Die Katholische Kirche im Aargau hat einen neuen Ratspräsidenten: Pascal Gregor (62) ersetzt den umstrittenen Luc Humbel (57) nach 14 Jahren. Grosse Herausforderungen stehen an – unter anderem muss die Kirche sparen. Es wird gehofft, dass die zerstörerische Wirkung von Luc Humbel möglichst schnell genesen sein wird. Gott helfe dabei und heiliger Antonius auch, der heute am 13. Juni sein liturgischer Gedenktag hat. Es ist nämlich kein Zufall, dass gerade am Antoniustag, der umstrittene Präsident Luc Humbel scheiden muss. Es ist zu hoffen, dass Pascal Gregor als neuer Ratspräsident die Katholische Kirche im Aargau erfolgreich durch diese schwierige Zeit führen kann. Es bleibt zu hoffen, dass er mit Weisheit und Besonnenheit die notwendigen Veränderungen und Reformen angehen wird. Möge Gott ihm dabei beistehen und die Kirche auf ihrem Weg unterstützen.
DER GLAUBENSKONGRESS IN ALTÖTTING
Am 14. Juni bis 16. Juni 2024 findet Adoratio-Kongress in Altötting statt. Was kann man gegen Weltschmerz und die anhaltende Kirchenkrise tun? Gebet wird als Schlüssel zur Erneuerung der Kirche. Weitere Informationen finden sich auf www.adoratio-altoetting.de Der Adoratio-Kongress scheint eine Antwort gefunden zu haben: Christus in der Eucharistie anbeten. An diesem Wochenende erwartet das Bistum Passau etwa 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Basilika St. Anna in Altötting. Katharina Hauser, Referentin im Referat für Neuevangelisierung, erklärt u.a., warum sie in Sachen Erneuerung der Kirche auf das Gebet setzt.
13 Juni – HL. ANTONIUS VON PADUA, FRANZISKANER UND KIRCHENLEHRER
Fernando ist sein Taufname, und geboren wird der Spross adeliger Eltern in Lissabon im Jahr 1195, mutmaßlich am 15. August. Sehr jung, mit 15 Jahren, tritt Fernando in den Orden der Regularkanoniker des Heiligen Augustinus ein. In der Stadt Coimbra bereitet er sich auf das Priesteramt vor, die Weihe empfängt er mit 24 Jahren, der Bischof bestimmt für ihn eine Laufbahn als Theologen und Philosophen. Doch Fernando fühlt sich hingezogen zu einem religiösen Leben im engeren und strengeren Sinn. Er wartet auf eine Wende in seinem Leben. Sie stellt sich ein, als 1220 in der Kirche des Heiligen Kreuzes die Leichname von fünf Märtyrer-Missionaren ankommen. Die Männer waren in Marokko gefoltert und ermordet worden. Diese Märtyrer waren Franziskaner.
Vom Augustiner zum Franziskaner
Fernando beschließt, den Kanonikerorden zu verlassen und sich dem Heiligen Franz von Assisi anzuschließen, der damals noch lebte. Als neuen Namen wählt er Antonius, in Anlehnung an den ägyptischen Wüstenheiligen. Antonius fühlt sich stark zur Mission hingezogen, und mit diesem Ideal bricht er nach Marokko auf. Doch dort erkrankt er schwer, kann nicht predigen, muss zurück nach Italien. Auf der Reise erleidet er auch noch Schiffbruch. Antonius kann sich an die Küste Siziliens retten. Dort wird er geheilt und erreicht 1221 Assisi, wo Franziskus seine Brüder zusammengerufen hat. Eine gute Gelegenheit, einander kennenzulernen.
Es ist ein einfaches Treffen: Antonius bestärkt seine Wahl der Christusnachfolge in der Brüderlichkeit und der franziskanischen Einfachheit, und Franziskus entsendet den neuen Mitbruder in die Romagna, in die Eremitenklause von Montepaolo. Hier widmet er sich vor allem dem Gebet, der Meditation, der Buße und den einfachen Arbeiten.
