Papst feiert in Rom Messe mit Ordensleuten am 2.2, dem Tag des geweihten Lebens. In seiner Predigt am 28. Welttag des geweihten Lebens warnte Franziskus die gottgeweihten Männer und Frauen davor, das innere Leben zu vernachlässigen und sich an den Stil der Welt anzupassen. Stattdessen empfahl er „Anbetung, Einsatz der Knie und des Herzens,“ damit „die Sehnsucht nach Gott, die Freude an der Erwartung, neu geweckt“ werden kann.
Personen des geweihten Lebens lehren uns, das Angesicht Gottes zu suchen
Am 2. Februar begeht die katholische Kirche traditionell ihren „Tag des geweihten Lebens“ mit zahlreichen Veranstaltungen in der ganzen Welt. Papst Johannes Paul II. hatte den Tag am Kirchenfest „Mariä Lichtmess“ im Jahr 1997 eingeführt, um die Wertschätzung von Orden und anderen Gemeinschaften geistlichen Lebens zu fördern.
Geweihte Personen lehren uns, das Antlitz Gottes zu suchen und erinnern uns daran, dass gesegnet zu werden bedeutet, auf Erden zu leben und sich bewusst zu sein, dass der Himmel unsere Heimat ist – sagte Bischof Jacek Kiciński CMF, Vorsitzender der Kommission für Institute des geweihten Lebens und apostolische Gesellschaften Leben des polnischen Episkopats.
In seiner Radiopredigt wies Bischof Kiciński auf das Zeugnis von Personen des geweihten Lebens hin: Sel. Mutter Elżbieta Róża Czacka mit ihrem Werk „Blindenhilfe“ und elisabethanische Märtyrer: Schwester Paschalis Jahn und Kameraden, die von sowjetischen Soldaten getötet wurden.
„Es stellt sich heraus, dass unsere Situation der des auserwählten Volkes ähnlich ist. Nach einer Zeit der Bewunderung für die Freiheit, die schliesslich ein Geschenk Gottes ist, beginnt ein langsames Eintauchen in das Alltägliche. Und für viele von uns wird Gott unnötig. Der Verzicht auf Gott und sein Gesetz wird immer öfter zum Indikator für einen neuen Lebensstil. Apostasie erscheint als Ausdruck der Opposition gegen die Institution der Kirche. Wir haben es mit deklarativem Glauben zu tun, also unverbindlich. Manchmal sagt jemand: „Ich glaube an Gott, aber ich brauche keine menschliche Vermittlung. Und die jetzige Situation erweckt den Eindruck, als hätte sich Gott wieder versteckt. Und wieder ist er unsichtbar und unhörbar“- sagte Bischof Kiciński in seiner Predigt und verwies auf die Lesungen für die Messe und die aktuelle Realität der Kirche.
Er fügte hinzu, dass es schwierige Ereignisse auf der Welt gibt, wie den Krieg in der Ukraine, Hungersnöte auf der Erde, ungerechte Ausbeutung des Menschen durch Menschen, Menschenhandel und viele andere Phänomene, bei denen wir das sogenannte „Gottes Schweigen“ erleben können. ‚Und jemand mag fragen: ‚Wo bist du, Gott?‘. Hat Gott wirklich aufgehört, sich an uns zu erinnern? – sagte Bischof Kiciński.
Während der Eucharistie erneuerten die Personen des geweihten Lebens ihre Gelübde und Weihe-Versprechen.
Bischof Kiciński erinnerte in seiner Predigt an die Bedeutung der Weihe: „Gott verlässt sein Volk nie wirklich, besonders nicht diejenigen, die ihn vermissen. Deshalb sendet Gott in seiner unendlichen Liebe Propheten, die wie Zephanja zum auserwählten Volk gehen. Heute sind sie Personen des geweihten Lebens: Das sind unsere Brüder und Schwestern, die in ihrem Leben Jesus Christus nachfolgen und die evangelischen Räte leben wollen: Keuschheit, Armut und Gehorsam.
