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Der Klerus im Wandel: Wer wird der nächste Weihbischof von Chur oder Erzbischof von Vaduz?

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In den heiligen Hallen des Bistums Chur und in den repräsentativen Räumlichkeiten von Vaduz braut sich eine personelle Dynamik zusammen, die weit über rein kirchliche Strukturen hinausreicht. Während der aktuelle Bischof Joseph Bonnemain – ein aus Katalonien stammender Geistlicher des Opus Dei – auf das Ende seiner Amtszeit zusteuert, stellt sich die entscheidende Frage: Wer wird das Zepter in einer der politisch und strukturell anspruchsvollsten Diözesen der Schweiz übernehmen?

Ein Bistum im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne


Bischof Bonnemain hat sein Wirken in Chur geprägt, indem er die Diözese als „Begegnungstag“ ins öffentliche Bewusstsein rückte. Doch hinter der glanzvollen Fassade verbergen sich strukturelle Herausforderungen: Das Priesterseminar verzeichnet historische Tiefstände bei den Bewerbern, und die Suche nach geeigneten Nachfolgern gestaltet sich zunehmend schwierig. Während das Bistum oberflächlich befriedet scheint, bleibt die interne Spaltung im Klerus ein beständiger Faktor.

Der Aufstieg des „Rätselhaften“: Jochen Folz


Inmitten dieser personellen Lücke ist eine Figur besonders ins Auge gefallen: Der 55-jährige Deutsche Jochen Folz. Sein Werdegang wirkt wie eine steile Blitzkarriere, die ihn von der Seelsorge in Afghanistan und dem Kosovo über ein Promotionsstudium in Chicago bis hin zu einer Schlüsselposition im Churer Bistum geführt hat.

Seit 2023 fungiert Folz als Bischofsvikar für die kirchlichen Stiftungen und Moderator Curiae – de facto die Nummer Zwei des Bistums. Seine Ernennung zum Domherren am 7. Juni unterstreicht Bonnemains Vertrauen in seine Kompetenz, insbesondere im Bereich Wirtschaftsrecht. Doch was ist das eigentliche Ziel? Soll Folz der effiziente Manager sein, der das Bistum auf tragende Füsse stellt, oder steht eine Weihbischofswürde – vielleicht sogar die Erzbischofswürde von Vaduz – bevor?

Zwischen Luxus und kirchlicher Pflicht


Was Jochen Folz auszeichnet, ist weniger seine theologische Positionierung als vielmehr sein Faible für Repräsentation. Sein Werdegang in Liechtenstein war bereits vor seiner Ankunft in Chur durch eine kurze, aber prunkvolle Zeit als Dompfarrer in Vaduz geprägt. Dort renovierte er das Pfarrhaus mit edelsten Materialien, bevor er nach weniger als zwei Jahren wieder ausschied.

Heute ist Folz eng mit hochkarätigen Stiftungen und exklusiven Immobilien verknüpft. Seine Wohnsitze in Vaduz – von futuristischen Prestigeimmobilien bis hin zu Gebäuden im Besitz traditionsreicher Stiftungen – sowie seine Rolle als Präsident verschiedener Treuhandfirmen und Fondsmanagement-Strukturen lassen ihn eher wie einen Akteur der Finanzwelt wirken als einen klassischen Kirchenmann.

Die Suche nach dem Nachfolger: Wer sind die Alternativen?


Obwohl Folz aufgrund seiner Karriere eine prominente Rolle spielt, hält er selbst eine Weihbischofswürde in Chur für unwahrscheinlich und betont die Notwendigkeit eines lokal verwurzelten Kandidaten. Dies lenkt den Blick auf andere potenzielle Protagonisten:

  1. Die Generalvikare: Luis Varandas (Zürich), Peter Camenzind (Graubünden) und Bernhard Willi (Urschweiz). Besonders Varandas wird oft genannt, wenngleich sein Profil eher organisatorisch als theologisch geprägt ist.
  2. Die Domherren: Hier finden sich profiliertere Kandidaten wie die Pfarrer Daniel Krieg, Ernst Fuchs oder Andreas Rellstab. Auch Kurt Vogt aus Liechtenstein und Kurt Benedikt Susak aus Davos gelten als potenzielle „Papabile“.

Fazit: Eine dünne Personaldecke


Das Bistum Chur steht vor einer Zerreissprobe zwischen dem Bedürfnis nach fachlicher Expertise – verkörpert durch die effiziente, fast geschäftsmäßige Karriere von Jochen Folz – und der Suche nach geistlicher Kontinuität. In einem Klerus, der zunehmend diversifiziert ist und gleichzeitig mit einem Mangel an neuen Kandidaten kämpft, wird die Entscheidung über den nächsten Weihbischof eine Zerreissprobe zwischen Tradition, Verwaltungskompetenz und kirchlichem Erbe sein.

Zwischen politischer Unabhängigkeit und kirchlicher Verantwortung: Ein Vergleich zur Rolle von Richtern und kirchlich gesteuerten Amtsträgern

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Zwischen politischer Unabhängigkeit und kirchlicher Verantwortung: Ein Vergleich zur Rolle von Richtern und kirchlich gesteuerten Amtsträgern

„Six sei ein hervorragender Richter“, sagt Andreas Glarner über Six. Er habe ihn parteiintern bereits als Mediator eingesetzt und würde ihn wiederwählen. Diese Aussage stellt Eigenschaften wie Urteilsfähigkeit, Vermittlungskompetenz und Vertrauen in den Mittelpunkt. Ein Richter soll unabhängig, sachlich und rechtmässig entscheiden. Ein Mediator soll Konflikte beruhigen, unterschiedliche Interessen sichtbar machen und Lösungen ermöglichen. Beide Rollen verlangen persönliche Integrität und die Fähigkeit, nicht bloss nach Macht, Loyalität oder persönlichen Beziehungen zu handeln.

Gerade deshalb ist ein Vergleich mit kirchlich gesteuerten Ämtern aufschlussreich. Auch kirchliche Amtsträger tragen eine erhebliche Verantwortung. Sie verfügen häufig über weitreichende Kompetenzen: Sie können Personalentscheide treffen, Kündigungen aussprechen, Kirchgemeinden beaufsichtigen und über berufliche Zukunftschancen entscheiden. Wenn solche Befugnisse ohne ausreichende Kontrolle, ohne transparente Verfahren oder unter Verletzung der Autonomie einer Kirchgemeinde ausgeübt werden, entsteht ein gravierendes Vertrauensproblem. Besonders problematisch wird die Situation, wenn eine Kündigung rechtswidrig war und die verantwortliche Person später nicht zur Verantwortung gezogen, sondern sogar mit einer neuen Stelle in einer anderen Landeskirche betraut wird.

Im Zentrum dieses Vergleichs stehen deshalb zwei unterschiedliche Vorstellungen von Amt und Verantwortung. Auf der einen Seite steht das Ideal des unabhängigen und fairen Richters, dessen Entscheidungen an Recht und Gewissen gebunden sind. Auf der anderen Seite steht ein kirchlicher Machtapparat, in dem Loyalitäten, institutionelle Interessen und persönliche Netzwerke möglicherweise stärker zählen als die Einhaltung von Rechts- und Verfahrensregeln. Der Fall rund um Luc Humbel, den Präsidenten einer Landeskirche, wirft in diesem Zusammenhang Fragen auf, die über einen einzelnen Personalstreit hinausgehen.

