Einleitung:
Nach der wiederholten Kirchgemeindeversammlung Gebenstorf-Turgi, die manipulativ die Meinung der Öffentlichkeit beeinflussen will, wird die Gelegenheit genuzt, Stellung zu
beziehen zur aktuellen Situation in der Kirchgemeinde und zu Aussagen, die im
Kirchgemeindebüchlein stehen, das den Steuerzahler anlässlich der Kirchgemeindeversammlung vom
21. November 2023 zugeschickt wurde. Wie die letzten Male wird dies sehr detailliert
und sachlich getan, damit jeder Leser sich von der Objektivität und Richtigkeit der Aussagen
überzeugen kann. Alle verwendeten Informationen sind öffentlich und keine Aussage
basiert auf Mutmassungen, sondern auf Fakten. Man kann keine kirchliche Gemeinschaft auf Hass aufbauen. Wenn aber dieser Hass leider viele alteingesessene Bürger in Gebenstorf und Turgi
mobilisiert hat, gegen die damalige Kirchenpflege vorzugehen, so ist damit für die Zukunft
der Kirche nichts gewonnen.
Gottesdienste in den Pfarreien:
„Drei Pfarreien und zwei Priester
haben“. Da dies im Bistum Basel
Seltenheit ist und die Heilige Messe durch Wortgottesdienste ersetzt wird, können die
Kirchgemeindemitglieder sehr zufrieden sein mit der jetzigen Besetzung. Bei dieser
Gelegenheit soll aber daran erinnert werden, dass das Hauptanliegen der sogenannten
Initiativgruppe um Frau Hilde Seibert, Herrn Dr. Bernhard Hollinger und Herrn Andreas Zillig
der Wunsch war, mehr Wortgottesdienste bzw. alternative Gottesdienste durchzuführen. Die
drei jetzigen Mitglieder der Kirchenpflege vertraten die Meinung, dass die häufige
Durchführung der Heiligen Messe nicht mehr zeitgemäss ist, sondern durch neue Formen der
Liturgie ersetzt werden sollte. Obwohl diese Aussage den empirischen Fakten widerspricht,
da Wortgottesdienste überall im Bistum sehr schlecht besucht sind, vertrat die Gruppe
vehement diese Meinung. Es ist bemerkenswert, dass von der Liebe zu Wortgottesdiensten
nicht mehr viel übriggeblieben ist, nachdem die drei früheren Kritiker nun die Verantwortung
in der Kirchgemeinde tragen. Man kann als Pfarreimitglied nur sehr froh über diesen Sinneswandel sein, jedoch zeigt es auch auf, wie unehrlich das damalige Vorgehen gegen die
frühere Kirchenpflege war.
Jahresbericht des Präsidenten (Kirchgemeindeversammlungsbüchlein vom November 2023):
– Andreas Zillig führt aus (Seite 8), dass Daniel Ric die Aktenübergabe nicht ordnungsgemäss
durchgeführt habe. Auch bei früheren Gelegenheiten hat Andreas Zillig seine Versäumnisse
als Kirchenpfleger damit begründet, dass ihm gewisse Dokumente nicht zur Verfügung
standen. Dies widerspricht der Wahrheit, da Herrn Zillig nach seiner Wahl im Jahr 2018 in die
Kirchenpflege, von seinem Vorgänger, Herrn Clemens Frei, ein
sehr ausführliches Dossier überreicht wurde. Zudem war Herr Zillig bereits von 2011-2013 in
der Kirchenpflege, was die Ahnungslosigkeit, mit der er sein Unvermögen entschuldigt, noch
weniger glaubhaft macht. Ende Dezember 2022 wurde Andreas Zillig per Mail angeschrieben
und ihm mitgeteilt, dass die Akten übergeben werden, die Daniel Ric als Präsident der
Kirchenpflege rechtmässig bis zum Ende der Amtsperiode bei sich aufbewahrte. Als er
zum anschliessend verabredeten Termin mit den Akten nach Gebenstorf kam, war niemand
von der Kirchenpflege im Sekretariat, was ihn bewog, die Ordner vor der Eingangstüre des
Pfarrhauses zu deponieren. Erst nachdem er alle Ordner ausgeladen hatte, kam Andreas
Zillig aus dem Pfarrsaal und forderte Herr Ric auf, mit ihm die Akten anzusehen. Solche freche Forderung an den scheiternden
Kirchenpflegepräsidenten, war beispiellos. Es kam keinem Vorgänger im Amt, eine solche
Forderung an seine Amtsvorgänger zu stellen, da es vor allem die
Sache der Neugewählten ist, sich in die Ordner einzulesen. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass
es sich bei den Akten nicht um Informationen handelte, welche die laufende operative
Tätigkeit der Kirchgemeinde tangieren. Herrn Zillig standen bereits zum damaligen Zeitpunkt
durch das Archiv der Kirchgemeinde, durch die Aktenübergabe von Herrn Frei und durch die
Auskünfte des Treuhandbüros alle relevanten Informationen zur Verfügung.