„Es ist kein Zufall, dass der Papst Franziskus das Ordensleben als die radikalste Form der Nachfolge Jesu Christi bezeichnet hat. Ordensleute: Ordensschwestern, -väter und -brüder, Säkularinstitute, Jungfrauen, Eremiten und Witwen sind Propheten in der heutigen Welt. Sie sind es, die uns lehren, das Antlitz Gottes zu suchen, uns zeigen, dass Treue dank der Liebe möglich ist, und uns daran erinnern, dass selig zu werden bedeutet, auf Erden zu leben und sich bewusst zu sein, dass der Himmel die Heimat ist“ – betonte der Vorsitzende des Kommission für Institute des geweihten Lebens und Gesellschaften des Apostolischen Lebens.
Quelle: rw omi / BP KEP
Dr. Maurice Caillet – „Man kann nicht Katholik und Freimaurer sein“
Er war ein Pionier auf dem Gebiet der Empfängnisverhütung und Abtreibung. Der berühmte Freimaurer konvertierte in Lourdes.
Fast auf dem Höhepunkt seiner Freimaurerkarriere, im Alter von 50 Jahren, erlebte Maurice Caillet einen dramatischen Wendepunkt. In Lourdes während der Heiligen Messe erkannte er in der Hostie den Erlöser. Ihm war bewusst, dass er als Freimaurer, Okkultist und Abtreibungsbefürworter die Zivilisation des Todes im Namen einer falsch verstandenen Freiheit propagierte. Er beschloss, seine Geschichte bei einer Logenversammlung zu erzählen.
Maurice Caillet wurde am 24. September 1933 in Talence, Aquitanien, in eine atheistische Familie geboren, in der eine starke Abneigung gegen die katholische Kirche und den Glauben an Gott im Allgemeinen herrschte. Meine Eltern glaubten, dass alle Probleme im Zusammenhang mit Leben und Tod durch die Wissenschaft erklärt werden könnten. Sie haben ihren Sohn nicht einmal getauft. Seit seiner Kindheit glaubte Maurice auch, dass der Mensch ein materielles Wesen sei – ein Ergebnis der Evolution im darwinistischen Sinne. Nach dem Abitur begann der Junge ein Medizinstudium und spezialisierte sich anschließend auf gynäkologische Chirurgie in Rennes. Er war ein leidenschaftlicher Aktivist der „Familienplanung“ und ein Pionier auf dem Gebiet der Empfängnisverhütung und der Abtreibung zu einer Zeit, als diese noch illegal waren.
1956 heiratete er und stimmte trotz des Drucks der Eltern seiner Frau einer kirchlichen Trauung zu, die Ehe zerbrach jedoch 1968. Deshalb ging Maurice Caillet mit seiner geschiedenen Amme Claude eine Lebenspartnerschaft ein.
Okkultismus, Spiritismus und Reinkarnation
Im Mai 1968 schlug ein Freund Caillet vor, den Freimaurern beizutreten. Maurice wurde vom Großmeister des Grand Orient von Frankreich, Paul Anxionnaz, in die Eliteloge in Rennes aufgenommen. Während der Initiation musste er sich vier Prüfungen unterziehen und bei Todesstrafe einen Eid ablegen, die Geheimnisse der Loge niemandem preiszugeben. Der Grand Orient de France ist eine der katholischen Kirche gegenüber besonders feindlich eingestellte Organisation. auch ehemaliger Präsident Joe Biden wurde in die Freimaurergesellschaft aufgenommen.
Nach einem Jahr erreichte Caillet einen höheren Initiationsgrad. Ausserdem trat er der Sozialistischen Partei bei, die damals von François Mitterand geführt wurde. Im Jahr 1974 wurde er zum Ehrwürdigen Meister der Loge von Rennes gewählt, was ihm den Weg für seine berufliche Laufbahn ebnete: Ein Jahr später wurde er Direktor der Klinik. Neben seiner beruflichen Tätigkeit leitete er nun die Versammlungen der Loge und führte selbst Initiationsriten durch, bei denen er die Kandidaten fragte, ob sie bereit seien, die Dogmen der katholischen Kirche abzulehnen.