Ein Richter besitzt seine Legitimation nicht allein durch eine Wahl oder durch das Vertrauen einer politischen Partei. Er muss sich an die Verfassung, die Gesetze und grundlegende Verfahrensprinzipien halten. Dazu gehören Unabhängigkeit, Unparteilichkeit, rechtliches Gehör und die Pflicht, Entscheidungen nachvollziehbar zu begründen. Ein hervorragender Richter zeichnet sich daher nicht dadurch aus, dass er die Interessen einer bestimmten Gruppe besonders zuverlässig vertritt. Entscheidend ist vielmehr, dass er auch gegenüber seiner politischen oder persönlichen Umgebung Distanz wahren kann.

Die Aussage von Andreas Glarner verweist auf eine solche Vertrauensbasis. Wenn ein Politiker sagt, er habe Six innerparteilich als Mediator eingesetzt und würde ihn wiederwählen, beschreibt er ihn als jemanden, der Konflikte lösen und faire Entscheidungen treffen kann. Allerdings muss gerade bei politischen und institutionellen Funktionen klar unterschieden werden: Parteiinternes Vertrauen ist nicht dasselbe wie richterliche Unabhängigkeit. Ein Mediator, der innerhalb einer Partei vermittelt, arbeitet in einem politischen Umfeld. Ein Richter dagegen muss auch dann unabhängig bleiben, wenn sein Entscheid einer Partei, einer Behörde oder einer mächtigen Institution missfällt.

Diese Anforderungen gelten sinngemäss auch für kirchliche Führungsämter. Eine Landeskirche ist zwar keine staatliche Behörde im engeren Sinn, doch sie ist eine öffentlich anerkannte und institutionell verfasste Organisation. Ihre Organe handeln nicht im rechtsfreien Raum. Sie müssen ihre eigenen Regelungen, arbeitsrechtliche Vorschriften, demokratische Grundsätze und die Rechte der betroffenen Kirchgemeinden respektieren. Wer ein kirchliches Amt bekleidet, trägt daher nicht nur geistliche, sondern auch rechtliche und administrative Verantwortung.

Die Autonomie einer Kirchgemeinde ist in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Autonomie bedeutet, dass eine Gemeinde innerhalb der geltenden kirchenrechtlichen und staatlichen Ordnung eigene Angelegenheiten selbstständig regeln kann. Dazu gehören häufig Personalfragen, die Gestaltung des Gemeindelebens und die Organisation der lokalen Verwaltung. Diese Autonomie darf nicht ohne klare Rechtsgrundlage durch übergeordnete Organe ausgehöhlt werden. Wenn eine Landeskirchenleitung in die Angelegenheiten einer Kirchgemeinde eingreift, muss sie dafür zuständig sein, ein korrektes Verfahren durchführen und ihre Entscheidung sachlich begründen.

Eine Kündigung ist zudem kein beliebiger Verwaltungsakt. Sie kann für die betroffene Person schwerwiegende Folgen haben: den Verlust der beruflichen Existenz, eine Schädigung des Rufs, psychische Belastungen und erschwerte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb müssen Kündigungen rechtmässig, verhältnismässig und fair vorbereitet werden. Betroffene müssen grundsätzlich angehört werden. Relevante Vorwürfe müssen bekannt sein, und die betroffene Person muss die Möglichkeit erhalten, dazu Stellung zu nehmen. Werden diese Mindestanforderungen missachtet, kann eine Kündigung rechtswidrig sein.

Wenn Luc Humbel als Präsident einer Landeskirche eine solche Kündigung veranlasst haben soll und dabei die Autonomie der Kirchgemeinde Gebenstorf verletzt wurde, handelt es sich nicht lediglich um eine interne Meinungsverschiedenheit. Es wäre vielmehr eine Frage der institutionellen Zuständigkeit, des Amtsverständnisses und der persönlichen Verantwortlichkeit. Dabei ist es wichtig, zwischen einer politischen oder organisatorischen Fehlentscheidung und einem nachweisbaren Rechtsverstoss zu unterscheiden. Nicht jede unpopuläre Entscheidung ist rechtswidrig. Umgekehrt darf der Hinweis auf kirchliche oder politische Autorität nicht dazu dienen, einen tatsächlichen Rechtsbruch zu verdecken.

Besonders schwer wiegt die Frage, was nach einem solchen Vorgang geschieht. In einem funktionierenden Rechtsstaat führt ein Fehlverhalten nicht automatisch zu einer Bestrafung. Doch wenn eine unabhängige Prüfung einen Rechtsverstoss bestätigt, müssen Konsequenzen möglich sein. Dazu können eine öffentliche Rüge, die Rücknahme einer Entscheidung, eine Entschädigung, eine disziplinarische Untersuchung oder der Verzicht auf eine weitere Führungsfunktion gehören. Entscheidend ist, dass Verantwortung nicht nur abstrakt eingefordert wird, sondern tatsächlich greift.

Der geschilderte Umstand, dass Luc Humbel trotz des Vorwurfs einer rechtswidrigen Kündigung eine Stelle in der Landeskirche Zürich erhalten habe, wirft deshalb Fragen nach der Glaubwürdigkeit kirchlicher Personalpolitik auf. Wenn jemand, der in einer früheren Funktion gegen Recht oder institutionelle Autonomie verstossen haben soll, ohne transparente Aufarbeitung in einer anderen Landeskirche eine neue Position erhält, kann der Eindruck entstehen, dass kirchliche Netzwerke stärker wirken als rechtliche Verantwortung. Ein solcher Vorgang könnte als institutionelle Selbstabschirmung wahrgenommen werden: Die betroffene Person wird nicht unbedingt offen geschützt, erhält aber die Möglichkeit, in ein anderes System zu wechseln, ohne dass die Vorwürfe umfassend geklärt werden.

Dabei darf nicht vorschnell behauptet werden, die neue Landeskirche habe bewusst einen Rechtsverstoss belohnt. Für eine faire Beurteilung müssten die konkreten Fakten bekannt sein: Welche Vorwürfe wurden erhoben? Welche Gerichte oder Aufsichtsstellen haben sich damit befasst? Wurde die Kündigung rechtskräftig als rechtswidrig beurteilt? Wusste die neue Arbeitgeberin von den Vorgängen? Welche Stellungnahmen wurden der betroffenen Person und den verantwortlichen Organen ermöglicht? Transparenz ist hier entscheidend. Gerade weil es um Persönlichkeitsrechte und mögliche Rufschädigung geht, muss sorgfältig zwischen gesicherten Tatsachen und politischen Bewertungen unterschieden werden.

Dennoch bleibt die grundsätzliche Problematik bestehen. Bei kirchlichen Leitungsämtern geht es nicht nur um fachliche Qualifikationen. Es geht auch um eine Vorbildfunktion. Kirchen verkünden Werte wie Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Verantwortung. Wenn ihre Führungspersonen bei Personalentscheiden diese Werte nicht erkennbar beachten, entsteht ein Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Eine Kirche verliert nicht nur durch finanzielle Skandale oder theologische Konflikte an Glaubwürdigkeit, sondern auch durch den Eindruck, dass für ihre Leitung andere Regeln gelten als für gewöhnliche Mitarbeitende.