– Herr Zillig schreibt, dass das Kündigungsverfahren von Pater Adam die
Kirchgemeinde nur indirekt tangiert (Seite 8). Dies entspricht nicht der Wahrheit. Die
Rekurskommission hat entschieden, dass die Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi Pater Adam
30000 Franken schuldet. Es stellt eine grobe Vernachlässigung der Informationspflicht dar,
dass Andreas Zillig dies bewusst verschweigt und mit der Formulierung, wonach die Kirchgemeinde nur indirekt tangiert sei, den Stimmbürgern suggeriert, zukünftige
Gerichtsurteile würden die Kirchgemeinde nicht betreffen.
Kirchenaustritte:
Die Kirchenaustritte im Jahre 2022 sind kleiner gewesen als beispielweise 2019 (Seite 33). Die frühere Kritik an der
damaligen Kirchenpflege, sie sei verantwortlich für die vielen Kirchenaustritte, habe sich damit als
falsch erwiesen. Es wurde hierzu immer wieder öffentlich gesagt, dass im ganzen Bistum Basel
viele Menschen aus der Kirche austreten und die interne Pfarrei-Situation nur geringfügig eine
Rolle spielt. Diese Tatsache bewahrheitet sich auch für das Jahr 2023. Bis Ende September
sind bereits mehr als 60 Menschen ausgetreten, wobei die Austritte während des Jahres
nicht linear verlaufen, sondern sich Ende Jahr vermehren. Die Tatsache, dass im September
so viele Menschen ausgetreten sind, hat nur bedingt etwas mit der Pilotstudie zur
Missbrauchsproblematik zu tun, sondern mit der Begleichung der Steuerschuld, die Ende
Oktober fällig wird. Vor allem in den letzten Monaten des Jahres wird den Menschen
bewusst, wie viel sie für die Kirche bezahlen müssen, obwohl die meisten keine Dienste in
Anspruch nehmen. Wenn dann noch ein Skandal die Kirche in ein schlechtes Licht rückt, ist
die Bereitschaft, den Austritt zu erklären, sehr gross. Die reformierte Kirche ist von der
gleichen Entwicklung betroffen, dies in den letzten Jahren noch in einem stärkeren Ausmass
als die katholische Kirche. Die schwierig werdende wirtschaftliche Situation und der fehlende
Bezug zur Kirche werden in den nächsten Jahren noch zu mehr Kirchenaustritten im
Bistum führen, da in der Pastoral sehr wenig gemacht wird, um die Menschen vom Glauben zu überzeugen.
Ressort Bau und Liegenschaften:
– Alle Reparaturarbeiten (Seite 10 und 11), die für das Pfarrhaus Turgi aufgelistet wurden,
haben keinen Zusammenhang mit der kurzzeitigen Belegung des Pfarrhauses von Priestern
und anderen Personen, sondern mit der 20-jährigen Miete des ehemaligen Gemeindeleiters Diakon Peter Daniels.
