Montag, Oktober 26, 2026
12.2 C
Zürich
Start Blog Seite 74

Systemische Diffamierung der katholischen Priester erreicht einen neuen Höhepunkt

0

Die katholische Kirche hat nicht nur einen Mitgliederschwund zu beklagen – auch das Personal fehlt. In diesem Jahr müssen zwei von sieben bayerischen Bistümern ohne Neupriester auskommen.

Schon seit vielen Jahren geht die Zahl der Priesterweihen in den deutschen Bistümern zurück. In Bayern gibt es in diesem Jahr in zwei von sieben Diözesen gar keine Priesterweihe – nämlich in Bamberg und in Würzburg. Im Vorjahr wurde in Bamberg und Würzburg je ein Kandidat geweiht. Auf dem Gebiet des Bistums Würzburg gebe es in diesem Jahr eine Weihe in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach, teilte ein Bistumssprecher mit.

Nach Österreich und Deutschland wäre nun an der Zeit, dass die Schweiz ihre Statistiken zu den Priesterweihen in ihren Bistümern veröffentliche, was bisher unverständlich geheim gehalten wird.

Nachrichtenmüde Schweiz: ein neuer Bericht über den Medienkonsum

0

Eine Rekordzahl von Menschen wendet sich von den Nachrichten ab. Warum eigentlich? Der neueste „Digital News Report“ gibt Aufschluss, auch über die Mediennutzung in der Schweiz.
Diese Woche hat das Reuters Institute der Universität Oxford den Digital News Report 2024Externer Link veröffentlicht. Es ist ein eindrücklicher Blick auf die Herausforderungen, mit denen Medienorganisationen in 47 Ländern konfrontiert sind, auch in der Schweiz.
100’000 Personen wurden für den Bericht befragt. Eine der wichtigsten Erkenntnisse in diesem Jahr: die Nachrichtenvermeidung hat ein Rekordniveau erreicht.
Fast vier von zehn (39%) Menschen weltweit gaben an, dass sie manchmal oder oft aktiv Nachrichten meiden. 2017 waren es noch 29%.

Ehemaliger anglikanischer Priester wird katholischer Bischof

0

Fr. David Waller wurde zum Bischof geweiht. Es ist das erste Mal, dass ein ehemaliger anglikanischer Priester als Bischof im Ordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham geweiht wurde. Er wird das Personalordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham leiten, das durch die Entscheidung von Benedikt XVI. eingerichtet wurde. Das Ordinariat mit Sitz in Grossbritannien wurde gegründet, um Anglikanern den Weg in die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zu ermöglichen.

Bischof David Waller wurde am 22. Juni, dem Gedenktag der englischen Heiligen John Fisher und Thomas More, in der Westminster Cathedral in London zum Bischof geweiht. Kardinal Victor Manuel Fernandez, Präfekt des Vatikanischen Dikasteriums für die Glaubenslehre, erteilte seinen bischöflichen Segen. Auch die Heilige Messe wurde vom Kardinal geleitet. Vincent Nichols von Westminster und die Bischöfe Stephen Lopes und Anthony Randazzo, Obere der anglikanisch-katholischen Ordinariate in den USA-Kanada und im Pazifik-Australien.

Während der Heiligen Messe Fernandez sprach vom „Schatz“ der apostolischen Sukzession der Kirche, beginnend mit dem Heiligen. Petrus und die Apostel bis heute. „Was ich von der Kirche erhalten habe, gebe ich jetzt an Sie weiter“, sagte er.

Als Bischof wird Waller das Personalordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham leiten, das Pfarreien in ganz England, Schottland und Wales hat.
Mitglieder des Ordinariats nehmen an der Heiligen Messe teil. verwurzelt in der anglikanischen Tradition, bleibt aber in völliger Einheit mit dem Papst und der katholischen Kirche.
Zusammen mit seinen Schwesterordinariaten in den USA, Kanada, Australien und Ozeanien wurde das Ordinariat Unserer Lieben Frau von Walsingham 2011 von Papst Benedikt XVI. gemäß der Apostolischen Konstitution Anglicanorum Coetibus gegründet. Das Ordinariat steht allen Katholiken offen, wurde jedoch in erster Linie für ehemalige Anglikaner geschaffen.

Ordinariate in den USA und Australien haben ihre eigenen Bischöfe, aber keiner von ihnen ist ehemaliger Anglikaner. Zuvor wurde das Ordinariat in Walsingham von Pater Dr. Keith Newton, ein ehemaliger Anglikaner, der in der katholischen Kirche zum Priester geweiht wurde, aufgrund seiner Heirat jedoch nicht in der Lage war, Bischof zu werden. Der 72-jährige Newton geht in den Ruhestand.

Die Entscheidung des Vatikans, den Leiter des britischen Ordinariats zum Bischof zu ernennen, wird allgemein als Signal der Unterstützung und des Vertrauens aus Rom gewertet.
Waller sagte, dass es zwar Gerüchte gegeben habe, dass „Rom im Begriff sei, unserem Ordinariat ein Ende zu setzen“, er sagte jedoch, dass „die Haltung des Heiligen Stuhls noch nie so gewesen sei“ und dass der Vatikan „immer [ehemalige Anglikaner] unterstützt“. zeigt Besorgnis.“
Waller ist 63 Jahre alt. 1992 wurde er anglikanischer Priester. Er konvertierte 2011 zum Katholizismus und wurde im selben Jahr Priester. Bevor er zum Leiter des Ordinariats von Walsingham ernannt wurde, war er dessen Generalvikar.
Quelle: catholicnewsagency.com