Caillet erhielt auch freimaurerische „Monographien“, in denen die Zwölf-Schritte-Lehren des Okkultismus, Spiritualismus, Pantheismus und der Reinkarnation beschrieben wurden. Er praktizierte auch psychologische Methoden zur Kontaktaufnahme mit Geistern und zur Untersuchung der „Aura“ des menschlichen Körpers.
Im Jahr 1982 lud das Amt für Vollkommenheit des Grossorients von Frankreich Caillet ein, den 18. Grad des Freimaurerstudiums im Rosenkreuzerorden zu absolvieren. Anschliessend wechselte der Arzt ebenfalls in den Krankenversicherungsbereich und übernahm den Posten des Vorsitzenden der Schiedsgerichte in Rennes.
Bittet, und ihr werdet empfangen …
Fast auf dem Höhepunkt seiner Karriere, im Alter von 50 Jahren, erlebte Maurice Caillet eine dramatische Wende. Anfang 1983 erkrankte seine Frau Claude schwer und es gab keine Anzeichen für eine Genesung.
Im Februar 1984 fuhr er mit ihr in die Pyrenäen zum Urlaub. Auf dem Rückweg kam ihm die Idee, in Lourdes Halt zu machen. Obwohl er nicht an Erscheinungen der Muttergottes glaubte, war er davon überzeugt, dass hier eine positive Strahlung am Werk war. Während Claude sich in die Schlange zum Baden an der Wunderquelle stellte, ging Maurice zur Kirche, wo die Messe gefeiert wurde. Er nahm nie daran teil und hielt es für ein abergläubisches Ritual, begann jedoch, den Worten des Zelebranten zuzuhören. Als er hörte: „Bittet, und ihr werdet empfangen; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und die Tür wird euch aufgetan“, war er erstaunt, denn diese Worte stammten aus seiner Freimaurer-Initiation, waren aber ursprünglich von Jesus gesprochen worden.
Er erkannte den Erlöser in der Hostie
Ausserdem hörte er eine innere Stimme, die ihm sagte, dass er Claude bitten könne, ihn zu heilen, wenn er ihm etwas dafür anböte. Als Maurice die Hostie betrachtete, die der Priester hochhob, erkannte er sofort, dass es der Erlöser war. Er erlebte aussergewöhnliches Licht und Zuversicht. Im Bruchteil einer Sekunde beschloss er, sich anzubieten. Das intellektuelle System, das er sein Leben lang auf der Ablehnung Gottes aufgebaut hatte, brach plötzlich zusammen. Caillet, der dem Christentum immer wieder vorgeworfen hatte, es halte die Menschen in Dunkelheit, Ängsten und Sündenkomplexen und raube ihnen ihre Freiheit und Lebensfreude, erlebte plötzlich die Freude des Glaubens an Christus. Er ging in die Sakristei und bat darum, getauft zu werden. Der Priester war erschrocken, als er einen hochrangigen Freimaurer vor sich hatte, und schickte ihn zum Erzbischof von Rennes, der ihn zu einer längeren Vorbereitung auf die Taufe schicken sollte.
Nach seinem Austritt aus der Kirche traf Maurice Claude, dessen Gesundheitszustand sich noch nicht gebessert hatte. Auf dem Heimweg stellte er seiner Frau, die immer noch über einen Rest Glauben verfügte, zahlreiche Fragen über Christus und die Kirche. Claude verstand, dass sein Aufenthalt in Lourdes für ihn eine Art Schock gewesen war.
Caillet wurde ungeduldig, weil er nicht mehr über Jesus lernen wollte. Ihm war bewusst, dass er als Freimaurer, Okkultist und Arzt, der viele Abtreibungen auf dem Gewissen hatte, im Namen einer falsch verstandenen Freiheit die Zivilisation des Todes förderte.
Er verstand, dass das Universum und das menschliche Leben das Werk Gottes und nicht des Zufalls sind. Über einen Freund gelangte er zum Gemeindepfarrer der orthodoxen Gemeinde in Rennes, der ihm einen Katechismus, die Evangelien und einige Schriften der Kirchenväter zum Studium gab. Caillet verschlang sie mit Begeisterung und fand in ihnen die Barmherzigkeit Gottes.
