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Die 14 Stationen des Kreuzwegs Jesu

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Die 14 Stationen des Kreuzwegs Jesu veranschaulichen den Passionsweg Jesu in Texten und Bildern und in beinahe jeder katholischen Kirche ist eine Darstellung der einzelnen Kreuzwegstationen zu finden. Der Kreuzweg umfasst 14 Stationen von der Verurteilung Jesu bis zur Kreuzigung.
Gewöhnlicherweise wird der Kreuzweg am Freitag gebetet, besonders an Freitagen der Fastenzeit, aber auch im ganzen Jahr.

1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt (Mt 27,11-26)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.Nach seiner Verhaftung wird Jesus Christus zum römischen Statthalter Pontius Pilatus gebracht. Die Hohenpriester und Ältesten werfen ihm vor, dass er sich selbst König der Juden nennt, und der Statthalter soll ein Urteil sprechen. Aufgrund eines Traums, den seine Frau in der Nacht zuvor hatte, glaubt Pilatus nicht an Jesu Schuld. Vor dem Pessachfests darf der Statthalter einen Gefangenen begnadigen und er fragt die Menge, die sich vor ihm versammelt hat, wen er freilassen soll, Jesus oder Barabbas. Die von den Hohenpriestern und Ältesten aufgestachelten Menschen verlangen die Freilassung von Barabbas und die Kreuzigung Jesu. Pilatus spricht das Todesurteil über Jesus und lässt sich eine Schüssel Wasser bringen, um vor allen Menschen seine Hände reinzuwaschen.
Vgl. auch Mk 15,2-15; Lk 23,2-5.13-25; Joh 18,28-19,16a

2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern (Mt 27,27-31)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.Jesus Christus wird den Soldaten übergeben. Sie ziehen ihm die Kleider aus, legen ihm einen purpurroten Mantel um und setzen ihm eine Dornenkrone auf. Die Soldaten verhöhnen, bespucken und schlagen Jesus. Nachdem sie ihn verspottet haben, ziehen sie ihm seine Kleider wieder an. Dann wird er hinausgeführt und muss das Kreuz selbst zum Hügel Golgota (auch: Golgotha oder Golgatha) tragen.
Vgl. auch Mk 15,20b; Joh 19,17

3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz.
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Die Soldaten treiben Jesus durch die Straßen Jerusalems und unter der Last des schweren Holzkreuzes bricht er zusammen. Doch die Soldaten zwingen ihn zum Weitergehen.

4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Unter den vielen Menschen, die am Straßenrand stehen und dabei zuschauen, wie Jesus Christus unter großen Schmerzen das Kreuz zur Hinrichtungsstätte trägt, ist auch seine Mutter Maria. Die Nähe und Liebe seiner Mutter gibt Jesus die Kraft und den Mut, den schweren Weg weiterzugehen.

5. Station: Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen (Mt 27,32)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Jesus wird immer schwächer und kann das Kreuz kaum mehr tragen. Da befehlen die Soldaten dem Bauern Simon von Zyrene das Kreuz zu tragen.
Vgl. auch Mk 15,21; Lk 23,26

6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweisstuch.
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

In der Menge der Zuschauer steht auch Veronika, eine junge Frau und Jüngerin Jesu. Sie sieht, wie sehr er leidet und überlegt, wie sie ihm helfen kann. Damit Jesus sich das Blut, den Schweiß und Dreck aus dem Gesicht wischen kann, reicht Veronika ihm ihr Tuch. Jesus nimmt es dankbar und drückt sein Gesicht in den Stoff.

7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz.
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Der Weg nach Golgota scheint kein Ende zu nehmen. Viele Schaulustige beobachten Jesus, der jetzt so gar nicht mehr wie ein König aussieht, aber keiner hilft ihm. Das Kreuz ist einfach zu schwer und er stürzt zum zweiten Mal.

8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen (Lk 23,27-31)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Jesus Christus sieht in der Menge eine Gruppe Frauen, die über seinen bevorstehenden Tod und das Leid, das er ertragen muss, weinen, denn sie wissen, dass Jesus immer gut zu den Menschen war. Jesus bleibt stehen und sagt zu ihnen: »Ihr Frauen von Jerusalem, weint nicht um mich; weint über euch und eure Kinder! Denn es kommen Tage, da wird man sagen: Wohl den Frauen, die unfruchtbar sind, die nicht geboren und nicht gestillt haben. Dann wird man zu den Bergen sagen: Fallt auf uns!, und zu den Hügeln: Deckt uns zu! Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?«. (Lk, 28-31 EU)

9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz.
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Jesu Kraft ist endgültig zu Ende. Er kann nicht mehr und bricht ohnmächtig zusammen. Wie viel einfacher wäre es, einfach liegen zu bleiben und auf den Tod zu warten. Aber Jesus will das Werk vollenden, das sein himmlischer Vater für ihn vorgesehen hat, und schleppt sich und das Kreuz weiter.