43. Jahrestag der Erscheinungen in Medjugorje

0

Heute ist der 43. Jahrestag der Erscheinungen in Medjugorje: „Kehrt zu Gott und dem Gebet zurück!“
Unzählige Pilger aus aller Welt und viele Einheimische sind anwesend, um der Muttergottes für ihr Kommen zu danken. Unermüdlich ruft sie seit 43 Jahren zum Gebet, zur Mitfeier der Hl. Messe, zum Lesen der Hl. Schrift, zum Fasten und zur Beichte auf, um uns auf den Weg des wahren Friedens zu führen. Am 25. Juni 2024 sagte sie in ihrer monatlichen Botschaft: „Liebe Kinder! Der Allerhöchste erlaubt mir, unter euch zu sein, für euch zu beten, eure Mutter und eure Zuflucht zu sein. Meine lieben Kinder, ich rufe euch auf, kehrt zu Gott und dem Gebet zurück, und Gott wird euch reichlich segnen. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“

Danken auch wir heute bewusst Gott für diese Gnade, dass die Gospa, wie die Muttergottes auf Kroatisch genannt wird, zu uns kommen darf, um uns zu Jesus zu führen und uns den Weg zu zeigen, auf dem wir wirklich glücklich werden. Und danken wir der Muttergottes für ihre mütterliche Gegenwart und Liebe.

Heute möchten wir uns daran erinnern, was an diesem 25.06.1981 geschehen ist
„Am zweiten Tag, dem 25. Juni 1981, beschlossen die Kinder, sich wiederum am gleichen Ort zu treffen, da alle in sich die Sehnsucht spürten, erneut zum Berg zu gehen. Sie hatten die Hoffnung, die Gottesmutter nochmals zu sehen. Ganz plötzlich war dort ein Lichtblitz, die Kinder schauten auf und sahen die Gottesmutter. Sie lächelte sehr freundlich und war unbeschreiblich schön. Mit ihren Händen deutete sie ihnen an, dass sie näherkommen sollten. Die Kinder ermutigten sich gegenseitig und gingen zu ihr hin. Sie fielen augenblicklich auf ihre Knie und begannen zu beten: „Vater unser…“, „Gegrüßet seist Du, Maria…“ und „Ehre sei dem Vater…“. Die Gottesmutter betete mit ihnen das „Vater unser“ und „Ehre sei dem Vater“, aber nicht das „Gegrüßet seist du Maria…“. Nach dem Gebet begann sie mit den Kindern zu sprechen. Ivanka frage sie nach ihrer Mutter, die zwei Monate zuvor gestorben war. Dann bat Mirjana die Gottesmutter um einige Zeichen, die den Leuten zeigen sollten, dass sie weder lügen noch geistig krank seien, wie es einige Leute über sie gesagt hatten.

Schließlich verließ die Gottesmutter die Kinder mit den Worten: „Gott sei mit euch, meine Engel!“ Zuvor hatte sie mit einem Kopfnicken auf die Frage geantwortet, ob sie morgen wieder erscheinen würde. Die Kinder bezeichneten die ganze Begegnung später als „unbeschreiblich“.“
An diesem Tag fehlten zwei Kinder aus der Gruppe des Vortags, Ivan Ivanković und Milka Pavlović. Stattdessen kamen Marija Pavlović und Jakov Čolo mit an den Ort der Erscheinung. Von diesem Tag an erschien die Gottesmutter regelmäßig diesen sechs Kindern. Milka Pavlović und Ivan Ivanković, die am ersten Tag der Erscheinung anwesend waren, sahen die Gottesmutter nicht wieder, auch nicht, als sie an den Erscheinungsort zurückkehrten.“

Die Muttergottes sagt uns immer wieder: „Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!“ – Lasst uns daher in diesen Tagen der Gnade beginnen, ganz neu auf ihren mütterlichen Aufruf mit unserer Liebe zu antworten. Quelle: medjugorje.de

Priester mit immer weniger Gläubigen

0

Als ich Messdiener war, gab es am Sonntagvormittag 4 Gottesdienste, heute noch einen. Noch bedenklicher für uns Priester war der Vorstoss beim Synodalen Prozess, die Priester überhaupt abzuschaffen. Was ist es, dass wir zum Auslaufmodell geworden sind. Hier eine Gewissenserforschung zum Gottesdienst.
Ich habe die Liturgiereform als grossen Impuls erlebt, nicht mehr mit dem Rücken zur Gemeinde, nicht mehr die steifen Messgewänder, Fürbitten, das Ganze nicht mehr in Latein. Was ist daraus geworden? In Lateinamerika und noch kreativer in Afrika hat das Konzil sehr viel in Bewegung gebracht. In Deutschland zeigt sich, dass die Entwicklung offensichtlich andersherum ging. Es ist eine abfallende Kurve zu verzeichnen. Das gilt nicht für das Fernsehen. Gottesdienste im Fernsehen ziehen immer mehr Zuschauer an. Man kann daher nicht behaupten, dass es die neue Liturgie sei. Im Fernsehen ist sie sehr erfolgreich. Ich war 20 Jahre für die Übertragungen im ZDF-Programm zuständig, hatte innovative Kollegen und Kolleginnen sowie ein großes Engagement der Fernsehleute. Die Gemeinden haben uns immer sehr gut aufgenommen. Liturgie heißt ja auch übersetzt „Werk des Volkes“. Das haben wir immer wieder erlebt. Die Bereitschaft und die Kompetenz Vieler in den Gemeinden hat den Übertragungen so viel Resonanz verschafft. Beim ZDF ist sie die einzige Sendung, die nach der Einführung der privaten Konkurrenz-Sender nicht nur mehr Zuschauer gewonnen, sondern bereits in den neunziger Jahren die Zahl verdoppelt hat. Das ist umso erstaunlicher, als alle Sender inzwischen auch am Vormittag Programme ausstrahlen. Die Pandemie hat noch einmal die Quote um hunderttausend auf 800.000 erhöht. Das wäre mit der früheren Liturgie nicht gelungen, denn die neue ist fernsehtauglicher. Nicht nur die deutsche Sprache ermöglicht den Erfolg, auch dass der Priester in die Kamera blickt und damit den Menschen mehr zugewandt ist. Allerdings fordert das auch eine überzeugende Körpersprache, eine Brille, die nicht die Augen verdeckt und nicht zuletzt, öfters aufzublicken, um die Gläubigen anzuschauen.