Hier zeigt sich der Unterschied zum Ideal eines hervorragenden Richters. Ein Richter kann nicht darauf verweisen, dass er innerhalb seiner Institution beliebt ist. Er muss seine Entscheidung auf Recht und Beweise stützen. Ein kirchlicher Präsident sollte zwar nicht in jeder Situation wie ein Richter handeln, doch auch er muss seine Macht rechtlich gebunden und nachvollziehbar ausüben. Wenn er Konflikte entscheidet, darf er nicht gleichzeitig Partei und letzte Kontrollinstanz sein. Es braucht Verfahren, in denen Betroffene Beschwerde führen können und in denen unabhängige Stellen die Handlungen der Leitung überprüfen.

Auch der politische Vergleich mit Andreas Glarner und Six macht deutlich, wie wichtig Vertrauen und Kontrolle gemeinsam sind. Glarner hebt die Fähigkeit zur Vermittlung hervor. Ein guter Mediator versucht, Konflikte nicht durch Zwang, sondern durch Verständnis und Ausgleich zu lösen. Diese Haltung wäre auch in kirchlichen Personalstreitigkeiten wünschenswert. Bevor eine Kündigung ausgesprochen wird, sollten Gespräche, Mediation und verhältnismässige Lösungen geprüft werden. Besonders in Kirchgemeinden, die von persönlichen Beziehungen und ehrenamtlichem Engagement geprägt sind, kann eine eskalierende Führungskultur grossen Schaden anrichten.

Mediation ersetzt jedoch kein rechtsstaatliches Verfahren. Sie darf nicht dazu verwendet werden, klare Rechtsverletzungen zu verschleiern oder Betroffene zum Schweigen zu bewegen.

Die nächste Mondfinsternis: 28. August 2026

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Nur zwei Wochen nach der grossen Sonnenfinsternis vom 12. August liefert der Himmel das Gegenstück: Denselben Mondknoten, dieselbe Bahngeometrie – nur diesmal steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Die Finsternis vom 28. August 2026 ist mit einer Grösse von 0,938 eine der tiefsten partiellen Mondfinsternisse dieses Jahrzehnts. Es fehlen nur gut sechs Prozent des Monddurchmessers, dann wäre sie total gewesenine Mondfinsternis ist das entspannteste Himmelsereignis, das es gibt: Sie dauert Stunden statt Minuten, man braucht keinerlei Schutzausrüstung, und sie ist von der halben Erde gleichzeitig zu sehen. Der Vollmond wandert dabei in den Schatten, den unsere eigene Erde ins All wirft. Die nächste, die uns in Mitteleuropa betrifft, ist die partielle Mondfinsternis am Freitagmorgen, dem 28. August 2026 – und sie hat einen Haken, über den die meisten Kalender schweigen: Der Mond geht mitten in der Finsternis unter. Wer sie sehen will, braucht einen freien Blick nach Westen und muss früh aufstehen.

⚡ Kurzfassung: Die nächste Mondfinsternis über Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die partielle Mondfinsternis am 28. August 2026. Der Mond tritt um 04:34 Uhr MESZ in den Kernschatten ein, das Maximum mit 93,8 % Bedeckung fällt auf 06:13 Uhr – doch da steht der Mond schon fast am Horizont. In der Schweiz geht er zwischen 06:15 und 06:49 Uhr unter, zu 77 bis 94 % verfinstert. Die nächste totale Mondfinsternis, den nächsten echten Blutmond, gibt es erst am 31. Dezember 2028 – dann aber perfekt, komplett über dem Horizont am Silvesterabend.

Die nächste Mondfinsternis: 28. August 2026

Nur gut zwei Wochen nach der grossen Sonnenfinsternis vom 12. August liefert der Himmel das Gegenstück: Denselben Mondknoten, dieselbe Bahngeometrie – nur diesmal steht die Erde zwischen Sonne und Mond. Die Finsternis vom 28. August 2026 ist mit einer Größe von 0,938 eine der tiefsten partiellen Mondfinsternisse dieses Jahrzehnts. Es fehlen nur gut sechs Prozent des Monddurchmessers, dann wäre sie total gewesen.

Für Mitteleuropa ist das gleichzeitig die gute und die schlechte Nachricht. Gut, weil ein zu über 90 Prozent verfinsterter Mond spektakulär aussieht – ein dünner heller Rand, darüber eine große, rostbraun schimmernde Schattenfläche. Schlecht, weil dieses Maximum bei uns fast genau mit dem Monduntergang und dem Sonnenaufgang zusammenfällt. Der Mond steht dann keine drei Grad über dem Horizont, der Himmel ist bereits hell.

Elon Musk verspricht „Paradies” ohne Arbeit und Geld

Atheistische Utopie dank AI.

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Foto. Grok/X

Es wird keine notwendige Arbeit mehr geben, Geld wird nicht die geringste Rolle spielen. Die Menschen werden bekommen, was sie wollen und brauchen, und ein hoher Lebensstandard wird ihnen ein staatlich garantiertes Einkommen sichern. Dies ist die Vision, die Elon Musk skizzierte, als er über die Ära des radikalen Überflusses sprach, den die Entwicklung der KI garantieren soll. 

Hoffnungen auf zeitliches Glück

Die Juden, die auf den Messias warteten, mochten Jesus nicht. Sie warteten auf jemanden, der Israels politischen Ruhm wiederherstellen konnte. Sie interpretierten die Ankündigungen des Alten Testaments aus einer rein zeitlichen Perspektive: Der Messias würde die Römer verbannen, alle Gegner besiegen, die Herrschaft des jüdischen Königreichs auf neue Länder ausdehnen und den Wohlstand der Nachkommen Israels sichern. Jesus Christus predigte ein Königreich außerhalb dieser Welt. Er enttäuschte die Juden – nicht die Art von Erlöser, auf die sie gewartet hatten.

In der christlichen Ära begingen verschiedene ketzerische oder ketzerische Gruppen denselben Irrtum und bezogen sich dabei vor allem auf die apokalyptische Vision der tausendjährigen Herrschaft Christi. Daher werden sie Millenarier oder Chiliasten genannt – Gläubige an eine jahrtausendelange Ära unglaublichen Überflusses. Das bekannteste Beispiel ist die Joachimitenbewegung, die ihren Ursprung beim kalabrischen Mönch Joachim von Fiore hat. Die Joachimiten freuten sich auf die bevorstehende Ankunft des Zeitalters des Geistes, das mit der Lösung der gewöhnlichen Übel der Menschheit, der Redundanz religiöser Kirchenstrukturen und dem direkten Kontakt zwischen Mensch und Gott verbunden sein sollte.