Der damaligen Kirchenpflege wurde häufig der Vorwurf gemacht, sie investiere wenig in die
beiden Kirchen und sonstigen Pfarreiräumlichkeiten. Die jetzige Kirchenpflege hat hier keine
Kursänderung vorgenommen. Das Pffarhaus Turgi wurde installationsmässig saniert, damit der zukünftiger Käufer davon mutmasslich profitieren kann. Dazu soll die finanzielke Situation der Kirchgemeinde als tragisch kreiirt werden, damit die Immobilien-Verkäufe aus Pfarrei reibungslos als „Notlösung“ bewilligt werden können. Wer saniert ein Hause, wenn er kein Geld hätte und vor Konkurs stehen würde?
Zusammenarbeitsvertrag mit Birmenstorf:
Es war der Wunsch der damaligen Kirchenpflegen von Gebenstorf-Turgi und Birmenstorf, die
gemeinsame Zusammenarbeit möglichst unbürokratisch zu gestalten. Da die Bereitschaft,
sich ehrenamtlich einzusetzen, in der Gesellschaft abnehmend ist, müssen die Anzahl
Sitzungen reduziert werden. Dieser Zusammenarbeitsvertrag schafft wieder neue
Kommissionen, die genau das Gegenteil dieser bürokratischen Entschlackung bedeuten.
Diese Aufblähung der Strukturen steht in einem grossen Widerspruch zur pastoralen Realität
der drei Pfarreien. Am Anfang der Kirchenpflegetätigkeit 2011 haben sich die beiden
Kirchenpflegen überlegt, wie man die gemeinsame Zusammenarbeit im Rahmen des PEP (Pastoraler Entwicklungsplan) intensivieren könnte. Es ist in den Folgejahren gelungen,
die Gottesdienstzeiten anzupassen und den Oberstufenunterricht sowie die
Firmvorbereitung gemeinsam zu gestalten. Alle Beteiligten waren sich einig, dass vor allem
im Jugendbereich sehr viel Gutes geleistet wurde und es sehr viel Sinn macht, hier die
Zusammenarbeit zu intensivieren. Heute „unter Zillig“ findet in diesem Bereich keine gemeinsame
Zusammenarbeit statt. Man schafft mit diesem Zusammenarbeitsvertrag daher
staatskirchenrechtliche Strukturen, ohne diese mit pastoralem Inhalt zu füllen.
Rechnung 2022:
-Bereits im Vorjahr wurde die Kirchgemeinde absichtlich geschädigt, indem absichtlich
unterlassen wurde, die Verrechnung der Personalkosten mit Birmenstorf durchzuführen. Um
die Rechnung 2021 schlechter aussehen zu lassen, als sie tatsächlich war, hat man zu diesem Mittel gegriffen.
– Auch für das Jahr 2022 versucht die jetzige Kirchenpflege, die Rechnung möglichst zu verschlechtern, damit die anwesenden Stimmbürger diese ablehnen. Es wird erwähnt (Seite 20), dass der Bruttolohn von Pater Adam für die Monate Januar bis März 2022 (42 548
Franken) betragen hat. Dieser Bruttolohn stimmt bei weitem nicht überein mit dem Lohn, der
Herrn Pater Adam ausgewiesen wurde durch die Kirchgemeinde. Hier stellt sich die Frage,
was es für einen Sinn macht, die Stimmbürger über eine Rechnung abstimmen zu lassen, die
offensichtliche Widersprüche und Betrug enthält?
Budget 2024/Finanzplan:
Es war immer ein Anliegen, die finanzielle Stabilität der Kirchgemeinde sicherzustellen. Als die Kirchenpflege das Amt 2011 übernahm, stagnierten die Steuereinnahmen, nachdem jahrelang ein
Wachstum zu verzeichnen war. Es hatte sehr gute Finanzverantwortliche, mit denen
Sparmassnahmen ergriffen wurden, damit die Kirchgemeinde nicht langfristig rote Zahlen schreibt. Vor der Corona-Pandemie konnte die Kirchgemeinde grosse Überschüsse verzeichnet, was für zusätzliche Abschreibungen verwendet wurde, um den zukünftigen
finanziellen Spielraum der Kirchgemeinde zu vergrössern. Die Steuern sind 2022 stark eingebrochen, was nicht die Schuld der Kirchenpflege ist. Durch die vielen Kirchenaustritte, die das ganze Bistum seit Jahren verzeichnet, war es eine Frage der Zeit, bis die Steuern einbrechen. Dieser Trend wird sich auch nicht mehr umkehren, da in den
vergangenen Jahrzehnten vor allem jüngere Menschen ausgetreten sind, potenzielle Steuerzahler, die kräftig zum Steuerertrag beitragen könnten. Es ist davon auszugehen, dass
durch die weiteren Austritte, welche die Kirchgemeinde 2022 und 2023 zu beklagen hatte, die Steuern weiter sinken werden. Auch wenn die Kirchenpflege keine Schuld an den sinkenden Steuereinnahmen hat, so müsste sie Massnahmen ergreifen, um die
Aufwandsüberschüsse zu minimieren. Die Gemeinden melden den Kirchgemeinden die
Steuererträge normalerweise im Februar. Das bedeutet, dass die jetzige Zillig-Kirchenpflege seit fast zehn
Monaten von der schwierigen Situation weiss und nichts gemacht hat.