Nicht mehr der Liturgie einfach dienen, sondern sie inszenieren müssen

Im Rückblick auf die Messe im früheren Ritus erstaunt, dass damals die Kirche um 6 Uhr morgens so besetzt war wie heute bei dem meist einen Gottesdienst. Das, obwohl damals die meisten kein Latein verstanden und auch die wenigsten die deutsche Übersetzung mitgebetet haben. Viele haben der Messe „beigewohnt“, indem sie Rosenkranz gebetet haben. Durch viele Regelungen und die steifen Messgewänder war der Priester auch in seiner Körpersprache viel mehr festgelegt. Die Rollenverschiebung durch die neue Liturgie wurde freudig begrüßt, hat sich jedoch als subtile, wohl entscheidende Ursache erwiesen, dass man uns offensichtlich nur noch schwer ertragen kann. Das ist nicht Schicksal, sondern wie bei den evangelischen Kollegen und Kolleginnen selbst verursacht.
Es ist noch nicht einmal böser Wille. Im Rückblick sehe ich mich wie die meisten Mitbrüder als den, der die Gläubigen für das Wiederkommen gewinnen muss. Von mir, also von uns hängt es aber nicht ab, ob die Gläubigen kommen. Wenigstens war das zu meiner Messdienerzeit nicht so. Die Leute sind wegen der Messe gekommen. Dafür brauchte es nur einen, der die Wandlungsworte „gültig“ sprechen konnte. Da er sich zudem mit dem Rücken zur Gemeinde kaum präsentieren konnte, kam es für die Gemeinde nicht so sehr auf den Zelebranten an. Er war Diener des Ritus und verstand sich auch so. Wir nach-konziliaren Priester vertrauen nicht mehr so auf den Ritus und bringen wohl unsere Person zu sehr ins Spiel. So toll sind wir jedoch nicht, dass wir wie freikirchliche Prediger jeden Sonntag die Menschen in die Kirche locken können. Der Vergleich mit der Tagesschau kann das erklären. Ihr ritueller Charakter macht sie erfolgreich, so dass sie deshalb ihren hervorragenden Sendeplatz behält. Ihre Inhalte können es nicht sein. Da ist die Gottesdienstübertragung sogar zuschauerfreundlicher. Wären nicht wir? Die veränderte Rolle zeigt ihre Kehrseite gleich am Anfang des Gottesdienstes.

Die meist verkorkste Eröffnung

Am Beginn reicht die Begrüßung offensichtlich nicht mehr. Es gilt, die Eucharistiefeier interessant machen. Da der zweite Teil mit Gabenbereitung, Hochgebet und Kommunion immer die gleichen Gebete hat, muss der Priester anscheinend die wechselnden Lesungen und Evangelientexte interessant machen. Deshalb werden schon am Beginn der Messe die inhaltlichen Aussagen der Texte zusammengefasst – und schon bin ich in den Klerikalismus hereingerutscht. Wenn ich so anfange, stelle ich mich nämlich nicht nur über die Texte, sondern nehme ihnen auch ihre Vorlesequalität. Es scheint so, als müsste man diese seit Jahrhunderten „funktionierenden“ Texte erst noch schmackhaft machen. Das sind sie aber aus sich selber heraus. Mit Erklärungen in der Predigt zeige ich dann noch, dass ich sie besser verstanden habe. Faktisch erzähle ich aber nicht mehr als das, was meine Zuhörer schon mehrfach gehört haben. Denn so viele Auslegungen gibt z.B. für die Wunderbare Brotvermehrung nicht. Also ist nicht nur das Vertrauen in die Kraft des Ritus verloren gegangen, sondern auch in die literarische Kraft der Bibeltexte. Da gab der alte Ritus dem Priester einen sehr viel einfacheren Einstieg. Er blieb unten stehen und betete mit uns das Confiteor, das Sündenbekenntnis. Damit stellte er sich zuerst einmal mit den Gläubigen in eine Reihe und auf die gleiche Stufe. Auch wenn er dann die wenigen Stufen zum Altar hinaufging, blieb er der Vorbeter, immer Gott zugewandt. Für die neue Priesterrolle sei noch ein weiteres Risiko diagnostiziert:

Soll die Predigt entscheiden?