10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt (Mt 27,35)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Als Jesus endlich auf dem Berg Golgota ankommt, nehmen ihm die Soldaten seine Kleider ab. Sie geben ihm mit Galle vermischten Wein, den Jesus aber nicht trinkt. Die Soldaten nageln Jesus ans Kreuz und teilen dann seine Kleider unter sich auf. Vgl. auch Mk 15,24b; Lk 23,34; Joh 19,23-24

11. Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt (Lk 23,33-43)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Mit Jesus werden auch zwei Verbrecher gekreuzigt, ihre Kreuze stehen zu beiden Seiten Jesu. Die Soldaten und die Menschenmenge verhöhnen und beschimpfen Jesus. Doch Jesus Christus betet für sie und bittet Gott um Vergebung: »Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.« (Lk 23,34) Vgl. auch Mt 27,35-44; Mk 15,24-32; Joh 19,18-27

12. Station: Jesus stirbt am Kreuz (Mt 27,45-51,54)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Als Jesus am Kreuz hängt, verdunkelt sich der Himmel von der sechsten bis zur neunten Stunde. Dann ruft er laut: » Eli, Eli, lema sabachtani?«, (Mt 27,46 EU) was übersetzt bedeutet »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«. Einige der Umstehenden meinen, Jesus ruft nach Elija und sie wollen sehen, ob er kommt und Jesus von Kreuz hilft. Einer der Soldaten reicht Jesus einen mit Essigwasser getränkten Schwamm. Mit einem lauten Schrei stirbt Jesus Christus und haucht seinen Geist aus. Da reißt der Vorhang im Tempel in der Mitte entzwei und die Erde bebt. Der Hauptmann und die Soldaten, die Jesus bewachen, erschrecken und sagen: »Wahrhaftig, das war Gottes Sohn!« (Mt 27,54).
Vgl. auch Mk 15,33-41; Lk 23,44-49; Joh 19,28-30

Die letzten Worte Jesu am Kreuz unterscheiden sich in den einzelnen Evangelien: Während Jesus im Markusevangelium auch »Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?« (Eloï, Eloï, lema sabachtani? Mk 15,34 EU) ruft, heißt es im Evangelium nach Lukas: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist« (Lk 23,46 EU). Im Johannesevangelium lauten die letzten Worte Jesu: »Es ist vollbracht!« (Joh 19,30).

13. Station: Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoss seiner Mutter gelegt (Joh 19,38)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Am Abend geht Josef von Arimathäa, einer der Jünger Jesu, zu Pilatus und bittet ihn um Jesu Leiche, um ihn zu begraben. Als Jesus vom Kreuz abgenommen wird, ist auch seine Mutter Maria da. Josef von Arimathäa legt ihr ihren toten Sohn in den Schoß und Maria weint und trauert um ihn. Doch sie weiß auch, dass alles nach Gottes Wille geschieht.

14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt (Mt 27,57-66)
V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

Josef hüllt den Leichnam in ein sauberes Leinentuch, legt ihn in ein neues Felsengrab und schiebt einen großen Stein davor. Maria Magdalena und Maria, die Mutter Jesu, beobachten, wohin Josef den Leichnam bringt.

Am Tag danach kommen die Hohenpriester und Pharisäer zu Pilatus und fordern Wachen für Jesu Grab. Sie erinnern an die Prophezeiung, dass Jesus nach drei Tagen auferstehen wird. Das Grab wird versiegelt und die Wächter davor postiert.
Vgl. auch Mk 15,42-47; Lk 23,50-56; Joh 19,38-42

V Wir beten dich an, Herr Jesus Christ, und preisen dich. A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.
V.Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist A. Wie im Anfang so auch jetzt uns alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

Streit in der Kirchgemeinde – um was geht es

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Immer wieder ist unsere Kirchgemeinde im Fokus der Medien. Wenn jemand die sehr gut besuchten und harmonischen Messfeiern oder anderen Angebote in unserer Pfarrei miterlebt, würde er nie auf die Idee kommen, dass es Menschen gibt, die sich an der jetzigen Situation stören. Hier soll kurz erklärt werden, weshalb es überhaupt Streit bei uns und auch in anderen Kirchgemeinden gibt, die den konsequenten Weg verfolgen, die eigenen Pfarreien auf den Kurs der Weltkirche zu bringen.