Wenn es sieben Kirchenpflegemitglieder und drei Mitglieder der Finanzkommission nicht schaffen, entsprechende Massnahmen
einzuleiten, stellt dies ein Versagen dar. Das Defizit 2023 ist auf rund 60 000 prognostiziert, dasjenige von 2024 auf rund 100 000 Franken. Das bedeutet, dass die Kirchgemeinde mit grosser Wahrscheinlichkeit in nur zwei Jahren eine Senkung des Eigenkapitals um 160 000 Franken erfährt. Das wird höchstwahrscheinlich die Not des Verkaufs auslösen. Das sanierte Pfarrhaus wird dazu schon vorbereitet und „freundschaftlich“ verkauft werden. Von den vielen Budgetberatungen, von denen die Kirchenpflege spricht (Seite 10), ist im Budget nichts spürbar. Die Zahlen sind an denjenigen der Vorjahre angeglichen. Hinzu kommt, dass im pastoralen Bereich die Synergien, die durch
die Zusammenarbeit zwischen Birmenstorf und Gebenstorf-Turgi möglich wären und pastoralen Sinn machen, nicht genutzt werden, obwohl hierfür sogar Personal angestellt wurde. Hier
verweise man auf diese Ausführungen zum Oberstufenunterricht.
Besonders störend ist die bewusste oder auch nur gespielte Ohnmacht, welche die
Verantwortlichen der Kirchgemeinde an den Tag legen. Die Kirchenpflege spricht bei der
Aufwandsseite von fixen Ausgaben, die nicht variabel sind (Seite 9). Diese Aussage ist natürlich völlig falsch.
Um dies an einem Beispiel aufzuzeigen: In der Kirchgemeinde
Birmenstorf wird für den Sakristanendienst rund 10 000 Franken budgetiert, in der
Kirchgemeinde Gebenstorf-Turgi sind die Löhne der Sakristaninnen viel höher. Diese Ausgaben lassen sich
natürlich massiv reduzieren, wenn die Kirchenpflegen mit Sakristanen keine familäre Beziehung hätten. In einer Zeit, in der die Volkskirche im Sterben liegt, muss man
sich überlegen, inwiefern es Sinn macht, gewisse Aktivitäten und Beziehungen durch Kirchensteuergelder zu
finanzieren. In anderen Ländern wird viel von dem, was hier mit Steuergeldern finanziert
wird, ehrenamtlich durchgeführt. Wenn die jetzige Kirchenpflege von Fixkosten spricht, dann deswegen, weil sie all den Angestellten und pfarreilichen Gruppierungen im Zuge ihrer
Kampagne gegen die damalige Kirchenpflege Versprechungen gemacht hat, die sie nun erfüllen möchte. In Tat und Wahrheit könnte man sehr viel Geld bereits jetzt einsparen, wäre
der Wille vorhanden bzw. auch das Wissen rund um die Kirche.