Wenn es in der neuen Liturgie so viel mehr auf mich ankommt, muss ich das in der Predigt beweisen. Früher konnte sogar die Sonntagsmesse ohne Predigt gefeiert werden. Man ging davon aus, dass die Gläubigen aus sich heraus auf das Geschehen hin orientiert waren. Wenn von den Teilen der Messe gesprochen wurde, dann waren das „Opferung“, heute Gabenbereitung, Hochgebet und Kommunion. Die Lesungen und die Predigt waren nur Vorspann für das Eigentliche. Die große Predigt hatte anderswo ihren Ort, z.B. als monatliche „Männerpredigt“ am Abend oder bei den Volksmissionen, wenn Ordenspriester zwei Wochen in die Gemeinde kamen und jeden Tag für Kinder wie für Erwachsene außerhalb einer Messe längere Predigten hielten. Da musste nicht wie heute fast zwanghaft das Evangelium erklärt werde Die Prediger konnten auf aktuelle Fragen eingehen. Die Jesuiten wanderten mit einer sorgfältig ausgearbeiteten Predigt durch die Pfarreien, eigentlich Vorträge, die wegen der Auflagen der beiden Diktaturen in den Kirchen gehalten wurden, in der ehemaligen DDR sogar länger als in der alten Bundesrepublik. Nicht zuletzt drängte sich das Fernsehen in die Abendstunden, überhaupt übernahmen die Medien die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen. Aus den Talkshows sind Kirchenleute faktisch verschwunden. Denn die Reduktion auf die Bibelauslegung lässt nicht mehr die Talente wachsen, die ein Sender gerne zu einer Diskussionsrunde einlädt. Auch der pastorale Ton, den die neue Liturgie hervorgebracht hat, ist nicht medienwirksam.

Warum dann noch Eucharistiefeier

Ich sitze wegen vorgerückten Alters inzwischen öfters unter den Gläubigen. Erst aus der Bank heraus wurde mir deutlich, warum das ehrliche Bemühen, Gottesdienst zu feiern, mich meist nicht da abholt, wo ich gerade stehe. Ich soll für die Lesungen und den Evangelientext gewonnen werden. Mir wird sozusagen ein besseres Verstehen versprochen. Ich komme aber wegen der größeren Nähe zu Gott, zu seinem Sohn. Mir wird das aber nicht angekündigt, sondern nur, was ich über die Bibeltexte lernen kann. Eigentlich verspricht der Gottesdienst, dass ich Gott näher komme, als wenn ich zu Hause meditiere. Das braucht es, denn diesen Bezug verliere nicht nur ich schnell durch die Woche im Durcheinander der vielen Anforderungen und dem vielen Unnötigen, das die Zivilisation durch mich durchgespült hat. Die Messe lässt den Alltag vor der Türe und bereitet mich auf die Begegnung mit Jesus vor. Jesus kommt nicht nur im Wort zu mir, sondern ganzheitlicher in Brot und, seit Corona, nicht mehr im Wein.

Muss die Eucharistiefeier reformiert werden?

Nicht nur der Fernseherfolg spricht dagegen, sondern mehr noch die Praxis in anderen Ländern. Wir können auf die Dramaturgie des Ritus setzen, ihm vertrauen, dass er wirkt. Durch die kreative Zusammenarbeit mit Fernsehleuten wurden wir auf den entscheidenden Faktor der Dramaturgie gestoßen. Die Dramaturgie der Messe muss man nur freilegen. Sie bereitet mit Lesungen, Predigt, Glaubensbekenntnis und Fürbitten auf die Begegnung mit Jesus vor. Das geschieht in mehreren Schritten und findet im Empfang der konsekrierten Hostie und des Weins seinen Zielpunkt. Diesen Spannungsbogen soll die Eröffnung so aufbauen, dass er nicht mit der Predigt schon wieder abfällt.
Nicht nur das Fernsehen braucht eine Dramaturgie. Dass es so viel mit der Messe anfangen kann, zeigt die Genialität von Papst Gregor I., auf den wohl der Aufbau des Ritus zurückgeht. Nicht meine Worte, sondern das schrittweise Auf-mich-Zukommen Jesu, bis er mich in Leib und Seele in der Hostie erreicht, bringen den Ablauf an sein Ziel. Wir sind Diener des Ritus und dann erst des Wortes. Die Gläubigen sind nicht Adressaten meiner Worte, sondern bilden den Leib Jesu. Diesen Leib baue nicht ich auf, sondern der Geist Gottes in den Gläubigen. Dafür müssen wir das Vertrauen in uns wie bei den Gläubigen neu aufbauen.

Eleganti an Koch und Koch an Eleganti – konkrete Fragen und Antworten.

0

Kardinal Koch wehrt sich gegen den Häresie-Vorwurf durch Weihbischof Eleganti. Dieser hatte das jüngste Rom-Schreiben „Der Bischof von Rom“ auf seiner Website kritsiert.
Koch an Eleganti: „Damit hast Du nämlich nicht Klarheit, sondern Verwirrung geschaffen.
marianeleganti.ch
Kurtkoch.ch

Heute in Bürgenstock beginnen Friedensgespräche / Heute vor 40. Jahren betete Papst johannes II. in Einsiedeln um Frieden. Zufallsdatum oder Vorsehung?

0

Heute, am 15. und 16. Juni werden auf Einladung der Schweiz auf dem Bürgenstock im Kanton Nidwalden über 160 Delegationen aus der ganzen Welt darüber diskutieren, wie die Lage in der Ukraine befriedet werden kann. Heute vor 40 Jahren: Besuch von Papst Johannes Paul II. am 15. und 16. Juni 1984 in Einsiedeln. Er betete um Frieden. Zufall oder Vorsehung? Das Ziel des Friedensgespräche ist es, einen Weg zu finden, beide Kriegsparteien in einen künftigen Friedensprozess einzubinden.