Nachts wurde er von Dämonen geweckt.
Er beschloss, seine Geschichte bei einer Logenversammlung zu erzählen. Dessen Mitglieder waren sprachlos vor Erstaunen, doch die Rede hatte noch weitere Folgen. Maurice Caillet hat die Angriffe der bösen Mächte am eigenen Leib erlebt. Nachts wurde er durch spöttisches Gelächter und den Anblick von Dämonen geweckt, die verschwanden, als er im Ave Maria-Gebet die Muttergottes um Hilfe anrief.
Am Karsamstag 1985 wurde der Mann in der orthodoxen Kirche getauft und empfing die Sakramente der Buße und der Firmung. Claude erholte sich, was seinen Glauben nur noch stärker machte.
Caillets Bekehrung hatte ihren Preis. Er wurde am Arbeitsplatz schikaniert und als er sich bei den Behörden beschweren wollte, bekam er Besuch von einem „Bruder“ der Loge und drohte, ihn umzubringen, falls er Klage einreichen würde. Bei der nächsten Versammlung der Loge hielt Maurice einen Vortrag über Christus, der jedoch bei den „Brüdern“ auf Empörung und Spott stieß.
Man kann nicht Katholik und Freimaurer sein
Dann verstand er endlich die Feindseligkeit, mit der die Freimaurerei der Kirche und dem Glauben an Christus gegenüberstand, und dass man nicht gleichzeitig Katholik und Freimaurer sein kann. Daher verließ er die Loge und den Rosenkreuzer-Orden. Während der Sommerferien 1985 besuchten die Caillets die Benediktinerabtei Sainte-Anne im bretonischen Kergonan, wo einer der Patres sie aufforderte, für ihre Verfolger zu beten und um Vergebung zu bitten.
Er wies sie auch darauf hin, dass sie in einer nichtsakramentalen Verbindung lebten. In der orthodoxen Kirchengemeinde von Rennes hätte es keine Probleme mit der Hochzeit gegeben, doch dort zog man es vor, bei einem katholischen Gericht die Annullierung der früheren Ehen zu beantragen.
Das Konvertitenpaar kam bald mit Pater Emilien Tardiff von der Saint-Louis-Kathedrale in Paris und seinen Gebetstreffen in Kontakt, bei denen auch Caillets Schwiegermutter geheilt wurde. Die Caillets engagierten sich immer mehr für das katholische Leben und erhielten bald die Nachricht, dass Claudes erste Ehe annulliert worden war und dass für die Heirat mit Maurice die Genehmigung des Papstes erforderlich sei. Im November 1988 wurde St. Johannes Paul II. unterzeichnete einen Dispens, der ihnen eine Heirat in der katholischen Kirche erlaubte.
Nach seiner Bekehrung verzichteten Dr. Caillet und seine Frau auf die Durchführung unmoralischer Behandlungen und sogar auf Bioenergietherapiepraktiken; haben die Förderung der Versöhnung mit Gott in ihre medizinische Praxis integriert. Sie forderten die Patienten auch dazu auf, Gott für ihre Krankheit und ihr Leiden zu danken und es Jesus zu überlassen. Sie haben viele Male öffentlich gesprochen, das Recht auf Leben verteidigt und vor den Handlungen der Freimaurerei gewarnt.
Bis zu seinem Tod in Auray am 6. November 2021 war Dr. Maurice Caillet ein vorbildlicher katholischer Arzt.
Quelle: Auszug aus dem Buch „The Power of Conversion“ von Prof. Wojciech Roszkowski. Der Autor hat 81 Bekehrungsgeschichten aus aller Welt gesammelt. Er argumentiert, dass dies ein „Phänomen ist, das Aufmerksamkeit verdient“
Verkaufs-Ära der katholischen Kirche ist eröffnet. Ob Turgi dem Trend folgt?
Die Katholische Kirchgemeinde Gossau plant, ihre sanierungsbedürftige Liegenschaft Marienheim an der Quellenhofstrasse 4 zu verkaufen. Das Gebäude stellt für die Kirchgemeinde eine finanzielle Belastung dar und wird nicht für die Erfüllung ihrer Kernaufgaben (Laien-Seelsorgerlöhne zu 80%) benötigt.