Die industrielle Revolution und Marx‘ Befreiung durch Maschinen

Bisher war die Vorstellung vom Paradies auf Erden mehr oder weniger in religiösen Konzepten verankert. Die Säkularisierung des Konzepts des eschatologischen Glücks begann im 16. Jahrhundert, als die ersten Manifestationen einer beschleunigten technologischen Entwicklung auftraten, ausgelöst durch geografische Entdeckungen und die Wiederbelebung des europäischen wissenschaftlichen Denkens. Der englische Philosoph Francis Bacon argumentierte, dass Gott dem Menschen neue Möglichkeiten der Herrschaft über die Erde gebe, und zwar in einem solchen Ausmaß, dass der mit der Erbsünde verbundene Fluch der Mühe beseitigt werde. Vielleicht ist dies das erste Mal, dass das Konzept, das Paradies auf Erden durch menschlichen Einfallsreichtum und nicht durch eine Art göttliches Eingreifen in die Geschichte zu schaffen, hier so deutlich zum Vorschein kommt. Der vollständige Bruch zwischen der Vision des irdischen Paradieses und Gottes erfolgte im sozialistischen Denken, das intellektuell aus der Aufklärung hervorgingAber es könnte sich von Visionen einer Zukunft ernähren, die durch die industrielle Entwicklung verändert wird. Karl Marx glaubte, dass Maschinen es dem Menschen ermöglichen würden, von der Notwendigkeit zu arbeiten befreit zu werden. Seine Vision des kommunistischen Glücks wurzelte tief im Glauben an die Unwiderruflichkeit des technologischen Fortschritts, der die menschlichen Gesellschaften so verbessern würde, dass die Ideale der vollständigen Gleichheit wirklich verwirklicht würden – gerade durch die Verlagerung der Arbeitslast auf Maschinen. „Das Königreich der Freiheit beginnt eigentlich nur dort, wo die von Armut und äußerer Zweckmäßigkeit diktierte Arbeit endet”, argumentierte der Autor von „Capital”.Seine Vision des kommunistischen Glücks wurzelte tief im Glauben an die Unwiderruflichkeit des technologischen Fortschritts, der die menschlichen Gesellschaften so verbessern würde, dass die Ideale der vollständigen Gleichheit wirklich verwirklicht würden – gerade durch die Verlagerung der Arbeitslast auf Maschinen. „Das Königreich der Freiheit beginnt eigentlich nur dort, wo die von Armut und äußerer Zweckmäßigkeit diktierte Arbeit endet”, argumentierte der Autor von „Capital”.Seine Vision des kommunistischen Glücks wurzelte tief im Glauben an die Unwiderruflichkeit des technologischen Fortschritts, der die menschlichen Gesellschaften so verbessern würde, dass die Ideale der vollständigen Gleichheit wirklich verwirklicht würden – gerade durch die Verlagerung der Arbeitslast auf Maschinen. „Das Königreich der Freiheit beginnt eigentlich nur dort, wo die von Armut und äußerer Zweckmäßigkeit diktierte Arbeit endet”, argumentierte der Autor von „Capital”.

Elon Musks Welt ohne Job

Führende Persönlichkeiten der KI-Branche wiederholen Karl Marx‘ Gedanken fast wortwörtlich. Die utopische Vision des universellen Glücks, die von den Kommunisten aus dem jüdisch-joachimitischen messianischen Millenarismus übernommen wurde, wurde dank der Entwicklung des sogenannten in rein säkularisierter Form auf das futuristische Mittel der Welt übertragen Künstliche Intelligenz. Diese „marxistische” Vision wird vom reichsten Mann der Welt, Elon Musk, mit besonderer Kraft präsentiert. Der Eigentümer von Tesla und SpaceX äußerte dies in einem Gespräch, das vor einigen Tagen vom Magazin „The Economist” veröffentlicht wurde.  Musk überzeugte den Journalisten, dass Arbeit in naher Zukunft keine Notwendigkeit mehr sein würde – sie würde zu etwas völlig Optionalem werden, genau wie Gartenarbeit. Heute kann jeder in den Supermarkt gehen und eine billige Tomate kaufen. Manche Menschen ziehen es jedoch vor, Tomaten in ihren Hausgärten anzubauen.Obwohl sie nicht so prall seien wie die industriell hergestellten, könne es besonders angenehm sein, daraus das Abendessen für Freunde zuzubereiten, argumentierte er. So würde die Arbeit der Zukunft aussehen: Sie würde nur insoweit ausgeführt werden, als sie für den arbeitenden Menschen eine Quelle echter Zufriedenheit darstellt. Laut Musk wird die KI-Entwicklung innerhalb von höchstens zehn Jahren ein Niveau erreichen, das die Fähigkeiten der menschlichen Intelligenz dauerhaft übertreffen wird.