Am Freitag, 15. Juni 1984 – also vor genau 40 Jahren – weihte der im Jahr 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochene Pontifex im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes den neuen Hauptaltar der Klosterkirche in Einsiedeln. Bestandteile dieser besonderen Liturgie waren die Beisetzung der Reliquien des heiligen Meinrad, die Besprengung mit Weihwasser, die Salbung mit Chrisam, das Verbrennen von Weihrauch, das feierliche Weihegebet, das Auflegen des Altartuchs und das Anzünden der Kerzen.
Und er betete am Ende seiner Predigt um den Frieden.

Predigt von Papst Johannes Paul II. anlässlich des Besuches am 15. Juni 1984 in der Klosterkirche Einsiedeln
Liebe Brüder und Schwestern!

Unter dem Kreuze Jesu stand seine Mutter (Joh 19, 25). Als Pilger zu Unserer Lieben Frau von Einsiedeln haben wir uns heute in ihrem Heiligtum versammelt, um in Gebetsgemeinschaft mit ihr an diesem ehrwürdigen Ort das eucharistische Opfer Christi zu feiern. Ihre Gnadenkapelle steht an der historischen Stätte, wo der Benediktiner und Einsiedler Meinrad (gest. 861) vor über tausend Jahren durch sein heiliges Leben und Sterben die Fackel des Glaubens und der Gottesverehrung im sogenannten ”Finstern Wald“ entzündet hat. Die Söhne des hl. Benedikt haben diese durch ihr treues Gebet und Lebenszeugnis die Jahrhunderte hindurch brennend erhalten und an die nachfolgenden Generationen bis auf den heutigen Tag weitergereicht. An diesem Ort des Gebetes, der dem göttlichen Erlöser geweiht war, hat auch seine Mutter als Unsere Liebe Frau von Einsiedeln inmitten des Schweizer Volkes eine bleibende Stätte und den Ort ihrer besonderen Verehrung gefunden.

So grüßen wir heute Maria in diesem Heiligtum als die Mutter unseres Erlösers, der sie am Kreuz auch uns zur Mutter gegeben hat (Lk 1, 48-49). Wir reihen uns geistig ein in die endlose Schar der Pilger, die von Generation zu Generation in dieses Gotteshaus gekommen sind, um sie selig zu preisen, weil der Mächtige Großes an ihr getan hat. In diesem großen Chor von Betern wollen wir zugleich mit Maria der Mutter Jesu, ”einmütig im Gebet“ verharren (Apg 1, 14) und zusammen mit ihr die Großtaten Gottes preisen, der ”sich erbarmt von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten“ (Lk 1, 50). Wir sind hierhergekommen, um nach der Tradition des Volkes Gottes, das in diesem Land lebt, zusammen mit der demütigen Magd des Herr die heiligste Dreifaltigkeit anzubeten: Vater, Sohn und Heiliger Geist; um das Werk der Erlösung zu betrachten und zu verehren, das sich hier seit so vielen Generationen mit ihrem mütterlichen Beistand vollzieht. Wir tun dies in unserer eucharistischen Versammlung um diesen Altar, der Christus versinnbildet und der dafür heute seine besondere kirchliche Weihe erhalten soll.

Herzlich grüße ich alle, die sich mit uns zu dieser Eucharistiefeier versammelt haben oder sich im Geiste mit unserem Gottesdienst vereinigen. Ich grüße die Mitbrüder im Bischofs- und Priesteramt, die Ordensleute, alle Pilgerinnen und Pilger sowie die Vertreter der staatlichen Behörden. Einen ganz besonderen Gruß richte ich an die anwesenden behinderten Brüder und Schwestern, die durch ihre Gebrechen und Prüfungen in einer besonderen Weise mit dem Leiden unseres Herr verbunden sind.

Bei der heutigen Feier der Eucharistie weihen wir den neuen Altar dieser Basilika. Die Weihe bereitet den Altar dazu vor, daß auf ihm das eucharistische Opfer dargebracht werden kann: das Opfer, in dem unter den Gestalten von Brot und Wein auf sakramentale Weise das Kreuzesopfer Christi erneuert wird. Dieses Sakrament ist das Sakrament unserer Einheit mit Gott im Tod und in der Auferstehung seines Sohnes.

In diesem Sakrament treten wir vor den heiligen Gott, ja begegnen wir der Heiligkeit Gottes selbst auf unmittelbare Weise – durch Jesus Christus: ”durch ihn, mit ihm und in ihm“. Wie heilig muß dann der Ort selber sein, auf dem dieses Sakrament gefeiert wird!

Wenn wir am Beginn des eucharistischen Hochgebetes das dreimalige ”Heilig, heilig, heilig . . .“ singen, so erklingt in diesem Gesang gleichsam ein ”fortwährendes Echo“ jener Vision des Jesaja, an die uns die Schriftlesung in der heutigen Laudes erinnert hat: ”Ich sah den Herrn . . . Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel . . . Sie riefen einander zu: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere““ (Jes 6, 1-3).

Zugleich steigt durch die Eucharistie, in der sich das Geheimnis von Kreuz und Auferstehung Christi erneuert, diese Heiligkeit Gottes zu uns herab. Sie tritt im geopferten Gotteslamm leibhaftig in unsere Mitte und nähert sich unseren Herzen. In gewissem Sinn berührt sie – wie bei Jesaja – mit einem glühenden Stein vom Altar auch unsere Lippen.

