Berlin-Besuch. Zugleich kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz 2024 Hilfe für noch lebende Opfer der deutschen Besatzung an.

So stehen sich zwei Rechtsauffassungen gegenüber: Deutschland beruft sich auf Verzicht und Verträge, Polen darauf, dass der Verzicht von 1953 unter sowjetischem Diktat zustande kam und daher nicht bindend sei. Rechtlich ungeklärt, politisch ungelöst, menschlich offen.

Warum das Erinnern zählt

Ein Volk, das seine Geschichte leugnet, verliert sich selbst. Aber das gilt in beide Richtungen: Es gilt für die, die vergessen wollen — und es gilt für uns alle, die das Gedenken wachhalten müssen, auch dort, wo es unbequem ist.

Wer heute am 1. September schweigt, schweigt nicht nur über 87 Jahre. Er schweigt über fast sechs Millionen Tote, über ein halbes Million Kunstwerke, über eine Rechnung, die nie beglichen wurde. Erinnern ist keine Geste. Es ist eine Schuld, die wir den Toten schulden — und eine Verantwortung gegenüber denen, die noch auf Rückgabe warten.

DER 87. JAHRESTAG DES DEUTSCHEN ANGRIFFS. Vor 87. Jahren begann der 2. Weltkrieg.

0

DER 87. JAHRESTAG DES DEUTSCHEN ÜBERFALLS AUF POLEN

Am 1. September 1939 um 4:40 Uhr morgens bombardierte die deutsche Luftwaffe Wieluń. Kurz darauf begann das Schlachtschiff Schleswig-Holstein mit dem Beschuss der Westerplatte. Der Zweite Weltkrieg war der verheerendste und blutigste Konflikt der Menschheitsgeschichte. Allein Polen verlor dadurch fast sechs Millionen Einwohner. 

Die Kriegsverluste Polens werden auf über 6,22 Billionen Złoty geschätzt. Dr. Piotr Majewski vom Historischen Forschungsbüro des Instituts für Nationales Gedenken wies darauf hin, dass Deutschland ein gut organisiertes System zur Plünderung des polnischen Kulturerbes geschaffen habe.

„ Wenn wir die Beteiligung deutscher Wissenschaftler, Experten und Spezialisten aus den Bereichen Museologie, Konservierung, Geschichte und Kunstgeschichte am Diebstahl und der Plünderung polnischer Kulturgüter betrachten, können wir ihnen meiner Meinung nach nicht vorwerfen, an der polnischen Kultur oder der polnischen Vergangenheit interessiert zu sein. Wir können und sollten ihnen vorwerfen, ihr Wissen und ihre Professionalität genutzt oder deren Nutzung zugelassen zu haben, um polnische Kulturgüter zu plündern“

Die von den Deutschen angerichtete Zerstörung wurde durch die Sowjetunion vollendet, die am 1. September durch Deutschland angegriffenen Polen am 17. September 1939 angriff. Gedenkfeiern zum 87. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs fanden in Danzig und Wieluń unter Beteiligung von Vertretern der höchsten staatlichen Behörden statt. Europa blieb der Feier fern. Der grösste Krieg der Weltgeschichte scheint in Vergessenheit geraten zu wollen. Eine Manipulation der modernen Gesellschaft ohne Gedächtnis.

Der 1. September – ein Tag, der nicht vergehen darf

Zum 87. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen · 1. September 2026

Es begann im Morgengrauen. Am 1. September 1939, um 4.45 Uhr, eröffnete das deutsche Linienschiff „Schleswig-Holstein“ das Feuer auf die polnische Garnison auf der Westerplatte bei Danzig. Wenige Minuten zuvor hatten Bomber der deutschen Luftwaffe die Kleinstadt Wieluń in Schutt und Asche gelegt – Hunderte Menschen starben, bevor die Welt überhaupt begriff, was geschehen war. Mit dem Überfall auf Polen begann der Zweite Weltkrieg: der verheerendste und blutigste Konflikt, den die Menschheit je gesehen hat.