Antonius als Prediger
Im September 1222 ist Antonius eingeladen, in Forlì zu predigen. Dabei offenbart sich sein Talent: Aus seinen Worten spricht eine tiefe biblische Gelehrtheit und ein einfacher, packender Ausdruck. In der ersten Biografie des Heiligen Antonius heißt es: „Mit dieser Sprache, die vom Heiligen Geist bewegt ist, erörterte er viele Themen auf ausgewogene Weise, klar und prägnant.“ Von da an beginnt das Wanderleben des Heiligen. Durch ganz Italien und Südfrankreich zieht Antonius, verkündet das Evangelium den Völkern und Regionen, die oft von den Irrlehren ihrer Zeit durcheinander sind, und er hält sich auch nicht mit Kritik an der moralischen Dekadenz einiger Kirchenmänner zurück. Im Jahr darauf lehrt er Theologie für die jüngeren Mitbrüder in Bologna.
Padua
Im Alter von 32 Jahren wird Antonius, der Mann mit den vielen Talenten im Dienst am Reich Gottes, Oberer der Franziskaner Norditaliens. Er besucht viele Klöster der Mitbrüder und errichtet neue Klöster. Er predigt und predigt und zieht immer größere Menschenmengen in seinen Bann. Er hört Beichte, vergisst auch nicht auf Momente in Stille und Einsamkeit. Zum Sitz seines Wirkens wählt er Padua, wo eine kleine franziskanische Brüdergemeinde an der Kirche Santa Maria Mater Domini zu Hause ist. Obwohl Antonius oft lange weg ist, entwickelt sich mit der Stadt eine starke Beziehung. In Padua schreibt er auch seine Sermones, ein Traktat für die Verkündigung des Evangeliums im Dienst der Sakramente, besonders der Buße und der Eucharistie.
Die Fastenpredigt von 1231 gilt als sein geistliches Testament. Ostern feiert Antonius krank und gezeichnet von den Mühen seines Wirkens. Danach zieht er sich mit Mitbrüdern zur Meditation in ein Eremitenkloster in Camposampiero zurück, wenige Kilometer vor Padua. Er bittet um eine einfache Hütte über einem großen Nussbaum, wo er die Tage in Kontemplation zubringen will und im Gespräch mit den einfachen Leuten der umliegenden Dörfer, ins Kloster will er nur über Nacht. In dieser Hütte hat Antonius eine Vision vom Jesuskind. Am 13. Juni erkrankt er schwer, fühlt sein Ende nahen und bittet darum, in Padua sterben zu dürfen. Doch auf dem Weg dahin haucht er in dem Dorf Arcella sein Leben aus. Seine letzten Worte: Ich sehe meinen Herrn.
Antonius war Schüler des Heiligen Augustinus, und er verstand es, Geist und Herz zu verbinden, Studium und Gebet. Er ist Kirchenvater. In Padua nennen sie ihn einfach „den Heiligen“.
Ein Papstamt für alle Kirchen
Vatikan macht Vorschläge für ein Papstamt für alle Kirchen: Theologisches Konsenspapier soll Weg zur Kircheneinheit ebnen. Der Vatikan hat Vorschläge für ein neues Verständnis und eine andere Ausübung des Papstamtes gemacht, wonach der Papst künftig von anderen christlichen Kirchen als Ehrenoberhaupt akzeptiert werden könnte. Die Vorschläge stellten der für die Ökumene zuständige Kurienkardinal Kurt Koch und der Generalsekretär der Weltbischofssynode, Kardinal Mario Grech, am Donnerstag in Rom in Form eines Studiendokumentes vor.
Die unter dem Titel „Der Bischof von Rom“ gesammelten Orientierungen sind das Ergebnis von jahrzehntelangen theologischen Dialogen, die verschiedene christliche Kirchen mit der katholischen Kirche jeweils separat geführt haben. Das Papier „Der Bischof von Rom“, das von Papst Franziskus genehmigt wurde, schlägt für die katholische Kirche mehrere weitreichende Änderungen vor. Ein neues Verständnis und eine andere Ausübung des Papstprimats solle „zur Wiederherstellung der Einheit der Christen beitragen“.
Die erste Änderung betrifft eine neue Lesart der Lehren des Ersten Vatikanischen Konzils. Dieses hatte 1870 die dogmatische Unfehlbarkeit des Kirchenoberhaupts verkündet. Zudem hatte es den Papst zum obersten Gesetzgeber und Richter der gesamten christlichen Kirche erklärt. Die damaligen Beschlüsse sollen nun, so das Papier, in die neuere Theologie integriert werden, die Kirche nicht mehr als Monarchie, sondern als Gemeinschaft versteht. Zudem sollten sie dem „heutigen kulturellen und ökumenischen Kontext angepasst werden“.