Im Bistum Basel wurde vor Jahrzehnten ein Weg begangen, der sich zum Ziel setzte, die Kirche neu zu gestalten (Stichwort Synode 72). Anstatt die Sakramente in den Mittelpunkt zu stellen, wurden viele Angebote von Laientheologen und Diakonen geschaffen, welche andere Seelsorgeangebote beinhalteten. Viele dieser Bestrebungen waren von einem guten Willen geleitet, jedoch erwiesen sie sich langfristig als erfolglos. In keinem Bistum der Welt besuchen prozentual so wenig Menschen die Gottesdienste wie im Bistum Basel. Der damalige Bischof und jetzige Kardinal Kurt Koch erkannte, dass dieser Zustand unhaltbar ist und wollte die Kirche durch den Pastoralen Entwicklungsplan (PEP) wieder erneuern und an die Weltkirche annähern. Es sprechen keine Grunde dafür, weshalb in anderen Teilen Europas junge Menschen zur Messe gehen, währenddem die Kirche im Bistum Basel total überaltert ist. Auch gibt es keine gute Erklärung dafür, dass so wenige Menschen an den kirchlichen Angeboten partizipieren. Leider wurde dieser Weg der Erneuerung nach der Berufung Kochs zum Kardinal nicht mehr konsequent weitergegangen. Zu stark war die Macht älterer Bürger, die sich selbst nicht eingestehen wollten, dass ihre Ideen von Kirche keine Früchte trugen. Auch will man nicht einsehen, dass die meisten Kirchgemeinden multikulturell sind und viele Katholiken aus dem Ausland stammen und gar keinen Bezug zum Sonderweg Kirche Schweiz haben. Wenn daher von Streit die Rede ist, ist es wichtig, sich dieser speziellen Konstellation im Bistum und in vielen Kirchgemeinden wie der unseren bewusst zu werden. Es gibt keinen Streit auf der persönlichen Ebene. Es ist aber wichtig, sich selbst sachlich einzugestehen, dass die Kirche im Bistum Basel keine Zukunft hat, wenn sie nicht wieder den Glauben an Jesus Christus und die Sakramente – vor allem die Eucharistie – in den Mittelpunkt all ihrer Bemühungen stellt.

Die Kirche hat sich immer dann erneuert, wenn sie auf Jesus gehört hat…

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Der Bischof über die Zukunft der katholischen Kirche […] weiterlesen

„Was meinen Sie eigentlich konkret?“

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Kirchenerneuerung braucht Spracherneuerung, meint der ehemalige Theologieprofessor Häring. „Lange Rede kurzer Sinn“ – so lassen sich auch die Ansprachen zu Beginn der Synode in den Teilkirchen zusammenfassen. Dies betonte der frühere Theologieprofessor Hermann Häring. Er hat die in der katholischen Kirche benutzte Sprache kritisiert. Es werde „nicht konkret geredet“, daraus resultiere eine „Konfusion der Inhalte“, sagte Häring. weiterlesen…

„Am deutschen Wesen wird die Weltkirche sicher nicht genesen.“

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Die theologisch begründete Kritik am Synodalen Prozess wächst. Beispielhaft dafür steht auch der römisch-katholische Klartext, den der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier in einer Predigt und in einem Interview mit Radio Horeb gesprochen hat. Eindringlich warnt er vor nationalen Sonderwegen. Was Bischof Meier prägnant, leidenschaftlich und eindeutig benennt, würde zu weiteren Spaltungsprozessen wie zur Abwendung von Christus und seiner Kirche führen. Der Bischof von Augsburg schlägt einen bewärten Weg vor. „Bleibt ganz fest mit Christus verbunden, und ihr werdet den wahren und vollen Sinn eurer Existenz finden! Sucht den Herrn mit all euren Kräften und liebt ihn über alles andere. Jesus soll der Mittelpunkt eurer Interessen und Pläne sein! Das Gebet, das Hören auf Gottes Wort, das Schweigen und die Betrachtung sowie der beständige Empfang der heiligen Sakramente werden euch zu wahren Freunden Jesu machen und zu unerschrockenen Aposteln seiner Frohen Botschaft.“ (aus: Ansprache des heiligen Johannes Paul II. vom 16. Mai 2003)