Das klingt nach einer interessanten Frage, die einen breiteren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kontext ansprechen könnte. Wenn mit „Verkaufs-Ära der katholischen Kirche“ auf Themen wie Spendenaktionen, den Verkauf von Kirchengut oder Aktivitäten der Kirche angespielt wird, dann könnte man sagen, dass die katholische Kirche in vielen Teilen der Welt zunehmend auch ökonomische und betriebliche Aspekte in ihrer Arbeit berücksichtigt.
Ob Turgi dem Trend folgt, hängt natürlich stark von der lokalen Kirche und ihren Ansätzen ab. In kleineren Gemeinden oder ländlichen Regionen wie Turgi, könnte es eher traditionelle Praktiken geben, die weniger von wirtschaftlichen Überlegungen geprägt sind. Allerdings sind auch in vielen ländlichen Gebieten Spendenaktionen, gemeindebasierte Projekte und Kooperationen mit verschiedenen sozialen Einrichtungen nicht ausgeschlossen.
Wenn der Kirchgemeinde die Steuergelder ausgehen, muss das Geldloch zugeschüttet werden. Wieso evangelisieren? Schneller kommt man aufs Geld durch Erbe-Veräusserung, oder? Also weg mit kirchlichen Immobilien. Eines nach dem Anderen – mal hier mal dort. es scheint eine neue Taktik der Kirche Schweiz zu sein. Bevor die Mitglieder ganz verschwinden, sollten die Kirchengüter wegkommen.
Über den Verkauf des Marienheims entscheiden die wenigen anwesenden Stimmbürger an der Bürgerversammlung vom 6. April 2025, welche wie üblich, nicht mal 1% aller Steuerzaler ausmachen werden.
Aktuell wird das über 100-jährige Marienheim an der Gossauer Quellenhofstrasse 4 nur noch von der Spielgruppe «Bärehüsli» und vom Elterntreff als Übergangslösung genutzt. Das Haus mit seiner kleinen Raumeinteilung ist stark sanierungsbedürftig und verursacht Betriebs- und Unterhaltskosten, welche nicht gedeckt sind. Diese belasten die Kasse der Katholischen Kirchgemeinde.
Die Finanzierung verschiedener Seelsorgeaktivitäten, Veranstaltungen für alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten, Feiern, sozialer Engagements und der dafür benötigten Gebäude steht im Fokus der Kirche. Aktuell lebt die Kirchgemeinde von Rückstellungen aus der Vergangenheit, während die Steuereinnahmen sinken.
Keine sinnvolle Entwicklungsmöglichkeit
Die Abklärungen der Kirchenverwaltung ergaben, dass eine Sanierung aufgrund der Bausubstanz und der nicht mehr zeitgemässen Raumeinteilungen zu keiner sinnvollen Lösung führt und hohe ungedeckte Kosten verursacht. Daraufhin entschloss sich die Kirchenverwaltung den Verkauf des Marienheims vorzuschlagen. Der Marktwert der Liegenschaft wird im Verlauf des Verfahrens ermittelt (je nach Art des Käufers – Nepotismus pure!). Die Informationen sollten auf der Website kathgossau.ch aufgeschaltet werden, wenn nicht zu spät?.
Bischof Hanke verteidigt Kinderbeichte
Der Eichstätter Bischof weist den Vorwurf, bei der Kinderbeichte handele es sich um Zwang, gegenüber der „Tagespost“ zurück. Auch für Kinder sei die Beichte ein wichtiges Instrument des Glaubens – sagte Gregor Maria Hanke OSB, Bischof von Eichstätt.
Der Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke, hat die Beichte als Sakrament der Umkehr und Versöhnung als kostbar bezeichnet. Bezugnehmend auf eine kürzlich auf der Webseite „avaaz.org“ veröffentlichte Petition gegen die Kinderbeichte warf er im Gespräch mit dieser Zeitung die Frage auf: „Warum sollte solch eine Gnade einem Kind, das getauft ist und zum Tisch des Herrn hinzutreten darf, vorenthalten werden und nur für Erwachsene sein?“ Busse und Umkehr seien ein zentraler Bestandteil des christlichen Glaubens, so Hanke gegenüber der „Tagespost“. „Auch für Kinder ist dieses Sakrament ein wichtiges Instrument für die Reifung des Personseins in Christus“, betonte Hanke.