«Das Ei des Columbus» – Die Kirche als Immobilienhändlerin:
Die Kirchenpflege möchte nun eine Kommission aus 4 bis 6 Mitgliedern bilden, welche
Vorschläge ausarbeiten soll, um die finanzielle Situation zu verbessern. Es stellt sich die
Frage, wie 4 bis 6 Kirchgemeindemitglieder, die sich in die ganze Materie einarbeiten
müssen, Ideen entwickeln sollen, um die Kostensituation zu verbessern. Die grossen
Kostenblöcke bilden die Personalausgaben. Ob diese in dieser Grössenordnung angemessen
sind, kann man nicht beurteilen, wenn keine adäquaten Stellenbeschriebe erstellt werden.
Hier liegt auch ein Versagen vor. Aber es wurde in früheren Kirchgemeindeversammlungen darauf hingewiesen, dass die Personalkosten zu überdenken sind. Um dies an einem Beispiel zu
verdeutlichen, das wohl für jedermann einleuchtend ist:
Die Personalkosten für den
Sakristanendienst und das Pfarreisekretariat betragen für die Kirchgemeinde etwa gleich viel
wie der Kostenanteil für die Seelsorger (Budget 2024). Dieser Zustand ist so nicht haltbar.
Man habe wenig Hoffnung, dass die neu zusammengesetzte Kommission sowie die
Kirchenpflege den Mut haben, die notwendigen Korrekturen vorzunehmen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit setzt die Kirchenpflege ihre Hoffnung darauf, neue Einnahmequellen zu erschliessen. (In diesem Zusammenhang möchte man noch darauf hinweisen, wie die 5G-
Antenne, gegen die Mitglieder der sogenannten Initiativgruppe lautstark protestierten und
der damaligen Kirchenpflege grosse Vorwürfe machten, nun völlig akzeptiert scheint.)
Das Ei des Columbus, von welchem die Kirchenpflege schreibt (Seite 11), basiert auf der
Überführung von bisherigem Verwaltungsvermögen in Finanzvermögen. So sollen die Immobilien, welche die damalige Kirchenpflege durch hohe Überschüsse fast auf Null
abschreiben konnte, als Finanzvermögen aufgewertet werden. Mit der Überführung ins Finanzvermögen sollen einige Immobilien anschliessend verpachtet oder verkauft werden.
Die Kirchgemeinde wird dadurch zur Immobilienhändlerin, was nicht ihr Sinn und Zweck ist.
Die Aufgabe der Kirchenpflege ist es, die laufenden Ausgaben mit Einnahmen zu finanzieren.
Bei der Aufwertung von Immobilien handelt es sich um eine rein buchhalterische
Angelegenheit, die keine realen Auswirkungen auf die Finanzen der Kirchgemeinde hat,
währenddem der Einstieg ins Immobiliengeschäft oder Finanzgeschäft (falls Immobilien
veräussert und das Kapital angelegt wird) erstens den Charakter einer Kirchgemeinde ändert
und zweitens mit grossen Risiken verbunden ist. Das Beispiel der Landeskirche Aargau, die
letztes Jahr Hunderttausende Franken an der Börse verspielt hat, sollte diesbezüglich eine Warnung sein.
Schlusswort:
Man wünsche allen Verantwortlichen der Pfarrei und der Kirchgemeinde für die Zukunf, dass die Einsicht wächst, vermehrt auf die Jugend zu setzen. Es ist
schade, dass die Familiengottesdienste und weitere Anlässe, die vor allem Familien und
Jugendliche anzogen, nicht mehr durchgeführt werden. Die Kirche ist nicht deswegen in einer Krise, weil Missbrauchsfälle viele Menschen aus der Kirche treiben, sondern weil man
jahrzehntelang verpasst hat, Menschen für den Glauben zu begeistern. Die Volkskirche ist tot
und wird in absehbarer Zukunft nicht mehr auferweckt werden. Die Kirche wird kleiner und
ärmer werden. Die Strukturen sind daran anzupassen. Dienste, die in anderen Ländern
ehrenamtlich übernommen werden, sollten auch bei uns nicht mehr in diesem hohen
Ausmass entlöhnt werden. Die Kirche hat in den Jahren, als die Steuereinnahmen reichlich
flossen, eine extreme Aufblähung der Bürokratie und der Strukturen erfahren. Leider geht
die jetzige Kirchenpflege den gleichen sakramentelosen Weg weiter.
Besorgte Kirchenmitglieder