Unsere Begegnung mit dem heiligen Gott fordert stets auch unsere persönliche Reinigung und Heiligung. Gott selbst schenkt sie uns als Frucht der Erlösung, die die nie versiegende Quelle des Heiles für uns Menschen ist. Wie Jesaja dürfen wir von ihm die trostvollen Worte hören: ”. . . deine Sünde ist gesühnt“ (ebd. 6, 7). Gott vermittelt uns seine heiligmachende Gnade vor allem durch die Sakramente der Kirche, aber auch durch unser Gebet und durch jede gute Tat, die wir aus Liebe zu ihm und zu unseren Mitmenschen verrichten. Das geistliche Leben des Christen formt sich und wächst durch eine ständige Reinigung. Je mehr die Dunkelheit der Sünde in uns schwindet, um so mehr können wir vom Lichte Christi erfaßt werden. Wir werden dadurch zugleich fähig, uns mit ihm in seiner Heilssendung für die Welt zu vereinen.

Unser ganzes Leben muß reinigende Vorbereitung auf unsere Begegnung mit dem heiligen Geist sein: einmal in der Ewigkeit, aber auch schon jetzt in der Eucharistie. Das Evangelium der heutigen Liturgie ermahnt uns ausdrücklich: ”Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar liegen, geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe“ (Mt 5, 23-24). Unsere Teilnahme an der Eucharistie, die eine Quelle unserer Versöhnung mit Gott ist, soll zugleich auch Quelle unserer Versöhnung mit den Menschen sein.

Unser konkreter Alltag konfrontiert uns immer wieder unerbittlich mit Konflikten und Spannungen, mit Haß und Feindschaft: im eigenen Herzen, in der Familie, in der Pfarrgemeinde, am Arbeitsplatz und zwischen den Völkern. Je mehr die Menschen sich nach Verständigung und brüderlicher Eintracht untereinander sehnen, um so unerreichbarer scheinen diese für sie zu werden. Um so eindringlicher ist sich deshalb die Kirche heute dessen bewußt, daß ihr von Gott ”das Wort der Versöhnung zur Verkündigung anvertraut“ worden ist (2 Kor 5, 19). Gott, der von uns Versöhnung fordert, bevor wir unsere Opfergabe zum Altar bringen, ist zugleich selber bereit, uns durch Christus und die Kirche zu dieser Versöhnung zu befähigen. Denn er hat ”in Christus die Welt mit sich versöhnt“ (ebd.) und uns in der Kirche das kostbare Sakrament der Versöhnung geschenkt. Wahre Versöhnung unter entzweiten und verfeindeten Menschen ist nur möglich, wenn sie sich gleichzeitig mit Gott versöhnen lassen. Echte Bruderliebe gründet in der Liebe zu Gott, der gemeinsame Vater aller ist.

Versöhnen wir uns also, liebe Brüder und Schwestern, die wir nun unsere Opfergabe zum Altar bringen wollen, in solch aufrichtiger Gottes- und Nächstenliebe mit allen, die etwas gegen uns haben. Versöhnen wir uns innerhalb unserer kirchlichen Gemeinschaft als Brüder und Schwestern in Christus! Nehmen wir Rücksicht aufeinander: der im Glauben Gebildete und Fortgeschrittene auf das Empfinden und die Frömmigkeit der einfachen Gläubigen; der stark Traditionsverbundene auf jene, die sich im Geist des II. Vatikanischen Konzils um eine authentische Erneuerung des religiösen und kirchlichen Lebens bemühen. Anstatt andere zu verwirren oder zu verletzen, müssen wir vielmehr auf Ausgleich und Verständigung bedacht sein, damit wir im gegenseitigen Ertragen, in Geduld und Liebe gemeinsam das Reich Gottes in unserer Mitte auferbauen, das ein Reich der Versöhnung und des Friedens ist. Nur so wird unsere tägliche Opfergabe auf unseren Altären bei Gott gnädige Annahme finden. Der Altar versinnbildet Christus, der – wie der Apostel sagt – ”unser Friede“ ist (Eph 2, 14). Darum wird es gleich, auch im Weihegebet heißen: ”Dieser Altar sei ein Ort des vertrauten Umgangs mit dir und eine Stätte des Friedens“ (Oratio in altaris consecratione). Das Wesen des eucharistischen Opfers selbst, das ein Opfer der Versöhnung ist, und die uns darin begegnende Heiligkeit Gottes verlangen von uns diese vorbereitende Reinigung durch unsere Versöhnung mit den Mitmenschen.

Die Versöhnung mit den Brüdern und Schwestern öffnet uns den Weg zur Eucharistie, zum Opfer, dem Sakrament unserer Einheit mit Gott in Jesus Christus. Als in seinem Namen Getaufte und mit der Gabe des Heiligen Geistes Gefirmte und Gesalbte wurden wir zu einer ”heiligen Priesterschaft“. Zusammen mit Christus feiern wir in der Eucharistie seine liebende Hingabe an den Vater und werden in innigster Vereinigung mit ihm durch den Empfang seines geopferten Leibes und Blutes selber im Heiligen Geist Altar und eine Gott wohlgefällige Opfergabe. Dadurch ist die Eucharistie zugleich Höhepunkt im geistlichen Leben des Christen und Quelle für seine Spiritualität. Der hl. Gregor der Große fragt deshalb: ”Was ist der Altar Gottes, wenn nicht das Herz derer, die ein gutes (christliches) Leben führen?“ (S. Gregorii Magni, Homilia in Ezechielem, II, 10, 19). Und der Apostel schreibt: ”Angesichts des Erbarmens Gottes ermahne ich euch, meine Brüder, euch selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen, das Gott gefällt; das ist für euch der wahre und angemessene Gottesdienst“ (Rm 12, 1). Unser ganzes Leben, unser Denken und Tun soll ein Akt gläubiger Gottesverehrung werden und mit Christus als wohlgefällige Gabe auf dem Altar zum Lobpreis des Vaters aufgeopfert werden.