Als nächstes fordert das Papier eine klare Trennung zwischen den unterschiedlichen Verantwortungsbereichen des Bischofs von Rom. Dazu müsse er sein örtliches Bischofsamt in Rom sichtbarer ausüben. Sodann müsse geklärt werden, inwiefern er als „Patriarch des Westens“ in bestimmten Fragen mit den Kirchen des Ostens auf einer Stufe stehen könne, während er in anderen den „Primat der Einheit in der Gemeinschaft der westlichen wie der östlichen Kirchen“ innehaben würde.
Der dritte Vorschlag betrifft die Verfassung der katholischen Kirche. Diese müsse im Inneren weiter in Richtung einer „Synodalität“, also einer gemeinsamen Beratung und Beschlussfassung, gehen. Dazu gehöre ein Nachdenken über die Autorität der nationalen und regionalen Bischofskonferenzen und die Frage, welche Stellung diese künftig im Geflecht der katholischen Weltsynode und der Römischen Kurie einnehmen.
Schliesslich regt der Text die Schaffung einer neuen globalen Beratungsebene mit regelmäßigen Treffen der Kirchenführer unterschiedlicher Konfessionen an. Damit solle die bereits bestehende Gemeinschaft unter ihnen vertieft und nach außen sichtbarer gemacht werden.
Vorschläge zur ökumenischen Rolle des Papstes
Das Papier enthält auch Vorschläge zur künftigen ökumenischen Rolle des Papstes. So solle er künftig konfessionsübergreifende Konzilien einberufen und ihnen vorsitzen können. Ferner könnte er im Falle von Disziplinar- oder Lehrkonflikten die Rolle eines Mediators übernehmen.
Mit Blick auf die von Rom getrennten Kirchen im Westen spricht das Papier von einem „Primat der Verkündigung und des Zeugnisses“, der für sie auch dann annehmbar sei, wenn die volle Kircheneinheit noch nicht erreicht sei.
Umsetzung offen
Offen ist, wie die vatikanischen Vorschläge kirchenrechtlich umgesetzt werden. Der Papst könnte einige davon, die seine eigene Machtfülle oder die synodale Verfassung der Kirche betreffen, durch Kirchengesetze in Kraft setzen. Erste Schritte hat er mit Blick auf seine Rolle als römischer Bischof und auf die synodale Verfassung der Kirche bereits gemacht.
Andere bedürften vermutlich der Zustimmung eines Dritten Vatikanischen Konzils. Die Anerkennung des Papstes als „Ehrenoberhaupt“ wäre wohl nur über eine neuartige „Ökumenische Synode“ zu erreichen. An ihr würden dann, ähnlich wie im ersten Jahrtausend, auch Delegierte anderer Kirchen mit Stimmrecht teilnehmen.
Weiterführende Gespräche
Als ersten Schritt kündigte Kardinal Koch an, dass der Vatikan die Vorschläge den anderen Kirchen zur Bewertung zusenden werde. Man hoffe auf positive Antworten und weiterführende Gespräche.
(Link zum gesamten Studiendokument „Der Bischof von Rom“ in engl., ital. und franz. Sprache auf der Website des vatikanischen Ökumene-Dikasteriums: http://www.christianunity.va/content/unitacristiani/it/news/2024/2024-06-13-il-vescovo-di-roma-nuovo-documento-dpuc.html)
Primat des Papstes und Kollegialität der Bischöfe – Konsensmodell oder Quadratur des Kreises?
Was wird heute der Vatican dazu sagen? Prügl, Thomas. / „Primat des Papstes und Kollegialität der Bischöfe – Konsensmodell oder Quadratur des Kreises?“. Erinnerung an die Zukunft. Das Zweite Vatikanische Konzil. Hrsg. / Jan-Heiner Tück. Freiburg : Herder, 2012. S. 248-262
Lichtblicke am Horizont
Das Buch „Lichtblicke am Horizont“ von Robert Fraser ist eine Absage an den Untergang wenn entgegen der landläufigen Meinung steht uns tatsächlich noch eine glänzende Zukunft auf der Erde bevor.