Der Multimilliardär verglich seine Vision für die Zukunft der Arbeit mit dem, was im Schach geschah. Im Schach gibt es ein Stockfish-Programm, das –wenn es mit voller Kraft funktioniert– einfach unbesiegbar ist; selbst der größte Schachgroßmeister kann damit nicht umgehen. Schachspieler spielen jedoch weiterhin gegeneinander und akzeptieren, dass die Maschine besser ist als sie – und sie freuen sich darüber. Musks Analogie ließe sich auch auf andere Sportarten übertragen: Ein Auto ist schneller als jedes Pferd, aber die Leute fahren trotzdem Pferderennen – und so weiter. Genau so würde die Zukunft der Arbeit aussehen: KI wird jede Aufgabe besser erfüllen können als Menschen, und damit wird Karl Marx‘ Vision wahr – die Arbeit, die „von Armut und äußerer Zweckmäßigkeit diktiert wird, endet”. Laut Elon Musk wird es auch keine Notwendigkeit geben, Geld zu verdienen: Die Produktion wird so einfach sein,dass die Welt in eine Ära unglaublichen Überflusses eintreten wird. Jeder Mensch kann, wenn er möchte, zahlreiche Güter besitzen – Lebensmittel, Kleidung, komfortable Unterkunft, Zugang zu schnellen Transportmitteln. Infolgedessen muss ein universelles garantiertes Einkommen – eingeführt werden, und zwar auf hohem Niveau. Regierungen werden Personenkontrollen ausstellen, die es ihnen ermöglichen, bequem und ohne Arbeit zu leben. Musks Vision ist natürlich voller grundlegender Lücken – sie ignoriert das Problem der Ressourcen, des Statuswettbewerbs und der Verteilungsorganisation. Der Multimilliardär weist solche Schwierigkeiten jedoch mit der Begründung zurück, dass er sich lieber auf das „Positive” konzentriere. Er sagt, der Weg zum vollen Überfluss werde „holprig” sein –, aber es besteht eine gute Chance, dass er ohne wirklich große Schwierigkeiten überwunden wird.wird in der Lage sein, zahlreiche Güter zu besitzen – Lebensmittel, Kleidung, komfortable Unterkunft, Zugang zu schnellen Transportmitteln. Infolgedessen muss ein universelles garantiertes Einkommen – eingeführt werden, und zwar auf hohem Niveau. Regierungen werden Personenkontrollen ausstellen, die es ihnen ermöglichen, bequem und ohne Arbeit zu leben. Musks Vision ist natürlich voller grundlegender Lücken – sie ignoriert das Problem der Ressourcen, des Statuswettbewerbs und der Verteilungsorganisation. Der Multimilliardär weist solche Schwierigkeiten jedoch mit der Begründung zurück, dass er sich lieber auf das „Positive” konzentriere. Er sagt, der Weg zum vollen Überfluss werde „holprig” sein –, aber es besteht eine gute Chance, dass er ohne wirklich große Schwierigkeiten überwunden wird.wird in der Lage sein, zahlreiche Güter zu besitzen – Lebensmittel, Kleidung, komfortable Unterkunft, Zugang zu schnellen Transportmitteln. Infolgedessen muss ein universelles garantiertes Einkommen – eingeführt werden, und zwar auf hohem Niveau. Regierungen werden Personenkontrollen ausstellen, die es ihnen ermöglichen, bequem und ohne Arbeit zu leben. Musks Vision ist natürlich voller grundlegender Lücken – sie ignoriert das Problem der Ressourcen, des Statuswettbewerbs und der Verteilungsorganisation. Der Multimilliardär weist solche Schwierigkeiten jedoch mit der Begründung zurück, dass er sich lieber auf das „Positive” konzentriere. Er sagt, der Weg zum vollen Überfluss werde „holprig” sein –, aber es besteht eine gute Chance, dass er ohne wirklich große Schwierigkeiten überwunden wird.Infolgedessen muss ein universelles garantiertes Einkommen – eingeführt werden, und zwar auf hohem Niveau. Regierungen werden Personenkontrollen ausstellen, die es ihnen ermöglichen, bequem und ohne Arbeit zu leben. Musks Vision ist natürlich voller grundlegender Lücken – sie ignoriert das Problem der Ressourcen, des Statuswettbewerbs und der Verteilungsorganisation. Der Multimilliardär weist solche Schwierigkeiten jedoch mit der Begründung zurück, dass er sich lieber auf das „Positive” konzentriere. Er sagt, der Weg zum vollen Überfluss werde „holprig” sein –, aber es besteht eine gute Chance, dass er ohne wirklich große Schwierigkeiten überwunden wird.Infolgedessen muss ein universelles garantiertes Einkommen – eingeführt werden, und zwar auf hohem Niveau. Regierungen werden Personenkontrollen ausstellen, die es ihnen ermöglichen, bequem und ohne Arbeit zu leben. Musks Vision ist natürlich voller grundlegender Lücken – sie ignoriert das Problem der Ressourcen, des Statuswettbewerbs und der Verteilungsorganisation. Der Multimilliardär weist solche Schwierigkeiten jedoch mit der Begründung zurück, dass er sich lieber auf das „Positive” konzentriere. Er sagt, der Weg zum vollen Überfluss werde „holprig” sein –, aber es besteht eine gute Chance, dass er ohne wirklich große Schwierigkeiten überwunden wird.Er sagt, dass er sich lieber auf das „Positive” konzentriert. Er sagt, der Weg zum vollen Überfluss werde „holprig” sein –, aber es besteht eine gute Chance, dass er ohne wirklich große Schwierigkeiten überwunden wird.Er sagt, dass er sich lieber auf das „Positive” konzentriert. Er sagt, der Weg zum vollen Überfluss werde „holprig” sein –, aber es besteht eine gute Chance, dass er ohne wirklich große Schwierigkeiten überwunden wird.

Radikaler Überfluss für alle

Eine ähnliche Zukunft wird auch von anderen Vertretern der KI-Community vorhergesagt. Demis Hassabis, der Google DeepMind betreibt, spricht über die Welt „radikaler Überfluss”. Seiner Meinung nach könnte die Menschheit einen Punkt erreichen, an dem „der limitierende Faktor für die Entwicklung nicht einmal mehr Ressourcen sein werden”. Dies ist auf die Annahme zurückzuführen, dass sich KI-betriebene Roboter replizieren, Rohstoffe gewinnen – und es keinen Mangel an Rohstoffen geben wird, da die in diesem Szenario postulierte Erforschung des Weltraums die Entdeckung neuer Lagerstätten ermöglichen wird. Samuel Altman von OpenAI hingegen argumentiert, dass die Zeit für „universellen Wohlstand” gekommen sei, den wir dank „fast grenzenloser Intelligenz und enormer Energieressourcen” erreichen werden. Die KI-Revolution würde zu einer Situation führen, in der der Reichtum der Welt es jedem ermöglichen würde „zu besitzen, was er braucht”. Ähnliche Stimmen könnten noch sehr lange zitiert werden;All diese große Begeisterung ist geprägt von der Überzeugung, dass die quasi-marxistische Utopie des Paradieses ohne notwendige Arbeit gar keine Utopie mehr ist, sondern eine unvermeidliche Zukunft.

Praktische Grenzen der KI-Utopie

All diese Aussagen könnten als klarer Versuch abgetan werden, weitere Aktionäre zu ihren börsennotierten Unternehmen zu drängen. Wenn KI-Unternehmen die Zukunft so radikal rosig gestalten wollen, bedeutet das, dass es sich lohnt, in sie zu investieren, oder? Eine Lüge, die genau die richtige Anzahl von Malen wiederholt wird, wird wahr, und das verschafft Großunternehmern Milliarden von Dollar mehr. Letztendlich ist jedem, der eine Weile darüber nachdenkt, klar, dass eine Welt ohne Arbeit unmöglich ist, und die Vorstellung, dass selbstreplizierende Roboter buchstäblich jede Arbeit erledigen, die Menschen heute erledigen, ist reine Absurdität. Sollte es wahr werden, würde es wahrscheinlich eine große Tragödie bedeuten. Verteilung von Geldern von der Regierung „nach Bedarf” in einer Situation, in derin dem die eigentliche Arbeit der Roboter von einer Gruppe Milliardäre kontrolliert wird – das ist keineswegs universelles Glück, sondern ein großes, modernes Konzentrationslager, in dem es keine wirkliche Freiheit gibt. Aufgrund materieller Zwänge erscheinen die Stimmen derjenigen, die KI als Chance sehen, die Funktionsweise von Einzelpersonen und ganzen Gesellschaften deutlich zu verbessern, rationaler. Es ist schwer, die Zuverlässigkeit solcher Visionen zu leugnen: Letztendlich hat die industrielle Entwicklung unser Leben grundlegend verändert und es uns ermöglicht, viele Krankheiten zu beseitigen, extreme Armut zu beseitigen und bisher unerreichbare Verkehrsfreiheit zu schaffen.die KI als eine Chance sehen, die Funktionsweise von Einzelpersonen und ganzen Gesellschaften deutlich zu verbessern. Es ist schwer, die Zuverlässigkeit solcher Visionen zu leugnen: Letztendlich hat die industrielle Entwicklung unser Leben grundlegend verändert und es uns ermöglicht, viele Krankheiten zu beseitigen, extreme Armut zu beseitigen und bisher unerreichbare Verkehrsfreiheit zu schaffen.die KI als eine Chance sehen, die Funktionsweise von Einzelpersonen und ganzen Gesellschaften deutlich zu verbessern. Es ist schwer, die Zuverlässigkeit solcher Visionen zu leugnen: Letztendlich hat die industrielle Entwicklung unser Leben grundlegend verändert und es uns ermöglicht, viele Krankheiten zu beseitigen, extreme Armut zu beseitigen und bisher unerreichbare Verkehrsfreiheit zu schaffen.