Zwischen 70 und 85 Millionen Menschen kostete dieser Krieg das Leben – Soldaten wie Zivilisten, an allen Fronten und auf allen Kontinenten. Doch kein Land traf es so hart wie Polen. Fast sechs Millionen polnische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger – nach den vorliegenden Schätzungen zwischen 5,6 und 6 Millionen – verloren ihr Leben, rund 17 Prozent der Vorkriegsbevölkerung. Darunter annähernd drei Millionen polnische Jüdinnen und Juden, nahezu die gesamte jüdische Gemeinschaft des Landes, ermordet in Vernichtungslagern, die auf polnischem Boden errichtet wurden: Auschwitz, Treblinka, Sobibór, Majdanek. Wer die Dimension dieses Verlustes ermessen will, muss begreifen: Polen wurde nicht nur von einem Krieg überrollt – es wurde zum Schauplatz eines industriell organisierten Völkermords.

Und es wurde von zwei Seiten zermalmt. Nur sechzehn Tage nach dem deutschen Angriff, am 17. September 1939, marschierte die Rote Armee im Osten ein – gemäss dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes. Polen, eingeklemmt zwischen zwei totalitären Mächten, wurde zerschlagen und geteilt. Die Besatzung, die folgte, zielte auf die Auslöschung der Nation selbst: auf ihre Intelligenz, ihre Kultur, ihre Priester und Lehrer, ihre Zukunft. Der Warschauer Aufstand von 1944, niedergeschlagen unter den Augen einer weitgehend untätigen Welt, kostete noch einmal bis zu 200 000 Zivilisten das Leben – und Warschau wurde dem Erdboden gleichgemacht.

Wer heute, 87 Jahre danach, durch polnische Städte geht, sieht ein Land, das aus den Trümmern auferstanden ist. Und doch bleibt der 1. September in weiten Teilen Europas ein stiller Tag. Manche beklagen, die Medien schwiegen über diesen Jahrestag des tödlichsten Krieges der Geschichte. Das Urteil ist, gemessen an der Wirklichkeit, zu hart: In Polen wird des Tages sehr wohl gedacht – in Gedenkstunden, Artikeln und Dokumentationen. In Deutschland und ganz Europa aber ist die Klage des Verschweigens ein Factum. Gedenken kann niemanden mehr wirklich erschüttern. Das Datum wird nicht genannt, die Bilder werden nicht gezeigt. Was fehlt, ist nicht die Erwähnung. Es ist die Erschütterung.

Dabei geht es beim Erinnern weder um Nostalgie noch um ewige Selbstanklage. Es geht um Wachsamkeit. Wer die Abgründe kennt, erkennt die Frühwarnzeichen: die Entmenschlichung des Gegners, die Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid des Nachbarn, den Glauben, Geschichte sei ein fremdes Land, das uns nichts angehe. Der 1. September 1939 war kein Unfall der Geschichte. Er war das Ergebnis von Entwicklungen, die sich lange angekündigt hatten – und die zu viele zu lange übersehen wollten.

Ein Volk, das die eigene Geschichte leugnet, ist kein Menschenvolk. Der Satz klingt hart – und er ist es. Denn er meint nicht allein Schuld und Abrechnung. Er meint vor allem: Wer nicht weiß, woher er kommt, weiß nicht, wohin er gehen darf. Die Toten von Wieluń, von der Westerplatte, von Warschau, von Auschwitz und Treblinka können nicht mehr sprechen. Aber sie hinterlassen uns eine Aufgabe: dass der 1. September kein Datum unter vielen bleibt, sondern ein Tag, der uns – in Deutschland, in Polen, in ganz Europa – daran erinnert, wie teuer der Frieden ist und wie schnell er verloren gehen kann.