Weiter erklärte der Eichstätter Bischof, dass der Anruf des Evangeliums zu Buße und Umkehr in der Gestalt der Beichte als Sakrament der Versöhnung eine tiefe spirituelle, seelsorgerische und kirchliche Bedeutung habe. Sie biete den Menschen die Möglichkeit, sich mit Gott, mit anderen und mit sich selbst zu versöhnen und stelle „in einer Zeit, die oft von Hektik, innerer Zerrissenheit und Schuldgefühlen geprägt ist“, einen „geschützten Raum“ dar, in dem Reflexion, Heilung und Neuanfang möglich würden. „In der Beichte wird die Sorge um die Ökologie des Herzens, auf die uns die Bergpredigt verweist, ganz konkret, und Kirche erbaut“, so der Eichstätter Bischof.
„Botschaft der Vergebung kann existenziell erlebt werden“
Damit dieses Sakrament jedoch in seiner transformierenden Kraft erfahrbar werde, sei entscheidend, es in „einer altersgerechten und menschenzugewandten Weise“ durchzuführen. Die unterschiedlichen Bedürfnisse und Lebenswirklichkeiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen müssten „in der Gestaltung der Beichte berücksichtigt werden“, so Hanke weiter. Dann könne „die Botschaft der Vergebung nicht nur verstanden, sondern auch existenziell erlebt“ werden.
Den Vorwurf, die Kinderbeichte sei ein Zwang, wies der Bischof mit der Begründung vom Tisch, dass „seelsorgerische Begleitung, die von Empathie, Wertschätzung und einem tiefen Verständnis für die Situation des Einzelnen geprägt“ sei, helfe, dass sich der Beichtende respektiert und von Gott angenommen fühlen könne — „ohne das Gefühl von Druck oder Zwang“. In einem solchen Rahmen könne die Beichte „zu einem Ort der inneren Freiheit werden, an dem die vergebende Liebe und Barmherzigkeit Gottes ganz konkret erfahrbar wird“.
„Gut von Böse unterscheiden lernen“
Seit Oktober 2024 liegt beim Sejm, dem polnischen Parlament, eine vom Künstler Rafał Betlejewski initiierte Petition zum Verbot der Kinderbeichte vor — ein Thema, das in Deutschland wie Polen für Polarisierung und kontroverse Debatten sorgte. Während sich in Deutschland bislang kein Bischof zu dem Thema äußern wollte, wehrten sich in Polen nicht nur Geistliche gegen die Petition. Der Erzbischof von Posen, Stanislaw Gadecki, sah sich an kirchenfeindliche Gesetze in der Ära des Stalinismus erinnert.
Pfarrer Wojciech Wegrzyniak von der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. in Krakau, sprach von Ungerechtigkeit, „denn durch die Beichte lerne man, Gut von Böse zu unterscheiden und an sich selbst zu arbeiten“. Gegner der Kinderbeichte sprechen dagegen von Angst, Zwang und möglichem Missbrauch. Auch in der Petition ist davon die Rede. Auf dem Internetportal „katholisch.de“ hiess es kürzlich, dass Kinder im Alter von acht oder neun Jahren „nicht in der Lage“ seien, „Konzepte wie Schuld oder Sünde richtig zu begreifen“. Im deutschsprachigen Raum wurde das Thema bereits vor zwei Jahren vermehrt kontrovers diskutiert. DT/dsc
Das Bistum Lugano ernannte einen neuen Exorzisten. Basel braucht aber seit Jahren keinen? Unglaublich!
Während die meisten Bistümer im Heilungsdienst auf Seelsorge und Psychiatrie setzen, arbeitet in Lugano erneut ein offizieller Teufelsaustreiber. Dort wird gegen den Teufel noch gekämft, in Basel offenbar mit dem Teufel paktiert. Mit Gebet, Kruzifix, Weihwasser und Beschwörungsformeln wollen Exorzisten Menschen vor Dämonen befreien.