Überflüssiger Gott – Überflüssiger Mensch

Was mich jedoch am meisten interessiert, ist der Einfluss all dieser Visionen auf weit verbreitete Vorstellungen über den Menschen und die Welt. Seit vielen Jahrzehnten leben wir im Paradigma der Wissenschaftler und sind davon überzeugt, dass die Wissenschaft früher oder später die meisten Probleme lösen und bisher unlösbare Fragen beantworten wird. Die Welt des universellen Glücks im Geiste der säkularisierten Eschatologie zu malen, kann dieses Paradigma nur stärken, indem es den Raum für die Erfahrung Gottes einschränkt. Schließlich erleben wir Gott am häufigsten dort, wo wir greifbar auf die Grenzen unserer eigenen Existenz stoßen. Schmerz, Leid, Tod geliebter Menschen – sind Momente, die die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens offenbaren und uns für den Glauben an die Notwendigkeit öffnen, dieses Leben mit Transzendenz zu vollenden. Die Vision einer sozialen Organisation vermitteln, die unser Leben rundum glücklich macht,führt unweigerlich zur Marginalisierung der Gedanken über Gott.

Man kann sagen, dass der einzige Moment unseres Lebens, der in dieser Perspektive für Transzendenz offen ist, der Tod ist. In der Welt der Sterbehilfe reicht jedoch selbst dies möglicherweise nicht mehr aus. Ich fürchte, dass die Utopie der sogenannten Künstliche Intelligenz ist, genau wie die kommunistische Utopie, eng mit dem Atheismus verbunden. Unterdessen ist die atheistische Welt als ausschließliches Reich des Menschen eine Welt, in der es keine festen Werte oder eine unauslöschliche Würde des menschlichen Lebens gibt. Wenn Elon Musk et consortes eine Vision von „radikalem Überfluss” zeichnen, indem sie Aktionäre in ihre Unternehmen treiben und sich als irdische Herren vorstellen, die die universellen Güter einer glücklichen Menschheit verteilen, sprechen sie nur von einer Seite des Bildes. Nach dem zweiten kommt die Dunkelheit – die Welt der Menschheit wird auf die Ebene bewirtschafteter Tiere reduziert. Letztendlich,Elon Musk träumt davon, in den Weltraum „das Bewusstsein” transportiert zu werden. Wenn seine KI-gestützten Maschinen jedoch die menschliche Intelligenz übertreffen sollen, dann können sie als Selbstzweck verstanden werden –und der Mensch wird seinen anderen Aussagen zufolge aus „historischer” Sicht nur der biologische Dünger sein, den diese Superintelligenz zum Existieren braucht. Wenn er seine Rolle erfüllt – kann er gehen, oder besser gesagt – entlassen werden.

Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ist ein faszinierendes Naturereignis

Die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 ist ein faszinierendes Naturereignis. In der Bibel werden Sonnenfinsternisse oder das Dunkelwerden der Sonne durchaus erwähnt, meist als Zeichen für ein außergewöhnliches Handeln Gottes oder als Symbol für eine Zeit der Veränderung, Prüfung oder des Gerichtes. Wichtig ist aber: Die Kirche warnt davor, jedes konkrete Himmelsereignis direkt als göttliche Botschaft zu deuten. Vielmehr sind die biblischen Aussagen in ihrem Kontext als theologische Botschaften und nicht als astronomische Vorhersagen zu verstehen.

Bibel

  • In Joel 3,4 [1] steht: „Die Sonne wird in Finsternis verwandelt und der Mond in Blut, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.“[1]
  • Jesus greift dieses Bild in den sogenannten „apokalyptischen Reden“[2] ebenfalls auf: „Aber in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond nicht mehr scheinen.[2][3]
  • Auch bei der Kreuzigung Jesu verfinstert sich die Sonne[4]: „Es war schon um die sechste Stunde, da kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde; die Sonne verfinsterte sich.“[4]

Kath. Katechismus

Der Katechismus verweist darauf, dass die „Zeichen am Himmel“ ein Ausdruck des Durchgangs der Schöpfung zu ihrer endgültigen Erfüllung in Christus sind — nicht eine Einladung zu Aberglaube oder Angst, sondern zum Vertrauen auf Gottes Plan.

Schlussfolgerung

Die Kirche versteht astronomische Ereignisse grundsätzlich als Teil der wunderbaren Schöpfung Gottes. Sie mahnt, nicht jeden Sonnen- oder Mondfinsternis als unmittelbares apokalyptisches Zeichen zu interpretieren. Die biblischen Texte sprechen mehr über die Macht und das Eingreifen Gottes als Schöpfer, nicht über astrologische Vorzeichen. Die Betrachtung solcher Naturereignisse kann uns zur Ehrfurcht und zum Lobpreis Gottes führen, ist aber kein direkter Aufruf zu Angst oder Spekulation.

Sonnenfinsternisse werden in der Bibel und bei den Kirchenvätern häufig als symbolträchtige Naturphänomene verstanden, denen spirituelle Bedeutung zugeschrieben wird. Für konkrete Ereignisse wie die Sonnenfinsternis am 12. August 2026 gibt es natürlich keine spezifische kirchliche oder patristische Auslegung. Dennoch haben sich die Väter wiederholt zu Sonnenfinsternissen und dunklen Himmelszeichen geäußert.

Origenes betrachtet eine Sonnenfinsternis als Zeichen sowohl der Endlichkeit der Schöpfung als auch als Hinweis auf Gottes Macht über Licht und Dunkel. In seinem Kommentar zum Matthäusevangelium[1] betont er, dass Gott der Herr über die natürlichen Abläufe ist und Finsternisse auch zur Ermahnung der Menschen dienen können.

Augustinus versteht Naturereignisse wie Sonnenfinsternisse häufig als symbolische Hinweise: Für ihn können sie Mahnungen zur Umkehr oder Zeichen für die spirituelle Blindheit sein, wenn das Licht der Wahrheit vorübergehend verschwindet [2]. In seinen Predigten interpretiert er biblische Sonnenfinsternisse nicht als Vorhersagen für konkrete Ereignisse, sondern als Aufrufe, im Licht Christi zu bleiben.

3

  • 2 Augustinus, Enarrationes in Psalmos – Psalm 10,1.
  • 3 Johannes Chrysostomus, Homilien zum Matthäus-Evangelium – Homilie LXXVI (zu Mt 24,29).

Ein SS-Soldat wurde in Schweden Samenspender und zeugte 15 Kinder.

Ein dänischer SS-Soldat wurde in Schweden Samenspender und zeugte mindestens 15 Kinder.

Ein dänischer SS-Soldat wurde in Schweden Samenspender und zeugte mindestens 15 Kinder.

Foto: NTB/TT

Laut DR wurden in den 1960er Jahren in Schweden mindestens 15 Kinder durch Samenspenden eines dänischen SS-Soldaten gezeugt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Däne Walther Frisch wegen Kollaboration mit den Deutschen zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Durch Fruchtbarkeitsbehandlungen im Karolinska-Krankenhaus zeugte er später mindestens 15 Kinder in vier Ländern: Dänemark, Schweden, Finnland und Deutschland.

In einer DR-Dokumentation hinterfragen zwei von ihnen, wie der Mann als Spender zugelassen werden konnte.