Angriff der Freimaurerei auf katholische Schulen

0

Freimaurer wollen die Aktivitäten der katholischen Schulen und ihre Finanzierung durch den Staat einschränken

Für Privatschulen, die nicht durch eine Vereinbarung mit dem Staat abgedeckt sind „es gibt keinen Platz in der Republik” – erklärte der Grossmeister des Grand Orient fer Freimaurerei Loge von Frankreich, Guillaume Trichard. Die meisten dieser Schulen sind katholisch. Freimaurerkreise wollen auch die Finanzierung privater Grund- und weiterführender Schulen mit Verträgen reduzieren.

Trichard blieb am 28. August während des 161. Versammlung des Grand Orient von Frankreich in Bordeaux wiedergewählt zum Großmeister und Präsidenten des Rates. Diese Position hatte er bereits 2023–2024 inne. In einem Interview mit der Tageszeitung „Le Figaro” kündigte er die stärkere Beteiligung der GODF an der öffentlichen Debatte an, insbesondere im Zusammenhang mit den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen in Frankreich im Jahr 2027.

In den kommenden Wochen wird die Organisation voraussichtlich die sogenannte Weißbuch über „die Schule der Republik”. Trichard kündigte an, dass eines der Themen der Status privater Institutionen sein werde, die nicht unter das Abkommen mit dem Staat fallen.

Diese Einrichtungen sind legal und unterliegen unter anderem der staatlichen Kontrolle bei der Umsetzung der Schulpflicht, dem Jugendschutz und der Einhaltung der Gesetze. Gleichzeitig haben sie größere Freiheiten in Bezug auf die Lehrmethoden. Zu den Schulen, die nicht unter die Vereinbarung fallen, gehören: Katholische, jüdische und muslimische Einrichtungen sowie Schulen mit alternativen pädagogischen Methoden.

Parallel dazu läuft in Frankreich eine Kampagne zur Begrenzung der öffentlichen Finanzierung privater Bildung, die durch Verträge mit dem Staat abgedeckt ist. Die National Federation of Free Thought befürwortet den schrittweisen Entzug der diesem Sektor zugewiesenen öffentlichen Mittel über einen Zeitraum von sechs Jahren und die Aufhebung des Debré-Gesetzes vom 31. Dezember 1959.

Dieses Gesetz regelt seit fast sieben Jahrzehnten die Beziehungen des Staates zu privaten Bildungseinrichtungen. Die von der Vereinbarung erfassten Schulen verpflichten sich unter anderem: Lehrpläne umzusetzen, und der Staat finanziert die Gehälter der Lehrer. Der überwiegende Teil dieses Sektors besteht aus katholischen Schulen mit etwa zwei Millionen Schülern.

Die Federation of Free Thought verabschiedete im August 2025 eine Resolution, in der sie eine Aufhebung des Debré-Gesetzes forderte, und startete im Januar 2026 eine weitere landesweite Kampagne, um öffentliche Mittel für Privatschulen zu streichen, die im Auftrag des Staates betrieben werden.

Befürworter der Beibehaltung des derzeitigen Systems sind der Ansicht, dass seine Abschaffung die Kosten für Familien erheblich erhöhen und die finanzielle Stabilität vieler Einrichtungen gefährden könnte. Gegner der öffentlichen Finanzierung des privaten Bildungswesens argumentieren, dass öffentliche Schulen mit staatlichen Mitteln ausgestattet werden sollten.

Trichard kündigte außerdem an, dass GODF öffentliche Konferenzen in verschiedenen Regionen Frankreichs organisieren werde. Die rund 1.400 Logen der Organisation werden auf dem nächsten Kongress Aktivitäten zu republikanischen Werten leiten, darunter Initiativen in Schul- und akademischen Kreisen.