In der Schweiz arbeiten nur noch drei offizielle Teufelsaustreiber in katholischen Bistümern.
Ein grosser Exorzismus erfolgt nach einem festgelegten Ablauf und darf nur von extra dafür ausgebildeten Priestern angewendet werden.
Seit 1999 darf er gemäss Kirchenrecht nur dann durchgeführt werden, wenn die Medizin ausgeschöpft ist.
Die Anfragen bei der Kirche sind zahlreich: jährlich ca 420 Anfragen.
Wer plötzlich mehrere Worte in einer unbekannten Sprache spricht, ungeheuerliche Kräfte entwickelt oder eine heftige Aversion gegen Kruzifixe und andere sakrale Gegenstände zeigt, ist laut katholischer Lehre des «Rituale Romanum» aus dem Jahr 1614 vom Teufel besessen. Den Dämon mit Weihwasser, Kruzifix und Gebeten aus dem oder der angeblich Besessenen zu treiben: Das ist die Aufgabe der Exorzisten.
Auch heute noch arbeiten in der Schweiz gemäss Auskunft der sechs Bistümer drei offizielle Exorzisten. Zwei im gemeinsamen Bistum von Freiburg, Lausanne und Genf. Vor kurzem hat auch das Bistum Lugano wieder einen Exorzisten nominiert. Die Bistümer Sitten, St. Gallen, Chur und Basel haben keine eigenen vom Bischof ernannten Austreiber für Dämonen mehr.
Der neue Exorzist aus Lugano gibt keine Auskunft über seinen Beruf. Auch das Bistum und die Exorzisten aus der Romandie wollen sich nicht näher äussern. Auskunftsfreudiger sind die Deutschschweizer Bistümer – also diejenigen ohne Exorzisten. Diese paktieren mit dem Teufel.
Kirchenchor Turgi aufgelöst
Es scheint, dass der Kirchenchor Turgi nach einer langen und schwierigen Zeit seine Auflösung beschlossen hat. Der Vorstand und die Sängerinnen und Sänger des Chores haben anscheinend ihr Bestes gegeben, doch die Kirchenpflege war nicht mehr bereit, die Aktivitäten des Chores finanziell zu unterstützen. Die Situation, in der ein reformierter Leiter Beat Wernli und ein katholischer Chor zusammenarbeiten wollten, war offenbar problematisch und hat zu Spannungen geführt.
Die Auflösung des Chores könnte als eine Art Lösung für die anhaltenden Schwierigkeiten betrachtet werden. Es ist bedauerlich, wenn kulturelle und musikalische Zusammenschlüsse wie Kirchenchöre nicht mehr funktionieren, da sie oft eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft spielen.
Wenn es noch weitere Informationen oder spezifische Fragen zu diesem Thema gibt, stehe ich gerne zur Verfügung!
Donald Trump legt seinen Amtseid ab
US-Präsident Trump nutzt erneut die „Lincoln-Bibel“ plus seine eigene schlichte Jugendbibel – Vizepräsident JD Vance wird auf die „King-James-Bibel“ seiner Urgrossmutter angelobt. Bei der heutigen Angelobung des designierten US-Präsidenten Donald Trump wird Trump dieselben Bibeln benutzen wie bei seiner ersten Amtsübernahme 2017. Das hatte sein Amtseinführungskomitee bekannt gegeben. Er wird seinen Amtseid auf die Bibel ablegen, die 1861 bei der Amtseinführung von Abraham Lincoln benutzt wurde. Eine Wende und ein Schlag ins Gesicht der Linksliberalen Lobbys der Welt, welche am gleichen Tag an der Weltforum in Davos teilnehmen.
Viele Priester und Ordensleute arbeiten unter Lebensgefahr
Nicht nur in der Schweiz werden die Priester verfolgt und vor Gerichte geschlept. Die ideologische Verfolgung der Priester und Ordensleute findet in der ganzen linksliberalen Welt statt. Laut „Kirche in Not“ wurden im Vorjahr weltweit mindestens 122 katholische Priester und Ordensleute getötet, verschleppt oder inhaftiert.