Heinrich Himmler sagte, jeder SS-Offizier solle mindestens vier Kinder haben. „Sind wir das Ergebnis nationalsozialistischer Ideologie?“, fragt eines der Spenderkinder, Mats Rydberg, in der Dokumentation.

Das Krankenhaus lehnte ein Interview ab, teilte DR jedoch mit, dass Informationen über den dänischen Spender fehlen.

Quelle:Harald Sweden

Tränen des Heiligen Laurentius. Warum wurden die fallenden Sterne so genannt?

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Im August können wir, anders als zu jeder anderen Jahreszeit, Sternschnuppen am Himmel beobachten – einen wahren Perseiden-Meteorstrom. Die Volkstradition nennt sie „den weinenden Himmel“ oder „die Tränen des heiligen Laurentius“.

In diesem Jahr werden die Meteore – auch Perseiden genannt, nach dem Sternbild Perseus – in den Nächten vom 11. auf den 12. und vom 12. auf den 13. August deutlich am Himmel zu sehen sein. Bis zu hundert Meteore könnten pro Stunde aufleuchten. Da dieses Phänomen über ein relativ großes Gebiet auftritt, werden die ganze Nacht über zahlreiche, teils sehr helle Sternschnuppen zu sehen sein.

„Solange das Wetter mitspielt, steht perfekter Sicht nichts im Wege“, sagte Professor Wielebiński. Er fügte hinzu, dass die Anzahl der Meteoriten zwar jedes Jahr variiere, dieses Jahr aber außergewöhnlich hoch sei, darunter der berühmte Perseiden-Meteorstrom, der vom 17. Juli bis zum 24. August andauert. In dieser Zeit treten Tausende von Meteoriten, manche nur einen Millimeter groß, mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und verglühen in einer Höhe von 80 bis 300 Kilometern durch Reibung.

Sie werden Perseiden genannt, weil es aus der Ferne so aussieht, als würden sie alle auf ein einziges Ziel zusteuern – das Sternbild Perseus. Dieser Meteorstrom stammt vom Kometen Swift-Tuttle, der die Erde alle 134 Jahre umkreist. Er war zuletzt 1992 sichtbar und wird dies im Jahr 2126 wieder tun. „Mit jedem Umlauf verliert der Komet in Sonnennähe Material, und seine Partikel verteilen sich entlang seiner Bahn, ähnlich wie bei einem Lkw, der Sand transportiert“, erklärt der Astrophysiker. Die ersten bekannten Studien der Perseiden wurden vor etwa zweitausend Jahren in China durchgeführt. In Europa wurde das Phänomen erstmals im Jahr 811, zur Zeit Karls des Großen, beschrieben.

Der Begriff „Tränen des heiligen Laurentius“ bezieht sich auf den Heiligen, der am 10. August 258 in Rom den Märtyrertod erlitt. Er wurde grausam gefoltert und weinte der Überlieferung nach dabei über die Sünden der Welt. Einer anderen Legende zufolge lachte der Märtyrer sogar unter Qualen und half seinen Peinigern, als sie ihn auf einem glühenden Rost hin und her rollten. Bis heute ist der heilige Laurentius der Schutzpatron der Brandverletzten, der Fieberkranken sowie der Feuerwehrleute, Köche, Bäcker und Köhler. Er schützt auch vor den Höllenqualen.

Realistischere Berichte legen nahe, dass Laurentius einer der sieben Diakone Roms war und für die Finanzen und die Armenfürsorge zuständig war. Weil er sich weigerte, Kirchenbesitz an Kaiser Valerian abzutreten, wurde er gefoltert und auf der Via Tiburtina in Rom hingerichtet.

Der St.-Lorenz-Tag hat auch in den Volkstraditionen verschiedener Länder eine bedeutende Rolle. An diesem Tag wird in den Kirchen ein besonderes „St.-Lorenz-Brot“ gesegnet und anschließend an Bedürftige verteilt. Die „St.-Lorenz-Kraut“ bezeichnet die Goldrute, die zu dieser Jahreszeit goldene Blütenstände trägt und als Heilpflanze gilt. Im landwirtschaftlichen Kalender ist der heilige Märtyrer der erste unter den „Herbstbrüdern“ und kündigt den Beginn der Herbsternte an. Winzer freuen sich, wenn das Wetter am St.-Lorenz-Tag schön ist, denn dann ist ihnen eine reiche Traubenernte und volle Fässer mit frischem Wein sicher.

Die katholische Beerdigung eines berühmten italienischen Gitarristen, der Freimaurer war, wurde abgesagt.

Nach dem 1917 in Kraft getretenen Grundgesetz der Katholischen Kirche, dem ‚Codex Iuris Canonici‘ durfte ein Katholik kein Freimaurer sein. Verstiess er dagegen, galt er automatisch (ipso facto) als exkommuniziert.

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Die katholische Beerdigung von Bruno Battisti D’Amario, dem langjährigen Gitarristen und Weggefährten von Ennio Morricone, wurde kurzfristig abgesagt. Der Musiker, der am 5. August im Alter von 88 Jahren verstarb, sollte in der Basilika Santa Maria in Montesanto in Rom, der sogenannten „Kirche der Künstler“, beigesetzt werden. Kardinal Baldassarre Reina, Generalvikar von Papst Leo XIV. für das Bistum Rom, verweigerte schliesslich die Genehmigung zur Feier des Requiems.

Die Zeremonie war bereits früher geplant, und die Basilika sollte im August offiziell eröffnet werden. Diese Entscheidung wurde jedoch geändert, nachdem D’Amarios aktive Mitgliedschaft in der Freimaurerei bekannt geworden war. Wie die italienische Zeitung „ La Nuova Bussola“ berichtete , wussten die für die Basilika zuständigen Geistlichen zunächst nichts von seiner Mitgliedschaft im Grand Orient von Italien.

D’Amario war ein hoch angesehener klassischer Gitarrist und Professor am Konservatorium San Pietro a Majella in Neapel. Er arbeitete jahrelang mit Ennio Morricone zusammen, und sein Gitarrenspiel war auf den Soundtracks von Filmen wie „Für eine Handvoll Dollar“, „Für ein paar Dollar mehr“, „Zwei glorreiche Halunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu hören.

Nach dem Tod des Musikers wurden seine Verbindungen zur Freimaurerei vom Großorient von Italien öffentlich anerkannt. In einer veröffentlichten Biografie präsentierte ihn die Organisation als Gründer der römischen Loge Giuseppe Leti und als Verfasser der offiziellen Hymne des Grossorients von Italien. D’Amario leitete zudem zweimal das Regionalkollegium der Ehrwürdigen Meister von Latium und diente dem Orden als Berater.

Diese Information wurde an den Rektor der Basilika, Bischof Antonio Staglianò, Präsident der Päpstlichen Akademie für Theologie, weitergeleitet. Nach Überprüfung der Angaben kontaktierte er Kardinal Reina. Laut dem Prälaten verweigerte der Generalvikar des Papstes nach Rücksprache mit der Rechtsabteilung des Bistums Rom die Genehmigung zur Feier der Trauermesse. Bischof Staglianò erhielt anschliessend eine schriftliche Bestätigung dieser Entscheidung.