Der Streit um die Zukunft des privaten Bildungswesens ist Teil der französischen Debatte über Säkularismus, Unterrichtsfreiheit und den Umfang der öffentlichen Finanzierung privater Schulen. Dies ist insbesondere für das katholische Bildungswesen von Bedeutung, das den größten Teil des privaten Schulsektors ausmacht, der durch Abkommen mit dem Staat abgedeckt ist.

Kontext des Aarauer Rave-Vorfalls (30. August 2026)

0

In der Nacht vom 29. auf den 30. August 2026 kam es gegen ca. 2:30 Uhr auf dem Gelände der Pferderennbahn Schachen in Aarau zu mehreren Schüssen im Rahmen des „Aarauer Rave VOL. 7“. Die Techno-Veranstaltung mit erwarteten rund 3.500 Besuchern war gerade zu Ende gegangen.

Nach Angaben der Kantonspolizei Aargau (Mediensprecher u. a. Pascal Wenzel) starb eine 22-jährige Frau noch am Tatort. Fünf weitere Personen (vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren, alle mit Wohnsitz in der Schweiz) wurden verletzt, teilweise schwer. Die genauen Umstände und das Motiv sind bisher unklar. Der oder die Täter sind flüchtig; es läuft eine grossangelegte Fahndung mit Helikopter-Unterstützung und weiträumiger Absperrung des Gebiets. Zeugen werden aufgerufen, Bild- und Videomaterial zur Verfügung zu stellen.

Technowahnsinn

  1. Akustisch: Repetitive Beats zwischen 120–150 BPM synchronisieren Gehirnwellen. Neurowissenschaftlich ist belegt, dass monotone Rhythmen tranceähnliche Zustände auslösen können – ein Prinzip, das seit Jahrtausenden in schamanischen Ritualen, sufistischem Drehtanz und religiösen Zeremonien genutzt wird.
  2. Chemisch: Der Konsum von MDMA, Amphetaminen, LSD, Ketamin und anderen Substanzen ist in Teilen der Szene verbreitet. Diese Substanzen verstärken Euphorie, Empathie und das Gefühl von Entgrenzung.
  3. Sozial: Das kollektive Tanzen in Dunkelheit, unter Stroboskoplicht und in anonymer Masse erzeugt ein Gefühl der Auflösung des Ichs – was Soziologen als Communitas bezeichnen.

Gegner des EU-Beitritts gewannen im Referendum in Island

Island hat sich für die Unabhängigkeit entschieden.

xtiandugard-husavik-3654390.jpg
Foto. pixabay.com

In einem Referendum stimmten die Isländer gegen die Fortsetzung der Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union. Bei den Bürgern überwog die Angst vor dem Verlust der wirtschaftlichen Unabhängigkeit und der Fischereifreiheit sowie der Einfluss ausländischer Konzerne den Optimismus der Gewerkschaften.  

Gegner einer Wiederaufnahme der Beitrittsverhandlungen Islands mit der EU gewannen in einem Referendum – Der isländische öffentlich-rechtliche Sender RUV berichtete am Sonntag unter Berufung auf das offizielle Endergebnis der Abstimmung. Dies bedeutet, dass das Land außerhalb der zunehmend zentralisierten EU bleiben wird. 

Laut RUV stimmten am Samstag 52,8 Prozent gegen eine Wiederaufnahme der Gespräche. Teilnehmer der Volksabstimmung und dafür – 47,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 82,5 Prozent.

Einer der Schlüsselbereiche der isländischen Wirtschaft ist die Fischerei, für die die Europäische Union restriktive Beschränkungen verhängt. Viele Wähler glaubten nicht an die Zusicherungen, dass Island langfristig Ausnahmen von diesen Regeln aushandeln oder beibehalten könne.