Ja, keine Frage: Es gibt viele Herausforderungen. Aber die Geschichte und die Bibel erzählen etwas anderes. Sie werden überrascht sein, wie sehr sich die Erde in den 2000 Jahren verändert hat zum Besseren!
Auch wenn es scheinbar keinen Mangel an schreckenerregenden Weltuntergangs-Szenarien gibt, finden Sie hier Beruhigendes über die Staatsverschuldung und den angeblichen globalen Wirtschaftszusammenbruch, die Gerichtsprophetien oder was die Bibel wirklich über die Zukunft der Erde sagt.
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Kardinal Kurt Koch zeichnet eine neue Rolle des Papstes vor
Ökumene-Behörde, dem Kardinal Kurt Koch vorsteht, will am kommenden Donnerstag Vorschlag präsentieren, wie Papstamt künftig für andere Kirchen akzeptabel sein könnte – Jahrelange ökumenische Gespräche nach Enzyklika „Ut unum sint“ von 1995 fliessen ein.
Der Text wurde von der Ökumene-Behörde des Papstes erarbeitet, wie das vatikanische Presseamt mitteilte. Das Papier trägt den Titel „Der Bischof von Rom – Primat und Synodalität in den ökumenischen Gesprächen und den Antworten auf die Enzyklika Ut unum sint“. Es greift eine Enzyklika aus dem Jahr 1995 von Papst Johannes Paul II. auf. Der seinerzeit für die Einheit der Christen bahnbrechende lehramtliche Text hatte vor allem mit Blick auf die Kirchen des Ostens ein neues Selbstverständnis und eine andere Art der Ausübung des Papstamts in Aussicht gestellt.
Der Papst ist der letzte absolutistische Monarch der Welt
Warum Katholizismus und Moderne unvereinbar sind?
Papst Franziskus, der keine Gelegenheit auslässt, auf die Einhaltung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in aller Welt zu pochen, steht einem theokratischen Staat vor, der sich weder zu Rechtsstaatlichkeit noch zu Gewaltenteilung je bekannt hat. Das zeitigt Probleme.
Der Papst ist im Vatikan Staatsoberhaupt, oberster Richter und oberster Gesetzgeber zugleich – und zudem hierarchischer Oberhirte der weltumspannenden katholischen Kirche. Die vatikanischen Richter sind ihm zu Loyalität und Gehorsam verpflichtet, mithin dem Recht im jeweiligen päpstlichen Verständnis. Es gibt keine unabhängige und unparteiische Justiz. Für die Verteidigung ist die fehlende Rechtsstaatlichkeit ein Beweis dafür, dass es für ihre Mandanten keinen fairen Prozess geben könne – zumal der Vatikan kein einziges internationales Dokument unterzeichnet hat, welches das Recht zur Appellation an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zusichert.
Das Grundgesetz des Vatikans, in Kraft seit dem 1. Februar 2001, hält in Artikel 1, Absatz 1 fest: «Der Papst besitzt als Oberhaupt die Fülle der gesetzgebenden, ausführenden und richterlichen Gewalt.» Die richterliche Gewalt «wird im Namen des Papstes» ausgeübt, heisst es in Artikel 15.
In der Kirche selbst haben Gewaltenteilung, Demokratisierung oder Verwaltungsgerichtsbarkeit bis heute keine Chance. Dass sich das in kirchlichen Stellungnahmen und theologischen Erörterungen zuweilen versöhnlicher anhört, ändert nichts daran, dass das kühle Kirchenrecht vom aufgeklärten Liberalismus denkbar weit entfernt ist.
Der Bonner Kirchenrechtler Norbert Lüdecke behauptet in seinem jüngst erschienenen Buch «Die Täuschung», dass die Bischöfe immer dann, wenn sie ihr System bedroht sehen, gemeinschaftlich mit willigen Laienhelfern Gesprächsprozesse initiieren («Dialog», «Gemeinschaft», «synodaler Weg»), dabei aber die vormodern-hierarchischen Gegensätze und Strukturen der Kirche unbehelligt lassen.