Die Eucharistie, das Opfer Jesu Christi, das auf sakramentale Weise auf den Altären der Kirche – heute auf diesem neugeweihten Altar – Gott dargebracht wird, bildet von Anfang an den Mittelpunkt der christlichen Gemeinschaft und die tiefste Quelle des geistlichen Lebens eines jeden Christen. Wie wir soeben aus der Apostelgeschichte gehört haben, formten sich die ersten Christen zu einer Gemeinschaft, indem sie einmütig im Tempel verharrten und in Freude und Einfalt des Herzens miteinander Mahl hielten. Sie verharrten ”in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten“ (Apg 2, 42). In dieser Weise lebt die Kirche seit dem Beginn ihrer Geschichte. Die Eucharistie ist der Mittelpunkt der christlichen Gemeinschaft, weil Christus in ihr der Kirche alle Gnadenschätze seines erlösenden Kreuzesopfers erschließt und die Gläubigen für ihre christliche Bewährung im Leben des Alltags mit seinem eigenen Fleisch und Blut nährt.

Diese innere Verbundenheit der Gläubigen mit Christus ist zugleich die Quelle der Einheit und brüderlichen Solidarität in der christlichen Gemeinde. Die besondere Beziehung zu Gott durch die Teilnahme am Opfer Christi erzeugt und fördert Gemeinschaft und Brüderlichkeit unter den Menschen. Die vertikale und horizontale Dimension der christlichen Berufung treffen sich im Zeichen des Kreuzes und finden darin ihre innere Einheit. Wie uns die Apostelgeschichte ebenfalls berichtet, hielten die ersten Christen nicht nur Gemeinschaft in der Feier der Eucharistie, sondern verkauften auch ”Hab und Gut und gaben davon allen, jedem so viel, wie er nötig hatte“ (ebd. 2, 45).

Das Geheimnis der Eucharistie ist ein Geheimnis der Liebe, das uns selber in Pflicht nimmt. Die Gemeinschaft im Brechen des eucharistischen Brotes macht uns um so empfänglicher für die Not, den Hunger und die Leiden unserer Mitmenschen. Wenn wir von dem Brot essen, durch das Christus uns Leben schenkt von seinem göttlicher Leben, müssen auch wir bereit sein, unser Leben mit dem Mitbruder zu teilen. Wenn wir uns aus dieser Quelle der Liebe nahren, sind auch wir aufgerufen, nicht nur etwas zu geben, sondern uns selbst im Dienst am Nächsten hinzugeben. Die frühe christliche Gemeinde hat uns dies beispielhaft vorgelebt. Deshalb konnten die Heiden von diesen Christen voller Bewunderung sagen: ”Seht, wie sie einander liebe!“ (Tertullianus: PL 1, 471).

Bei der Altarweihe wird uns das festliche Anzünden der Lichter am Altar an Christus erinnern, ”das Licht zur Erleuchtung der Heiden“ (Lk 2, 32). Christus, der in der brüderlichen Liebe einer Gemeinde gegenwärtig ist, ist ein Licht, das über den Bereich der Kirche hinausstrahlt. Es hat eine missionarische Kraft. Darum heißt es von der ersten Christengemeinde: ”Der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten“ (Apg 2, 47). Feiert deshalb, liebe Brüder und Schwestern, die heilige Eucharistie stets so, daß das Licht Christi von dort in euer Leben im Alltag und in die Welt hinausstrahlt. Feiert die ”Missa“ so, daß sie zur ”Missio“ führt: zur christlichen Sendung bei den Menschen.

Christus selbst verweist uns vom Kreuz herab auf seine Mutter: Seht da, eure Mutter! Die Mutter der göttlichen Gnade, Gerade sie ist ja der göttlichen Kraft der Erlösung durch Christus besonders nahe. Sie ist uns als Mutter unseres Erlösers auch nahe bei dieser Eucharistiefeier, in der wir den neuen Altar in ihrem Heiligtum von Einsiedeln weihen. Sie lehrt uns, wie wir aus unseren Begegnungen mit Christus in der Eucharistie immer wieder neue Kraft und Orientierung für unser geistliches Leben schöpfen können: ”Was er euch sagt, das tut!“ (Joh 2, 5). Sie lehrt es uns selbst durch das Beispiel ihres eigenen Lebens. Als Jungfrau von Nazaret wie als Mutter des gekreuzigten und auferstandenen Herrn, an Pfingsten im Gebet mit den Jüngern vereint, lebt sie die innerste Bereitschaft des Herzens für das Kommen des Gottesreiches. Sie, der dieses ehrwürdige Heiligtum eures schönen Schweizer Landes geweiht ist, soll euch darin Vorbild und Lehrerin sein. Sie hat die Geheimnisse Gottes ”in ihrem Herzen überdacht“ (Lk 2, 19. 51). Als demütige Magd des Herrn ließ sie sich von Gottes Heilsplan und -wirken völlig in Dienst nehmen. Sie hat ihr ”Fiat“, ihr vorbehaltloses Ja zu Gott gesagt.