Laut Recherchen des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (ACN) wurden im vergangenen Jahr weltweit 13 katholische Priester und Ordensleute ermordet. Zudem seien 38 weitere Personen entführt und 71 inhaftiert worden, wie das Hilfswerk am Freitag in Wien mitteilte. Die dokumentierte Zahl der Entführungen stieg leicht an, 2023 waren es 33 gewesen. Die Zahl der Ermordungen blieb nach 14 im Jahr 2023 nahezu gleich, während die Inhaftierungen von 87 auf 71 sanken.
Das Hilfswerk berichtete von „erschütternden Schicksalen“ hinter den Zahlen. In vielen Regionen der Welt sei es lebensgefährlich, als Priester oder Ordensfrau zu arbeiten. Viele kirchliche Mitarbeiter blieben trotz der Gefahr in ihren Einsatzgebieten.
Papst-Autobiografie „Hoffe“ erscheint in 80 Ländern
Als „Reise der Hoffnung“ bezeichnet Franziskus im Rückblick sein eigenes Leben. Am Dienstag erscheint zeitgleich in 80 Ländern die Autobiografie des Papstes mit dem Titel „Spera“, übersetzt „Hoffe“. In Deutschland wird der Text beim Kösel-Verlag publiziert. Scharfe Kritik hat Papst Franziskus an erzkonservativen Kirchenvertretern geäussert. Seine aktuellen Ausführungen zum liturgischen Traditionalismus in seiner Kirche könnten kaum schärfer sein.
Scharfe Kritik hat Papst Franziskus an erzkonservativen Kirchenvertretern geäussert, die nach wie vor an der sogenannten Alten Messe festhalten. Papst Franziskus hatte diesen Gottesdienst, den der Priester unter anderem auf Latein und mit dem Rücken zum Kirchenvolk feiert, stark eingeschränkt. In seiner am Dienstag veröffentlichten Autobiografie „Hoffe“ begründet er diese umstrittene Entscheidung damit, dass es nicht förderlich sei, wenn die Liturgie eine Frage der Ideologie werde.
„Sie ist schon kurios, diese Faszination vom Unverständlichen, vom geheimnisvollen Klang, der oft auch das Interesse der jüngeren Generationen erweckt“, so der Papst. „Und diese rigide Einstellung geht meist einher mit kostbaren, kostspieligen Gewändern, mit Stickerei, Spitzen und Stolen.“ Dies sei keine Freude an der Tradition, sondern blanke Zurschaustellung von Klerikalismus, keine Rückkehr zum Heiligen, sondern sektiererische Modernität, kritisiert Franziskus.
Affektstörungen und Verhaltensprobleme
„Manchmal verbergen sich hinter diesen Kostümierungen ernsthafte Unausgeglichenheit, Affektstörungen, Verhaltensprobleme oder ein persönliches Unwohlsein, das instrumentalisiert werden kann“, schreibt der Papst. Laut eigener Aussage musste er sich mit dieser Problematik während seiner bisherigen Amtszeit in vier Fällen auseinandersetzen – drei davon in Italien, einer in Paraguay.
Dabei habe es sich immer um Bistümer gehandelt, die Priesteramtskandidaten aufgenommen hätten, die bereits von anderen Priesterseminaren abgelehnt worden seien. „Mit diesen Kandidaten stimmt meistens etwas nicht, etwas, das sie dazu treibt, ihre Persönlichkeit hinter starren und sektiererischen Konzepten zu verbergen“, warnt der Papst.
Als „Heuchelei“ bezeichnet er die innerkirchlichen Widerstände gegen die Öffnung der Sakramente für wiederverheiratete Geschiedene und die Segnung Homosexueller. „Der Traditionalismus, das in jedem Jahrhundert neu auftretende Beharren auf ‚Rückständigkeit‘, ist eine soziologisch interessante Erscheinung, nimmt er doch stets Bezug auf eine angeblich vollkommene Zeit, die aber jedes Mal eine andere ist“, schreibt der 88-Jährige.