Skandal in Italien. Buddhistische Rituale in der katholischen Kirche

0

Skandal in Italien. Beerdigung einer buddhistischen Frau in der Kirche, Mantra gesungen, Pfarrer lobte Buddha

Budd.jpg
pixabay.com

In der Pfarrei St. Martin in Como fand eine Beerdigung statt… Buddhistische Frauen und andere Buddhisten verabschiedeten sich von der Frau, die sich zum buddhistischen Kult bekannte, indem sie von der Kanzel aus ein buddhistisches Gebet Mantra sangen. Der anwesende katholische Pfarrer… lobte den Buddha. Nun wird seine Demission erwartet. Der Bischof von Como schweigt bisher.

Der Skandal ereignete sich in der Gemeinde San Martino a Rebbio in Como – nahe der schweizerischen Grenze – im Norden von Italien. Am 20. August fand dort eine Abschiedszeremonie für die 59-jährige Marta Pezzati statt. Die Frau war Buddhistin. Zwei ihrer Glaubensbrüder wurden daher in die Kirche eingeladen und sangen von der Kanzel aus ein buddhistisches Mantra. Der Pfarrer, Pater Giusto Della Valle war anwesend. Laut der Website „La Nuova Bussola Quotidiana“ ist er ein Priester, der für sein Engagement für Migranten bekannt ist.

Der Pfarrer trug, wie ein anderer vor Ort anwesender Priester, liturgische Gewänder. Das Ganze war jedoch weder eine Heilige Messe noch ein Gottesdienst – eher ein quasi-spiritueller Abschied vom Verstorbenen. Die Buddhisten sollten diese Kirche als Veranstaltungsort für die Zeremonie wählen, da sie zuvor mit dem Pfarrer bei wohltätigen Arbeiten zusammengearbeitet hatten. 

Der Gemeindepfarrer selbst argumentierte, dass die verstorbene Maria Pezzati Gott „auf jedem möglichen Weg“ suchte und schliesslich den Herrn „im Buddha, im Erleuchteten fand, der jahrhundertelang den Weg so vieler Menschen erleuchtete“ Der Priester argumentierte, dass es wichtig sei, „in die Wurzeln des eigenen Seins einzutauchen“.

Das gesamte Ereignis kann eindeutig als an die Häresie des religiösen Indifferentismus grenzend eingestuft werden. Es mag den Anschein haben, dass es keine Rolle spielt, ob man sich zur katholischen Religion oder zum Buddhismus bekennt, denn „alle Wege führen zu Gott“ Diese Haltung wurde von den Päpsten mehrfach als äußerst schwerwiegender Lehrfehler verurteilt. Die Erlösung, so lehrt die katholische Kirche, ist nur durch Jesus Christus in der katholischen Kirche möglich.

Wie das zitierte italienische Portal berichtete, gab es bisher keine Reaktion der Diözesanbehörden. Ursprünglich unterstand das Bistum Como dem Erzbistum Mailand. Papst Franziskus hat den Bischof von Como, Oscar Cantoni (71), in den Kardinalsstand erhoben. Das Bistum Como grenzt an die Schweiz und hat enge Verbindungen zum Bistum Lugano und Chur.

Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana

Der Klerus im Wandel: Wer wird der nächste Weihbischof von Chur oder Erzbischof von Vaduz?

0

In den heiligen Hallen des Bistums Chur und in den repräsentativen Räumlichkeiten von Vaduz braut sich eine personelle Dynamik zusammen, die weit über rein kirchliche Strukturen hinausreicht. Während der aktuelle Bischof Joseph Bonnemain – ein aus Katalonien stammender Geistlicher des Opus Dei – auf das Ende seiner Amtszeit zusteuert, stellt sich die entscheidende Frage: Wer wird das Zepter in einer der politisch und strukturell anspruchsvollsten Diözesen der Schweiz übernehmen?

Ein Bistum im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne


Bischof Bonnemain hat sein Wirken in Chur geprägt, indem er die Diözese als „Begegnungstag“ ins öffentliche Bewusstsein rückte. Doch hinter der glanzvollen Fassade verbergen sich strukturelle Herausforderungen: Das Priesterseminar verzeichnet historische Tiefstände bei den Bewerbern, und die Suche nach geeigneten Nachfolgern gestaltet sich zunehmend schwierig. Während das Bistum oberflächlich befriedet scheint, bleibt die interne Spaltung im Klerus ein beständiger Faktor.