Die Schweiz wie China registriert Gläubige
Als katholischer Christ muss ich in der Schweiz ein mal pro Jahr meine Adresse, meinen Zivilstand und sogar meine Finanziellen Verhältnisse dem Staat bekannt geben. Als Dank erhalte ich dafür noch eine gesalzene Rechnung. Dies wird als „normal“ betrachtet. Wenn dem schweizer Beispiel nun chinesischer Regime Folge leistet, erntet hingegen scharfe Kritik. Diese paradoxe Reaktion der westlichen Gesellschaft zeigt uns, wie krank unsere westliche Welt geworden ist.
In der zentralchinesischen Provinz Henan müssen Gläubige aller Religionen künftig online die Genehmigung zur Teilnahme an Gottesdiensten, Andachten und Gebetsveranstaltungen beantragen. Die Pflicht zur Registrierung gelte für Buddhisten, Christen und Muslime, berichtete der asiatische Pressedienst Ucanews.
In der Schweiz hingegen bekommen die Christen Rayonverbote, werden durch die Landeskirche angezeigt, verfolgt und diskreditiert. Nicht selten sind die Fälle der kirchlichen Betreibungen. Es ist dich normal, denn es in der Schweiz gemacht wird. Sind die Menschen in der Schweiz so blind geworden, dass sie die Handlungen der chinesicher Regime kritisieren und eigene Bevormundung nicht erkennen?
Antragsteller müssten dafür persönliche Daten wie Name, Telefonnummer, Ausweisnummer, Adresse, Beruf und Geburtsdatum angeben, so der Bericht unter Berufung auf Informationen der christlichen Organisation «ChinaAid». Die Methode sei von der Kommission für ethnische und religiöse Angelegenheiten der Provinz Henan entwickelt worden. In der Schweiz ist es seit jahrzehnten entwickelt worden.
Solche Massnahmen sind laut Bürgerrechtsgruppen Teil des Systems zur Überwachung und Kontrolle von Religionen des chinesischen Regimes. Urbeispiel bildet due schweizer Praxis.
Henan ist mit knapp 100 Millionen Einwohnern eine der bevölkerungsreichsten Provinzen Chinas und hat eine der grössten christlichen Bevölkerungsgruppen des kommunistischen Landes. Offiziellen Angaben zufolge sind etwa sieben Millionen Einwohner der Provinz Christen.
Carlo Acutis bald heilig gesprochen?
Unzählige Wunder und Heilungen: Antonia Salzano Acutis erzählte im Interview über ihren Sohn Carlo, der bald heiliggesprochen wird.
„Die ersten Wunder von Carlo geschahen bei seiner Beerdigung. Da war eine Frau, die Brustkrebs hatte. Sie hatte bereits eine histologische Untersuchung hinter sich, und man hatte ihr gesagt, dass sie bald mit einer Chemotherapie beginnen müsse. Sie betete am Tag der Beerdigungsmesse zu Carlo, und der Tumor verschwand augenblicklich.
Das erzählt Antonia Salzano Acutis, die Mutter des seligen Carlo Acutis (1991-2006), im Interview mit dem „National Catholic Register“ am 29. Mai, wenige Tage, nachdem bekannt wurde, dass Carlo in Kürze heilig gesprochen wird. Seine Ausstellung über eucharistische Wunder habe tausende von Pfarren weltweit erreicht, erzählt die Italienerin. „Wir haben während der Ausstellung Bekehrungen und – unglaublich – sogar Heilungen gesehen!“
Die Heiligsprechung werde in Rom sein, das Datum werde im Juni bekannt gegeben, sagt Acutis. „Es könnte dieses Jahr sein oder während des Jubiläums 2025.“ Das zweite Wunder zur Heiligsprechung betraf eine junge Frau aus Costa Rica, die sich 2022 in Florenz bei einem schweren Fahrradunfall eine Hirnverletzung zuzog. „Ich wusste bereits von diesem Wunder, weil das Heiligsprechungsverfahren verschiedene Phasen hat“, erzählt Carlos Mutter.
Die medizinische Kommission, der etwa 15 Ärzte angehörten, hätten umfassende Untersuchungen angestellt und abgestimmt. „Im Fall von Carlo stimmten alle dafür, dass es ein Wunder war“, weiß die Italienerin. Welche anderen Wunder gab es noch? „Wissen Sie, jeden Tag erhalten wir Nachrichten über mögliche Wunder durch Carlos Fürsprache“, meint Antonia Salzano Acutis.