Laßt uns also, liebe Brüder und Schwestern, an diesem neugeweihten Altar zusammen mit Maria unter das Kreuz ihres Sohnes treten und in unserer Eucharistiefeier mit ihr die Großtaten Gottes preisen. Sie hilft uns, die alles überragende Heiligkeit Gottes zu erkennen. Sie führt uns zu unserer Versöhnung mit Gott in Christus. Sie lehrt uns die brüderliche Einheit untereinander und unsere Verantwortung für die Verkündigung des Evangeliums. Sie lehrt uns glauben, hoffen und lieben und so unser Leben ganz aus dem Geiste Christi zu gestalten. Laßt uns diese heilige Eucharistie so feiern, daß auch in unseren Herzen jene Worte erklingen und Wirklichkeit werden, die Maria bei der Verkündigung in Nazaret gesprochen hat: ”Ich bin die Magd des Herrn: mir geschehe, wie du gesagt hast“ (ebd. 1, 38). Amen.

Neupriester im Bistum Basel – ein Wunder?

0

Die slowakischen, österreichischen und andere Diözesen haben stolz die Anzahl von Neupriester in ihren Regionen verkündet. Die Schweizer Kirche hingegen hat zu diesem Thema bisher keine Informationen abgegeben. Das grösste Geheimnis daraus macht das grösste Schweizer Bistum Basel. Warum?
Ein möglicher Grund könnte sein, dass die Basler-Kirche mit dem Bischof Felix derzeit kein Interesse an positivem Priesterbild hat oder auch andere Schwerpunkte hat und sich daher nicht aktiv mit dem Thema der Priesteramtskandidaten beschäftigt. Möglicherweise gibt es aktuell andere wichtige Themen, denen die Kirche ihre Aufmerksamkeit widmet.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass die Schweizer Kirche generell weniger öffentlichkeitswirksam auftritt und daher keine Stellungnahme zu diesem Thema abgibt. Die Kirche in der Schweiz könnte sich eher im Hintergrund halten und intern über solche Angelegenheiten diskutieren.

Es ist auch möglich, dass die Schweizer Kirche noch keine konkreten Zahlen zu den Priesteramtskandidaten und Neupriersterweihen erhalten hat oder diese intern noch diskutiert und daher noch keine offizielle Stellungnahme abgeben kann.

Letztendlich kann es auch sein, dass die Schweizer Kirche einfach keine Bedeutung in der steigenden Anzahl von Priesteramtsweihen sieht und daher kein Interesse daran hat, dies öffentlich zu kommunizieren.

Möglicher Grund aber ist auch, dass ein anderes Interesse vorhanden ist, die den Priester bei der Aufgabe die Gemeinde zu leiten und spirituelle Führung zu übernehmen hindern will. Dies kann zu einer stärkeren Förderung der Gemeindeleiter führen, welche gegen die Hierarchie kämpfen und die Vielfalt der spirituellen Erfahrungen in der Gemeinde einschränken. Es kann auch dazu beitragen, die Machtstrukturen innerhalb der Kirche zu zerstören und die Hierarchie zu verringern. Letztendlich hängt es jedoch von den individuellen Überzeugungen und Präferenzen der Kirchenmitglieder ab, ob sie eine solche Veränderung unterstützen würden.

14. und 15. Juni 2024 – Klostermarkt Zürich HB

0

Gut zwanzig Klöster und Ordensgemeinschaften aus der Schweiz sowie dem weiteren deutschsprachigen Raum bieten an eigenen Ständen eine breite Palette an Produkten zum Verkauf an. Gut zwanzig Klöster und Ordensgemeinschaften aus der Schweiz sowie dem weiteren deutschsprachigen Raum bieten an eigenen Ständen eine breite Palette an Produkten zum Verkauf an. Daneben gibt es spannende kulturelle, künstlerische und handwerkliche Begleitveranstaltungen sowie eine kleine Gastronomie zum Verweilen und für einen Schwatz mit Ordensleuten. Eine kleine Kapelle bietet zudem Raum zur Stille, während in einer offenen „Gerüstkapelle“ aus Holz und Stoffbahnen zwei Mal am Tag eine Gebetszeit stattfinden wird.
Wir freuen uns beim nächsten Klostermarkt in der Bahnhofshalle des Zürich HB dabei sein zu können. Er findet am 14. und 15.Juni 2024 statt. Weitere Infos auf der Homepage Klostermarkt.org

Wird die 5G-Antenne im Kirchenturm in Gebenstorf abmontiert?

0

Antennen, die punktuell mehr strahlen, brauchen eine Baubewilligung. Die Kantone müssen über die Bücher. Der Bund wohl auch. Bundesgericht bremst 5G-Ausbau.

Das Bundesgericht schützt Anwohnende von Mobilfunkantennen: Die Anwendung eines Korrekturfaktors ist nun baubewilligungspflichtig. Mit dieser Berechnungsmethode, welche via Software auch den Betrieb der Antenne steuert, durften die Anbieter punktuell mehr strahlen.

Mit dem Korrekturfaktor erlaubt der Bundesrat den Mobilfunkunternehmen per Verordnung seit 1. Januar 2022, dass adaptive Antennen den Grenzwert nur noch im sechsminütigen Durchschnitt einhalten müssen. Dadurch kann es auch in nahegelegenen Wohnungen kurzzeitig zu stärkerer Strahlenbelastung kommen.

Diese kann mehr als das Dreifache der deklarierten Feldstärke betragen. Das Bundesgericht hielt in einem Urteil vom 23. April 2024 fest, dass es dafür einer Baubewilligung bedarf. Nur so sei das rechtliche Gehör und der Rechtsschutz der betroffenen Personen in zumutbarer Weise gewährleistet.