Der Aufstieg des „Rätselhaften“: Jochen Folz


Inmitten dieser personellen Lücke ist eine Figur besonders ins Auge gefallen: Der 55-jährige Deutsche Jochen Folz. Sein Werdegang wirkt wie eine steile Blitzkarriere, die ihn von der Seelsorge in Afghanistan und dem Kosovo über ein Promotionsstudium in Chicago bis hin zu einer Schlüsselposition im Churer Bistum geführt hat.

Seit 2023 fungiert Folz als Bischofsvikar für die kirchlichen Stiftungen und Moderator Curiae – de facto die Nummer Zwei des Bistums. Seine Ernennung zum Domherren am 7. Juni unterstreicht Bonnemains Vertrauen in seine Kompetenz, insbesondere im Bereich Wirtschaftsrecht. Doch was ist das eigentliche Ziel? Soll Folz der effiziente Manager sein, der das Bistum auf tragende Füsse stellt, oder steht eine Weihbischofswürde – vielleicht sogar die Erzbischofswürde von Vaduz – bevor?

Zwischen Luxus und kirchlicher Pflicht


Was Jochen Folz auszeichnet, ist weniger seine theologische Positionierung als vielmehr sein Faible für Repräsentation. Sein Werdegang in Liechtenstein war bereits vor seiner Ankunft in Chur durch eine kurze, aber prunkvolle Zeit als Dompfarrer in Vaduz geprägt. Dort renovierte er das Pfarrhaus mit edelsten Materialien, bevor er nach weniger als zwei Jahren wieder ausschied.

Heute ist Folz eng mit hochkarätigen Stiftungen und exklusiven Immobilien verknüpft. Seine Wohnsitze in Vaduz – von futuristischen Prestigeimmobilien bis hin zu Gebäuden im Besitz traditionsreicher Stiftungen – sowie seine Rolle als Präsident verschiedener Treuhandfirmen und Fondsmanagement-Strukturen lassen ihn eher wie einen Akteur der Finanzwelt wirken als einen klassischen Kirchenmann.

Die Suche nach dem Nachfolger: Wer sind die Alternativen?


Obwohl Folz aufgrund seiner Karriere eine prominente Rolle spielt, hält er selbst eine Weihbischofswürde in Chur für unwahrscheinlich und betont die Notwendigkeit eines lokal verwurzelten Kandidaten. Dies lenkt den Blick auf andere potenzielle Protagonisten:

  1. Die Generalvikare: Luis Varandas (Zürich), Peter Camenzind (Graubünden) und Bernhard Willi (Urschweiz). Besonders Varandas wird oft genannt, wenngleich sein Profil eher organisatorisch als theologisch geprägt ist.
  2. Die Domherren: Hier finden sich profiliertere Kandidaten wie die Pfarrer Daniel Krieg, Ernst Fuchs oder Andreas Rellstab. Auch Kurt Vogt aus Liechtenstein und Kurt Benedikt Susak aus Davos gelten als potenzielle „Papabile“.

Fazit: Eine dünne Personaldecke


Das Bistum Chur steht vor einer Zerreissprobe zwischen dem Bedürfnis nach fachlicher Expertise – verkörpert durch die effiziente, fast geschäftsmäßige Karriere von Jochen Folz – und der Suche nach geistlicher Kontinuität. In einem Klerus, der zunehmend diversifiziert ist und gleichzeitig mit einem Mangel an neuen Kandidaten kämpft, wird die Entscheidung über den nächsten Weihbischof eine Zerreissprobe zwischen Tradition, Verwaltungskompetenz und kirchlichem Erbe sein.