Der Rektor der Basilika sprach auch mit der Tochter des Verstorbenen. Seinen Angaben zufolge wusste sie nichts von der Freimaurerei ihres Vaters. Auch die Kirchenleitung erhielt keine Hinweise darauf, dass D’Amario die Freimaurerloge vor seinem Tod verlassen hatte.

Letztendlich fand nur ein Gebet im engsten Familienkreis mit einem Priester statt, jedoch ohne Feier der Heiligen Messe und ohne liturgische Gewänder. Bischof Staglianò deutete an, dass eine Messe für den Verstorbenen in Zukunft möglich sein werde.

Die Entscheidung von Kardinal Reinas steht im Einklang mit der konsequenten Haltung der katholischen Kirche zur aktiven Mitgliedschaft in Freimaurerorganisationen. Die Erklärung der Glaubenskongregation von 1983 bekräftigte, dass die negative Bewertung der Freimaurerei durch die Kirche weiterhin Gültigkeit besitzt, da deren Prinzipien als unvereinbar mit der katholischen Lehre gelten. Im November 2023 bekräftigte das Dikasterium für die Glaubenslehre erneut die Unvereinbarkeit der aktiven Mitgliedschaft in der Freimaurerei mit der Lehre der Kirche.

Der Fall D’Amario zeigt, dass trotz jahrelanger Zusammenarbeit und Dialog zwischen Kirchenvertretern und Personen mit Verbindungen zur Freimaurerei die doktrinäre Position der Kirche in dieser Frage unverändert bleibt.

Die Schweizer Kirche soll angeblich stark von aktiven Freimaurern unterwandert sein, die Einfluss auf die Leitung der Landeskirchen nehmen. Auch der Lions Club wird von Kritikern mitunter als eine Art Vorfeld- oder Ausbildungsschule der Freimaurerei bezeichnet. Ob und wann Schweizer Bischöfe eine solche Tätigkeit untersagen werden, bleibt ungewiss. Diese Tatsache wird mitunter als Erklärung dafür angeführt, weshalb die Auseinandersetzungen mit der katholischen Kirche und dem Priestertum in der Schweiz besonders heftig geführt werden.

Kritik an Bischof Koch nach dem Anschlag in Berlin – mit Blick auf die öffentliche Wirkung

Nach dem letzten Anschlag des islamischen Extremisten in Berlin hätten kirchliche Stellungnahmen eine besondere öffentliche und mediale Wirkung zeigen müssen. Stattdessen sind Worte des Berliner Bischofs als ungenügend einzustufen, was im öffentlichen Brief der Katholiken an den Bischof Koch zum Ausdruck gebracht wird.

Worte des Bischofs werden nicht nur von Gläubigen wahrgenommen, sondern prägen auch die gesellschaftliche Debatte, das Vertrauen der Betroffenen und den Umgang mit Gewalt in der Öffentlichkeit. Gerade deshalb muss die Sprache klar, wahrhaftig und den Opfern verpflichtet sein.

Allgemeine Appelle zur Besonnenheit und zum Frieden sind wichtig. Sie dürfen jedoch nicht den Eindruck erwecken, die Tat werde relativiert oder berechtigte Fragen nach Verantwortung, Ursachen und Schutzmaßnahmen würden verdrängt. In der medialen Wahrnehmung kann eine zu beschwichtigende Reaktion schnell wie ein Schönreden wirken – besonders für Opfer, Angehörige und Menschen, die sich nach Sicherheit und Orientierung sehnen.

Theologisch ist diese Klarheit geboten. Christlicher Glaube verlangt, Unrecht beim Namen zu nennen. Gewalt gegen Menschen ist ein Angriff auf ihre unantastbare, von Gott gegebene Würde. Die Kirche ist daher nicht nur zum Trost, sondern auch zum öffentlichen Zeugnis für Wahrheit, Gerechtigkeit und den Schutz der Bedrohten verpflichtet. „Suchet das Recht, helft den Unterdrückten“ (Jesaja 1,17) bedeutet: Frieden darf nicht mit dem Vermeiden klarer Worte verwechselt werden.

Ein Bischof trägt in solchen Situationen besondere Verantwortung. Seine Aussagen sollten zuerst die Opfer und Angehörigen in den Mittelpunkt stellen, eindeutig jede Form von Gewalt und Extremismus verurteilen und deutlich machen, dass Nächstenliebe auch konkrete Schutzpflicht bedeutet. Wer ausschließlich auf Versöhnung und Deeskalation setzt, ohne das Unrecht klar zu benennen, riskiert eine mediale Botschaft der Verharmlosung.

Die Kritik an Bischof Koch richtet sich daher nicht gegen den Aufruf zu Frieden oder Mitmenschlichkeit. Sie richtet sich gegen eine Kommunikation, die in der Öffentlichkeit als ausweichend oder unzureichend klar wahrgenommen werden kann. Kirche muss trösten, aber sie muss ebenso mahnen: Sie darf die Opfer nicht aus dem Blick verlieren, Gewalt nicht relativieren und Verantwortung nicht in allgemeinen Formeln auflösen.

Indien: Hinduistische Extremisten bedrohen katholische Mönche.

„Sie haben sieben Tage Zeit, diesen Ort zu verlassen”

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Eine Gruppe hinduistischer Extremisten griff eine katholische Claretinermission in Nazat im indischen Bundesstaat Westbengalen an, drohte dem Pfarrer mit der Räumung und befahl ihm, innerhalb von sieben Tagen abzureisen. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet, doch – christlichen Organisationen zufolge– war die Reaktion der Behörden bislang unzureichend.

Der Vorfall ereignete sich am 1. August in der Kirche St. Anthony Maria Claret in Nazat, im Bezirk North 24 Parganas. Die Gruppe wurde angeblich von einem Mann in safranfarbener Kleidung angeführt, der sich als Mitglied des Hindu Parishad (VHP) – identifizierte, einer Organisation, die mit dem hinduistischen Nationalismus verbunden ist. Die Angreifer warfen den Missionaren angebliche „Zwangskonvertierungen” und Missbrauch ausländischer Gelder vor.

Aufnahmen des Vorfalls zeigen den Anführer der Gruppe, die Vater leitet Anuja Hembroma bedroht ihn und befiehlt ihm, die Region zu verlassen. – Raus nach Amerika oder Neuseeland – soll er geschrien und Missionaren vorgeworfen haben, mit ausländischer Finanzierung zu operieren.

Der christliche Verein Bangiya Christiya Pariseba (BCP) und Vertreter der Kirche forderten die Polizei auf, sofort einzugreifen. Die Organisation fordert eine Untersuchung von Einschüchterungen, Drohungen und Verstössen gegen die Unverletzlichkeit einer kirchlichen Einrichtung. Es fordert auch Schutz für Missionare und die örtliche Gemeinschaft.

Der frühere Präsident der All India Catholic Union, Eugene Gonsalves, betonte, dass Claretiner den armen und marginalisierten Menschen der Region seit Jahren durch pädagogische, medizinische und pastorale Aktivitäten dienen. Er wies darauf hin, dass Anschuldigungen gegen Missionare und Versuche, eine legal funktionierende Institution zu schliessen, einen Verstoss gegen die verfassungsmässig garantierte Religionsfreiheit darstellen.

Quelle: AsiaNews