„Wir hören von Heilungen mit medizinischer Dokumentation aus der ganzen Welt. Wir hören von Wohltaten, Bekehrungen, Gnaden. Die Kirche wählt ein Wunder für die Seligsprechung und eines für die Heiligsprechung aus. Aber es hat viele, viele andere gegeben. Meiner Meinung nach waren einige davon wirklich erstaunlich. Ich kann nicht über sie alle sprechen. Wir hören von Fällen, in denen Leukämie sofort und ohne Chemotherapie geheilt wurde. Die ersten Wunder von Carlo geschahen bei seiner Beerdigung. Da war eine Frau, die Brustkrebs hatte. Sie hatte bereits eine histologische Untersuchung hinter sich, und man hatte ihr gesagt, dass sie bald mit einer Chemotherapie beginnen müsse. Sie betete am Tag der Beerdigungsmesse zu Carlo, und der Tumor verschwand augenblicklich. Schon am Tag von Carlos Beerdigung begannen wir also, Wunder zu sehen.“
Sie selber höre ständig „Nachrichten über Erscheinungen von Carlo bei anderen Menschen, von Heilungen, von Gnaden, von Bekehrungen. Wir sehen das Wirken Gottes durch Carlo als eine aktive Sache“, erzählt Salzano.
„Ich gehe jeden Tag zur Messe. Ich nehme täglich an der eucharistischen Anbetung teil und verbringe Zeit im Gebet. Ich habe das Glück, dass ich nicht sehr viel Schlaf brauche, etwa fünf Stunden pro Nacht. Wenn ich also um 4 Uhr morgens aufwache, nutze ich diese Zeit für das Gebet. Das hilft mir, für Gottes Gegenwart empfänglicher zu sein. Je mehr wir beten, desto mehr spüren wir die Gegenwart und das Wirken Gottes in unserem Leben. Dann lernt man. Je mehr man betet, desto mehr lernt man. Je weniger man betet, desto weniger wird man die Gegenwart Gottes spüren.“
Auf die Frage, warum es für Carlo so wichtig gewesen sei, täglich die Eucharistie zu empfangen, meinte sie: „Carlo war erst sieben Jahre alt, als er seine erste Kommunion empfing. Er schrieb an diesem Tag in ein Notizbuch: ,Immer mit Jesus verbunden sein. Das ist mein Lebensplan.‘ Von diesem Tag an begann er, jeden Tag die Messe zu besuchen und jeden Tag vor oder nach der Messe zur eucharistischen Anbetung zu gehen.“
Carlo habe die eucharistische Anbetung geliebt und immer gesagt: „Wenn wir uns der Sonne zuwenden, werden wir braun … aber wenn wir in der Eucharistie vor Jesus stehen, werden wir heilig.“
Mit elf Jahren gestaltete Carlo eine Website, wo er eucharistische Wunder weltweit sammelte und beschrieb, etwa das berühmte Wunder in Lanciano, Italien, wo sich die konsekrierte Hostie in Fleisch verwandelte. Medizinische Untersuchungen zeigten, dass es sich um einen Herzmuskel handelte. „Wir wissen, dass die Eucharistie das Herz der Kirche ist, denn sie ist Gott in Person, mitten unter uns“, kommentiert Antonia Salzano Acutis. „Bei all diesen Wundern zeigt uns Jesus sein Herz.“
Als Carlo 2006 starb, habe es weder Facebook noch Twitter gegeben. „Aber Carlos Sprüche waren eine Art von Tweets“, meint seine Mutter und zitiert einige davon: „Glück ist, nicht auf sich selbst zu schauen, sondern auf Gott.“ – „Jeder wird als Original geboren, aber die meisten sterben als Kopie.“
Diese einfachen Sätze „beeindrucken die Menschen mehr als die Abhandlungen der Mystiker“, ist Carlos Mutter überzeugt. „Wir brauchen heute eine Katechese, die dynamischer und wesentlicher ist. Gott ist extrem einfach. Je komplizierter wir sind, desto weiter kommen wir weg von Gott. Je einfacher wir sind, desto näher sind wir Gott. Sicherlich war Carlo extrem einfach in seiner Spiritualität. Es war eine Spiritualität, die für alle ist: Die Sakramente, die Mutter Gottes, der Rosenkranz, das Gebet, das Lesen der Heilige Schrift, die Werke der Nächstenliebe.“

